Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 33. Spieltag

SPIELBERICHT

Gladbachs Trainer Friedel Rausch mußte sein Team nach der 2:3-Niederlage in Kaiserslautern umbauen. Hoersen, Hausweiler (verletzt) und der gesperrte Schneider fehlten, dafür rückten Witeczek als Manndecker, Ketelaer (linke Außenbahn) und Lupescu (zunächst im defensiven Mittelfeld) in die Anfangsformation.

Auch Ewald Lienen mußte seine Elf ändern, weil sich Gansauge und Barbarez verletzt meldeten. Zudem nahm er Groth aus der Mannschaft. Neu im Team: Lange auf der rechten Außenbahn, Micevski auf der halbrechten Mittelfeldposition und Pamic in der Spitze. Yasser rückte für Gansauge in die Manndeckung.

Die Kräfteverhältnisse wechselten während der turbulenten 90 Minuten mehrfach. Nach zwei Großchancen der Gladbacher in der Anfangsphase kontrollierten die Rostocker die Partie, schalteten mit genauem Passspiel schnell von Defensive auf Offensive um. Lohn war der Führungstreffer nach einem gekonnt vorgetragenen Konter. Gladbach fightete jedoch zurück, machte vor allem über die rechte Seite mit Paßlack viel Druck, während Effenberg und Pflipsen (hängende Spitze) das Spiel durch die Mitte ankurbelten.

Rostock setzte nach der Führung nicht mehr entscheidend nach, die Deckungsspieler (vor allem Yasser) standen oft zu weit weg von ihren Kontrahenten. Weilandt ließ viele Lücken im Deckungsverband entstehen. Pieckenhagen verhinderte in etlichen Szenen, in denen er allein gegen Gladbacher Angreifer stand, bis zur Pause einen höheren Rostocker Rückstand.

Nach der Pause ließen sich beide Mannschaften auf einen offenen Schlagabtausch ein. Weiteren Gladbacher Großchancen standen nun auch wieder Möglichkeiten der Rostocker gegenüber, die nun wieder entschlossener nachrückten und so den Druck erhöhten.

Nach dem Ausgleich und der erneuten Gladbacher Führung schwächte die Gelb- Rote Karte für Yasser die Deckung der Rostocker noch mehr, die ihre Abwehr im Zuge von Ausgleichsbemühungen entblößten. Pieckenhagen vereitelte zwar noch einige große Möglichkeiten, konnte jedoch die weiteren entscheidenden Treffer der Gladbacher in der Schlußphase nicht verhindern.