Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 33. Spieltag

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Thomas Ernst Tor

1,5
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Maksymov (80', Trares)

Bremen

Reck 3 - Trares 3, Todt 2,5 - Ramzy 4 , Skripnik 4, Frings 4 , Eilts 3,5, Wicky 2, A. Herzog 2,5 - M. Bode 4, Labbadia 2,5

Bochum

Th. Ernst 1,5 - Dickhaut 4, Waldoch 2,5, Kracht 3, Schreiber 4 - Hofmann 3, Mamic 4 , Peschel 4, Wosz 2, Michalke 3,5 - Yuran 3

Schiedsrichter-Team

Hermann Albrecht Kaufbeuren

3
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

35.769 (ausverkauft)

Eine ausgeglichene Partie mit einem glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger: Bremen besaß ein klares Chancenplus, Bochum bestach durch kluge Raumaufteilung, scheiterte letztlich an der Unkonzentriertheit im Abschluß - durch Dickhaut. Sidka hatte die offensive Variante gewählt: Herzog wieder dabei, für Frey nominiert. Zudem ein Tausch auf der rechten Flanke: Frings zunächst anstatt Kunz. Toppmöller nahm keine Umstellungen vor. Der VfL mit einer ausgefeilten Taktik: Hinten eine Viererkette, die besonders im Zentrum mit Kracht und Waldoch sicher stand, nur auf den Außenpositionen mit Dickhaut und Schreiber anfällig war. Davor ein Zweier-Mittelfeld, wobei Mamic sich als Bewacher um Herzog kümmerte. Dann das Offensivquartett: Juran als einzige nominelle Spitze. Dahinter Spielmacher Wosz, mit allen Freiheiten ausgestattet, die er auch nutzte. Dazu die Flügelzange, wobei Peschel auf rechts nicht so wie gewohnt ins Spiel kam, Michalke auf links besser. Werder tat sich zunächst schwer, weil die Bochumer sehr variabel agierten. Mal in einer 4-2-4-Formation, dann wieder mit Wosz als zweiter Spitze oder auch mit einer dreiköpfigen Offensivformation, wobei Peschel und Michalke zu reinen Flügelstürmern wurden, Wosz als Regisseur hinter der Spitze operierte. Ballsicherheit bei ihrem gepflegten Kurzpaßspiel und kontrolliertes Vorgehen zeichneten das Bochumer Spiel aus. Bei den Gastgebern machte sich positiv bemerkbar, daß Herzog wieder Regie führte. Glänzend assistiert vom technisch beschlagenen Wicky, der sich in der Mittelfeldrolle immer wohler fühlt. Leider blieben Werders Flügel weitgehend lahm: zu wenig von Frings und Skripnik. Auch Bode enttäuschte in der Spitze, während Labbadia seine aufsteigende Form nachwies. Ohne Fehl und Tadel abermals die Abwehrarbeit. Der verdiente Lohn: das vierte Zu-null-Spiel in Folge. Umsichtig und auch in der Vorwärtsbewegung stark Libero Trares. Todt als Punktsieger im Duell mit dem beachtlichen Juran. Ramzy, der den ausweichenden Wosz nie stellen konnte, mit Schwächen, Eilts diesmal nicht so souverän wie ansonsten in der Rückrunde. Folgerichtig die beiden ersten Auswechselungen: Da Ramzy eigentlich überflüssig war, Wosz durch das defensive Mittelfeld aufgefangen werden sollte, kam mit Brand eine weitere Offensivkraft. Kunz löste den kräftemäßig überforderten Frings ab. Überraschend der dritte Tausch, der sich indes als Sidkas Volltreffer erwies: Maximow, der Schütze des Goldenen Tores, kam für Labbadia, den besseren Stürmer. Viele hatten erwartet, daß Flo für Bode aufläuft.