Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Olaf Marschall Sturm

1
Spielnote

1,5
Tore und Karten

0:1 Hausweiler (16', Pflipsen)

0:2 Pettersson (43', Effenberg)

1:2 Marschall (45')

2:2 Marschall (61', Hristov)

3:2 Marschall (90', Reich)

K'lautern

Reinke 3 - Kadlec 4, H. Koch 3 , Schjønberg 3 - Roos 5 , Mar. Wagner 3, Sforza 3,5 , Hristov 2,5, Buck 2 - Marschall 1 , Rische 3

Gladbach

Kamps 3 - Hochstätter 4 , Andersson 2,5, Paßlack 5 - M. Schneider 3 , Hoersen 4, Hausweiler 3,5 , Wynhoff 2,5 , Effenberg 1,5 , Pflipsen 2 - Pettersson 3

Schiedsrichter-Team

Bernd Heynemann Magdeburg

1,5
Spielinfo

Stadion

Fritz-Walter-Stadion

Zuschauer

38.000 (ausverkauft)

Ein Klassespiel mit einem Herzschlagfinale. Die bis zur letzten Sekunde spannende Partie auf dem Betzenberg bot totale Offensive, dem Fußball-Fans alles, was sein Herz begehrt! Beide Teams mit nur einer Veränderung gegenüber der Vorwoche. Bei Kaiserslautern kehrte Koch in die Manndeckung zurück, rückte Roos ins halbrechte Mittelfeld an die Seite von Buck und dafür Hristov als Schubkraft für die Offensive auf die linke Seite anstelle von Reich. Klinkerts Muskelfaserriß erforderte eine Umstellung in Gladbachs Deckung: Für Andersson, der sich um die Bewachung von Rische kümmerte, feierte Hochstätter sein Comeback nach einem Faserriß als Libero. Gladbach war von Beginn an hellwach, übernahm entschlossen die Initiative im Vergleich zum Spitzenreiter, der vom Siegeswillen und der offensiven Taktik der Borussia überrascht schien. Der Schachzug von Trainer Rehhagel, seinen Strategen Sforza auf Effenberg anzusetzen, ging zunächst daneben. Effenberg war Gladbachs Schaltzentrale, von der fast alle gefährlichen Attacken ausgingen in Richtung Reinke-Tor. In der Unterstützung der einzigen Spitze Pettersson wechselten sich Pflipsen, Wynhoff, Hausweiler und Effenberg ab. Mit langen Pässen aus der eigenen Hälfte riß Effenberg die Abwehr um den vor allem in Laufduellen diesmal einige Male überforderten Libero Kadlec immer wieder auf. Die überfallartigen Angriffe der Rausch-Elf stellte Lautern vor erhebliche Probleme. Die meisten hatte Roos im Zweikampf mit Wynhoff. Mit dem Rückstand geriet der 1. FCK vorübergehend total aus dem Konzept, so daß der zweite Borussen-Treffer nur die logische Folge war. Der Tabellenführer wankte, bäumte sich durch Marschalls Anschlußtor unmittelbar vor der Pause aber wieder auf. Rehhagel reagierte bei Halbzeit, behob die Schwachstellen, indem er Roos durch Ballack ersetzte, Wagner für Koch in die Manndeckung beorderte und durch den zielstrebigen Reich für mehr Belebung am linken Flügel sorgte. Der Druck der "Roten Teufel" nahm jetzt erheblich zu. Gladbach verpaßte es in dieser Phase, die vorhandenden klaren Kontermöglichkeiten zur endgültigen Entscheidung zu nutzen. Nach dem Ausgleich geriet die Borussia noch stärker in Bedrängnis. Dennoch schien es, als könnte der Vorletzte trotz deutlich schwindender Kräfte den Teilerfolg über die Zeit retten. Doch mit dem letzten Angriff, den Reich einleitete und Marschall mit seinem dritten Treffer abschloß, verlor Gladbach noch alles, gewann Kaiserslautern (fast) alles. Daß Paßlack als Marschall-Schatten überfordert war, rächte sich für die Borussia.