Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spielnote

5,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Karlsruhe

Jentzsch 3 - B. Reich 4, Wittwer 3,5, Regis 4 - T. Ritter 4,5 , Nyarko 4, G. Metz 4,5 , M. Keller 5, Häßler 3,5 - Guié-Mien 5, Schroth 5

Schalke

Lehmann 3 - de Kock 3,5, Thon 3, Linke 3,5 - Eigenrauch 4, Látal 4,5 , Wilmots 5 , van Hoogdalem 3,5, Büskens 4,5 - Goossens 4, Eijkelkamp 5

Schiedsrichter-Team

Herbert Fandel Kyllburg

2
Spielinfo

Stadion

Wildparkstadion

Zuschauer

33.600 (ausverkauft)

Bei Karlsruhe vertrat Wittwer den gesperrten Buchwald als Libero. Reich kam für den verletzten Hengen als Manndecker in die Anfangsformation. Ritter rückte daher in das defensive Mittelfeld vor. Schalke begann mit Latal auf der rechten Außenbahn für den angeschlagenen Nemec. Dessen Platz in der Zentrale nahm Eigenrauch ein, der als permanenter Schatten Häßler auf Schritt und Tritt folgte. Als Kurz eingewechselt worden war, übernahm dieser die Aufgabe von Eigenrauch, der auf rechts weitermachte. Mit der direkten Manndeckung wurden die Entfaltungsmöglichkeiten des kleinen Spielmachers stark beschnitten. Dennoch initiierte er die einzige Chance für den Karlsruher SC, doch Schroth köpfte freistehend aus geringer Distanz am Tor vorbei (25.). Die Hauptperson permanent verfolgt und die Nebenleute entweder nicht willens oder nicht in der Lage, etwas für den Aufbau zu tun - die Angriffsbemühungen der Platzherren kamen nur selten überhaupt in ein Stadium, in dem sie im Keim erstickt werden konnten. Metz und Keller brachten über Außen nichts nach vorne, Ritter und Nyarko konzentrierten sich auf ihre Defensivaufgaben. So war der Sturm mit Guie-Mien, der auf die rechte Bahn zurückging, als Gilewicz kam, und Schroth von der Versorgung und der Beteiligung an den spärlichen Kombinationen abgeschnitten. Da die Schalker ihr primäres Ziel darin sahen, ohne Gegentor über die Runden zu kommen, fand vor ausverkauftem Haus ein Spiel nahezu ohne Höhepunkte statt, dessen Unterhaltungswert praktisch nicht vorhanden war. Die gesamte FC- Mittelfeldreihe war um Neutralität bemüht. Da keiner ein Risiko einging und Laufwege abspulte, die für Anspielstationen gesorgt hätten, aber auch bei Ballverlust die Möglichkeit einer gegnerischen Überzahl beinhaltet hätte, herrschte eine ständige Patt-Situation auf dem Rasen. Erst in den letzten 20 Minuten schien den Schalkern bewußt zu werden, daß bei einem sehr schwachen KSC mehr möglich sein könnte als ein torloses Remis. Olaf Thon schaltete sich nun das eine oder andere Mal in Aufbau und Angriff ein. Doch gute Ansätze blieben im Mittelfeld stecken, wurden nicht ausgebaut, weil die Kollegen des Liberos den Ball nicht sauber weiterverarbeiteten. Als dann Thon zweimal die Geschicke selbst in die Hand nehmen wollte, fehlte seinen Distanzschüssen die Präzision. Daß diese eigentlich wenig spektakulären Einzelaktionen Beachtung fanden, unterstreicht die Traurigkeit einer Partie, der kein Spieler einen unterhaltenden oder gar entscheidenden Stempel aufdrückte.