Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 31. Spieltag

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Fredi Bobic Sturm

2
Spielnote

2,5
Tore und Karten

1:0 Bobic (20', Balakov)

2:0 Balakov (90', Handelfmeter)

Stuttgart

F. Wohlfahrt 2 - Spanring 2,5 , Verlaat 3 , Berthold 2 - Soldo 3 , Poschner 3 , Hagner 3,5 , Haber 3, Balakov 3 - Bobic 2 , Akpoborie 3

Bochum

Th. Ernst 3 - Dickhaut 3,5 , Kracht 3, Mamic 4 - Hofmann 4, Waldoch 3,5, A. Sundermann 4,5, Wosz 4, Baluszynski 4,5 , Michalke 5 - Donkov 5

Schiedsrichter-Team

Hartmut Strampe Handorf

4
Spielinfo

Stadion

Gottlieb-Daimler Stadion

Zuschauer

32.000

Der VfB mußte gegenüber dem Europapokal-Triumph von Moskau auf einer Position verändert antreten, weil Stojkovski wegen einer Knieprellung nicht mitwirken konnte. Für ihn kam Hagner in die Mannschaft, der sich auf der linken Außenbahn rassige Duelle mit Baluszynski lieferte und für Belebung sorgte. Trainer Löw wollte möglichst wenig ändern und den Schwung aus dem Europapokal in die Bundesliga mitnehmen. Dieser Plan ging auf die Kosten von Lisztes und war erfolgreich. Der VfB startete flott. Verlaat schaltete sich häufig ein, und Balakov nutzte seine Alleinherrschaft im offensiven Mittelfeld zur Vorbereitung des Bobic-Treffers zum frühen 1:0. Klaus Toppmöller verzichtete nach dem 1:3 gegen Rostock auf Schreiber und Gülünoglu, brachte dafür Baluszynski und Donkov. Mamic und Kracht sowie Waldoch und Dickhaut tauschten die Positionen. Die beiden Manndecker kümmerten sich fest um ihre Gegenspieler, Mamic/Bobic und Dickhaut/ Akpoborie hießen die Pärchen. Flexibler spielte der VfL in den vorderen Regionen. Wosz versuchte, sich mit Läufen Richtung Außenbahn sowie Rochaden auf die rechte Seite seinem Schatten Soldo zu entziehen. Michalke wurde von Spanring übernommen, wenn er Richtung Mitte in die zweite Sturmposition zog. Doch die Stuttgarter präsentierten sich noch variabler, aggressiver, lauffreudiger, frischer. Dies führte dazu, daß Balakov nicht, wie so häufig in dieser Saison, in puncto Kreativität alleine gelassen wurde. Nicht nur Verlaat unterstützte ihn, sondern auch Spanring und Berthold rückten weit auf, bildeten so Anspielstationen und Aufbauhilfen. Doch mit zunehmender Spieldauer ließ der Elan nach, vielleicht steckten auch noch die Belastungen der Moskau-Reise vom vergangenen Donnerstag in den Knochen der VfB-Profis. Torgelegenheiten entsprangen in der Regel nicht mehr dem Kombinationsspiel, sondern Einzelaktionen. Dementsprechend kamen die Bochumer stärker auf. Der VfL schaltete schneller von Abwehr auf Angriff um. Wosz war nunmehr nicht nur emsig, sondern auch effektiv. Trainer Toppmöller erkannte die Zeichen der Zeit und wollte sie verstärken, indem er drei frische Leute brachte, deren Stärken eindeutig in der Offensive liegen. Doch die Vorteile blieben lange lediglich weitgehend optischer Natur. Die größten Chancen hatte sogar der VfB bei Kontern - bis auf Michalkes Elfmeter, den Wohlfahrt hielt.