Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 30. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Hany Ramzy Abwehr

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Labbadia (18', C. Brand)

0:2 M. Bode (82', Frings)

Hertha

Kiraly 3,5 - van Burik 4,5, Rekdal 4, Herzog 4,5 - An. Schmidt 4,5 , Mandreko 4 , Covic 4,5, Arnold 4,5 , Roy 4 - Preetz 4, A. Tchami 5

Bremen

Reck 3 - Trares 3, Todt 3 , Ramzy 2 - Wicky 3 , Eilts 3,5 , Skripnik 4 , T. Wolter 4 , C. Brand 4 - M. Bode 3,5 , Labbadia 3

Schiedsrichter-Team

Dr. Markus Merk Otterbach

2
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

57.078

Bei Hertha ersetzte Herzog als Manndecker den gesperrten Sverrisson (10. Gelbe Karte). Veit saß nach seiner Ohrverletzung erstmals wieder auf der Bank, Karl Kruse (beide Rekonvaleszenten) und Fährmann (Grippe) waren nicht einsatzfähig. Im Werder-Team agierte diesmal Trares als Libero, dafür rückte Wicky ins halbrechte defensive Mittelfeld für den gesperrten Frey (5. Gelbe Karte). Wolter erhielt auf der rechten Außenbahn den Vorzug vor Kunz, Skripnik besetzte die linke, weil Bode den neuen Angriff mit Labbadia bildete, Frings und Flo mußten auf der Bank Platz nehmen. Die Rolle von Herzog, der wegen seiner Zehprobleme erst gar nicht nach Berlin gereist war, übernahm Brand. Startschwung und Anfangsdruck der Herthaner, für den vor allem Roy verantwortlich zeichnete, erwiesen sich bald als trügerisch. Bis auf eine Vielzahl von Ecken, die allerdings anfängerhaft praktizierten wurden, sprang nichts heraus. Zwar kamen Mandreko, dessen Auswechslung zur Pause allerdings überraschte, Covic und auch A. Schmidt über die Flügel, doch den Flanken fehlte es an jeder Präzision. So standen die Bremer zwar optisch unter Druck, doch in größere Gefahr gerieten sie nicht. Ramzy und Todt besaßen die Lufthoheit gegen Tchami und Preetz, den Rest erledigten Trares und Reck. Das Führungstor verschob die Akzente. Werder, eigentlich viel zu tief in der eigenen Hälfte gestaffelt, gewann an Sicherheit. Wicky und Eilts erwiesen sich als zweikampfstärker, Labbadia und Bode nutzten die Unsicherheiten in der Berliner Abwehr. Beleg dafür: Beim zweiten Tor verlor Thom als letzter Mann (!) das Sprintduell gegen Bode, von den eigentlichen Abwehrspielern war niemand zu sehen. Hertha-Coach Jürgen Röber versuchte mit der Einwechslung von Thom zur Pause das Flügelspiel zu forcieren, doch bei seinen Bemühungen um überlegten Spielaufbauf stieß der Ex-Nationalspieler auf wenig Gegenliebe. Covic wollte nur noch mit dem Kopf durch die Wand, die anderen (erfolglos) durch die Mitte. Werder nahm das dankend und hätte nach der Pause bei mehr Konzentration in torgefährlichen Situationen (Bode, Labbadia) schon früher den Sack zubinden können. Mit dem eingewechselten Maximow schaukelten die Bremer aber den Sieg sicher nach Hause, zumal die Herthaner nur noch auf den Zufall hofften. Doch der blieb aus. Werder gewann, ohne sich die Beine ausreißen zu müssen. Das umformierte Team packte den Zipfel eines UEFA-Cup-Platzes nervenstark, für die Berliner sind noch UI-Cup-Hoffnungen vorhanden.