Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 30. Spieltag

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jonathan Akpoborie Sturm

1,5
Spielnote

1,5
Tore und Karten

1:0 Wilmots (5', Goossens)

2:0 Goossens (10', Eigenrauch)

2:1 Akpoborie (15', Poschner)

2:2 Poschner (45', Akpoborie)

3:2 van Hoogdalem (46', Látal)

3:3 Akpoborie (69', Balakov)

3:4 Verlaat (90', Balakov)

Schalke

Lehmann 5 - de Kock 4, Thon 3, Linke 5 - van Hoogdalem 3 , Nemec 3,5 , Büskens 4, Eigenrauch 2, Wilmots 2 - Goossens 3 , Eijkelkamp 3

Stuttgart

F. Wohlfahrt 2 - T. Schneider 4, Berthold 5, Verlaat 3 - Haber 4,5, Poschner 1,5 , Stojkovski 5, Lisztes 4 , Balakov 4 - Akpoborie 1,5 , Bobic 5

Schiedsrichter-Team

Edgar Steinborn Sinzig

3
Spielinfo

Stadion

Parkstadion

Zuschauer

56.200

Die Zuschauer freuten sich über zwei sehr offensiv ausgerichtete Mannschaften, die Trainer rauften sich ob der vielen Fehler in der Defensive die Haare. Die vor allem im Abschluß effektiveren Stuttgarter gewannen sehr glücklich gegen eine Schalker Mannschaft, die an der eigenen Unzulänglichkeit vor dem gegnerischen Tor und an Keeper Wohlfahrt scheiterte. Bei den Gastgebern lösten sich die Personalprobleme nahezu in Wohlgefallen auf. Neu im Team war zunächst nur Van Hoogdalem (für den später eingewechselten Latal) im defensiven Mittelfeld, dafür rückte Eigenrauch auf den rechten Flügel. Beim VfB spielte Verlaat nach Gelbsperre wieder Libero, Yakin (Muskelverhärtung) fehlte. Links mußte Hagner Stojkowski weichen. Nach zehn Minuten und der 2:0- Führung schien Schalke einem deutlichen Sieg entgegenzusteuern. Zu überlegen die zweikampf- und spielstärkeren Gastgeber, bei denen Eigenrauch, der Stojkowski mehr als einmal versetzte, über rechts machen konnte was er wollte. Im Zentrum war Wilmots, ohne Sonderbewacher, ständig anspielbar, verteilte klug die Bälle, kämpfte Haber beim 1:0 förmlich nieder. Im Sturm blieb Goossens meistens Sieger gegen Berthold. Nur langsam bekamen die Stuttgarter Ordnung in die eigenen Reihen. Erst steigerte sich Wohlfahrt, der beim 1:0 noch den Ball über die Hände gleiten ließ, zu einer meisterlichen Form. Dann trumpfte auch Poschner immer stärker auf und sprang als Spielgestalter für den diesmal wenig effektiven Balakov ein, den Van Hoogdalem glänzend im Griff hatte. Dennoch schmeichelte der Pausenstand den Schwaben, weil Schalke feldüberlegen blieb und den Rhythmus der Partie diktierte. Für Nemec, der ohne große Szenen blieb, kam nach der Pause der wesentlich wirkungsvollere Latal auf der rechten Bahn. Dafür zog Eigenrauch in die Mitte, kümmerte sich um Balakov, und das muntere Schalker Spielchen nach vorne ging weiter, nur unterbrochen durch gelegentliche Stuttgarter Vorstöße, die aber, wie schon vor der Pause, fast immer ins Ziel trafen. Nicht zuletzt, weil Linke gegen den glänzend aufgelegten Akpoborie einen schlechten Tag erwischte. Beide Abwehrchefs schalteten sich nun öfter in die Offensive ein. Thon sorgte für Linie im Spiel der im Abschluß glücklosen Schalker, auf der anderen Seite rückte Verlaat weit vor seine Deckung und sorgte nach einem Aussetzer der Schalker Abwehr (besonders Van Hoogdalem und Keeper Lehmann) für den glücklichen Siegtreffer.