Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 29. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Krisztian Lisztes Mittelfeld

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Lisztes (66', Poschner)

1:1 Polster (84', Vladoiu)

Stuttgart

F. Wohlfahrt 3 - T. Schneider 2,5, M. Yakin 3, Berthold 3 - Haber 4,5, Poschner 3, Hagner 4 , Lisztes 2 , Balakov 4 - Bobic 4, Akpoborie 3

Köln

Menger 3 - Grassow 4, K. Baumann 3, Bo. Schmidt 2,5 - D. Schuster 3, Hauptmann 3,5, Tretschok 4, Thiam 3 , Münch 4, Azizi 4,5 - Polster 2,5

Schiedsrichter-Team

Wolfgang Stark Ergolding

4,5
Spielinfo

Stadion

Gottlieb-Daimler Stadion

Zuschauer

33.000

Stuttgart startete ohne vier Stammspieler. Neben dem gesperrten Libero Verlaat fehlten Soldo (Muskelfaserriß in der Wade), Stojkovski (Adduktorenprobleme) und Djordjevic (Oberschenkelzerrung). So spielte Yakin Abwehrchef, Schneider für Spanring Manndecker, Lisztes im offensiven Mittelfeld. Zwei personelle Änderungen bei Köln gegenüber dem 2:1 über Bochum. Thiam und Grassow kamen für die gesperrten Munteanu und Cichon. Dies bedingte einige Umstellungen. Schuster begann diesmal nicht in der Abwehr, sondern als Bewacher für Balakov. Thiam hieß der Mann auf der rechten Außenbahn, so daß Hauptmann und Tretschok je eine Position weiter nach links rückten. Löws Maßnahme, mit Lisztes einen zusätzlichen kreativen Mann einzubauen, hatte optisch Erfolg. Der VfB trat wesentlich variabler und flexibler in seinen Angriffsbemühungen auf als in den bisherigen Heimspielen dieses Jahres. Daran änderte auch die Tatsache nichts, daß Schuster seinen Kontrahenten Balakov weitgehend kontrollierte. Unterstützt wurde der Aufbau immer wieder durch Schneider und Berthold, die sich häufig über die Außenpositionen einschalteten und so das Spiel aus der Mitte zogen. Diese Entwicklung unterstützte ein starker Hagner auf der linken Außenbahn. Einen Torerfolg verhinderten lange drei Faktoren: Der Paß in die Spitze war meist nicht exakt genug, bei einigen Schuß- Situationen fehlten Präzision und Glück. Was dennoch durchkam, blieb in der vielbeinigen Kölner Abwehr hängen. Doch nach vorne brachte der FC wenig. Polster wurde meist mit langen Bällen gefüttert. Der Österreicher behauptete sich oft, doch seine Kollegen rückten zu langsam und unentschlossen nach, um vielversprechende Angriffe zu initiieren. Außerdem gelang es den Stuttgartern durch hohe Aggressivität, den Ball früh wieder zurückzuerobern. Doch mit zunehmender Spieldauer ohne Torerfolg wurden die Stuttgarter hektischer. Sie verloren die Linie und versuchten immer wieder, durch die Mitte zum Erfolg zu kommen. Dies wirkte sich kontraproduktiv aus und erleichterte den Kölnern die Abwehrarbeit, die nun ihrerseits mit einigen mutigen Kontern das Tor des Gegners das eine oder andere Mal in Gefahr brachten. Doch was dem VfB in seiner guten Zeit nicht gelang, funktionierte in der eher schlechten. Der agile Lisztes erzielte den Treffer zum 1:0. Köstner versuchte, mit den offensiveren Vladoiu für Thiam noch einmal für Druck zu sorgen. Sein Kollege Löw hielt dagegen, wechselte mit Spanring für Hagner einen weiteren Abwehrmann ein. Doch die Maßnahme des Kölner Trainers hatte Erfolg, Vladoiu bereitete den Ausgleich vor.