Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 28. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Thomas Gravesen Mittelfeld

2,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 M. Bode (25', A. Herzog)

1:1 Dembinski (78', Wojtala)

2:1 Yeboah (90', Gravesen)

HSV

Butt 3 - Gravesen 2,5, Panadic 4, Hertzsch 4 - Böger 3,5 , Molata 3,5 , A. Zeyer 4,5, Hollerbach 5 , Salihamidzic 5 - Yeboah 3,5 , Weetendorf 4

Bremen

Reck 3 - Wicky 3, Ramzy 4, Todt 3 - D. Frey 3, Eilts 2,5, Kunz 3,5 , M. Bode 3,5 , A. Herzog 2,5 - Frings 4,5, Flo 4,5

Schiedsrichter-Team

Herbert Fandel Kyllburg

3,5
Spielinfo

Stadion

Volksparkstadion

Zuschauer

38.261

HSV-Trainer Frank Pagelsdorf baute um. Für Dembinski spielte Weetendorf zweite Spitze neben Yeboah. Gravesen übernahm die Libero-Rolle, seinen Job im Mittelfeld verrichtete zunächst Molata, da Kmetsch verletzt fehlte. Bremens Trainer Wolfgang Sidka mußte auf Trares (gesperrt) und Pfeifenberger (verletzt) verzichten. Wicky rückte in die Position des Abwehrchefs, während Ramzy als Manndecker auflief. Pfeifenberger ersetzte Sidka durch Frey. Die Bremer waren von Beginn an die druckvollere Mannschaft. Herzog, der sich immer wieder der Bewachung Molatas entzog, kurbelte das Spiel an, unterstützt durch die Flügelzange Kunz (rechts) und Bode (links). Eilts hielt dabei dem Bremer Regisseur gewohnt aufmerksam den Rücken frei, assistiert durch Dieter Frey. Die Hamburger hatten der Gäste-Offensive wenig entgegenzusetzen. Es fehlte die ordnende Hand, da Salihamidzic hinter den Spitzen als Impulsgeber völlig überfordert war, auch Zeyer kaum Ideen einbrachte und Hollerbach indisponiert auftrat. So sahen die HSV-Fans kaum gelungene Kombinationen ihrer Mannschaft. Alles reduzierte sich auf Einzelaktionen - Stückwerk, statt Organisation, der HSV bot vor der Pause das jämmerliche Bild eines Absteigers. Ganz anders dagegen die Weser- Hanseaten, die in Laufbereitschaft, Engagement und Zweikampfstärke deutlich überlegen waren. Doch die positive Vorstellung der Bremer beschränkte sich auf Abwehr und Mittelfeld. Im Sturm konnten sich weder Frings noch Flo entscheidend in Szene setzen und dies, obwohl die HSV-Manndecker Panadic und Hertzsch ungewohnte Unsicherten offenbarten. Doch schlugen die Gäste zuwenig Kapital aus ihrer Überlegenheit. Mit der Hereinnahme von Schnoor, Dembinski und später Wojtala wurden die Aktionen der Hamburger gefährlicher. Der Druck verstärkte sich, weil sich die Bremer ohne Andreas Herzog (er fiel verletzt aus) unverständlicherweise zurückzogen. So war der Ausgleich nur eine Frage der Zeit. Danach bäumten sich die Bremer zwar noch einmal auf, doch die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff (Flo und Frings nun von Panadic und Hertzsch so gut wie abgemeldet) blieb das große Problem. Überzeugend auf seiten der Hamburger Libero Gravesen, der sich nicht nur in der Schlußphase ständig in den Spielaufbau einschaltete und schließlich durch ein glänzendes Anspiel auf Yeboah für die glückliche Entscheidung zugunsten der Pagelsdorf-Schützlinge sorgte.