Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Georg Koch Tor

1,5
Spielnote

3
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Gladbach

Kamps 3 - Andersson 3, Paßlack 3,5, Klinkert 3,5 - Effenberg 3 , M. Schneider 4,5, Hoersen 3, Pflipsen 3, Witeczek 5 - Juskowiak 5 , Pettersson 4,5

Bielefeld

G. Koch 1,5 - Stratos 3, G. Schäfer 3,5 , A. Zafirov 3,5 - Reeb 3, J. Bode 4,5, Gerber 5 , Meißner 4 , R. Maas 2,5 - Reina 3,5, S. Kuntz 4,5

Schiedsrichter-Team

Hermann Albrecht Kaufbeuren

2,5
Spielinfo

Stadion

Bökelbergstadion

Zuschauer

30.200

Mönchengladbachs Trainer Norbert Meier wartete mit einer Überraschung auf, brachte erstmals seit Wochen Karlheinz Pflipsen wieder von Beginn an. Für ihn mußte Lupescu auf die Bank. Hoersen ersetzte Hochstätter (Muskelfaserriß). Er rückte auf die rechte Seite, Paßlack in die Manndeckung, Effenberg übernahm die zentrale Defensivposition. Bielefeld mußte kurzfristig auf Sternkopf (Innenbandverletzung) verzichten, Maul fehlte wegen einer Knieverletzung, Rydlewicz und Daei wegen Sperren. So besetzten Gerber (links) und Bode (rechts) die Außenbahnen, Reeb rückte nach innen. Mönchengladbach begann elanvoll und mit großen Siegeswillen. Angetrieben vom Duo Pflipsen/ Effenberg spielte sich die Borussia schon früh Chancen heraus. Früh allerdings ließ sie erkennen, woran es an diesem Tag krankte: Weder die linke Bahn mit Witeczek (ganz schwach) noch die rechte mit Hoersen (zumindest in der Rückwärtsbewegung akzeptabel) war an diesem Tag effektiv genug besetzt, um die vielbeinige Abwehr der Arminen auszuhebeln. Die Bielefelder versuchten gleich zu Beginn mit Härte den Spielfluß der Borussen zu stören, legten ihre Angriffe immer nach dem gleichen Strickmuster an: Lange Bälle, meist auf Reina, sollten Löcher in die Gladbacher Abwehr reißen. Allerdings scheiterten diese Bemühungen meist an der Kompromißlosigkeit der Borussen-Deckung oder aber an der eigenen Abschlußschwäche. Daß Reina trotzdem für Entlastung sorgen konnte, lag an der mangelhaften Dekungsarbeit von Schneider und Witeczek, die es nicht schafften, ihm die Paßwege zuzustellen. Nach dem berechtigten Platzverweis für Juskowiak änderten beide Teams zwangsläufig die Taktik: Gladbach griff nur noch mit einer Spitze an, Pflipsen und Effenberg rückten nach vorne. Zafirov blieb bei Bielefeld als einziger Manndecker, Alder (er kam für den rotgefährdeten Schäfer) sollte fortan Pflipsens Kreise einengen (gelang nicht immer), Bagheri im Mittelfeld die Spitzen unterstützen. Dies blieb allerdings Makulatur, weil Bielefeld nie konsequent aufrückte, die zahlenmäßige Überlegenheit nicht ausspielte. Die Außen wurden vernachlässigt, die Stürmer waren weitgehend vom Nachschub abgeschnitten. Mönchengladbach nahm diese Einladung zur Attacke nach einer kurzen Auszeit an, stand mehrere Male (Klinkert, Pflipsen, Pedersen) sogar kurz vor dem Siegtreffer, den vor allen Dingen Koch mit seinen Reaktionen verhinderte und so dafür sorgte, daß Bielefelds Zurückhaltung nicht bestraft wurde.