Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jens Jeremies Mittelfeld

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Hobsch (45', Borimirov)

2:0 Ouakili (54', Stevic)

TSV 1860

B. Meier 3 - Kientz 2,5, Greilich 3,5, Jeremies 2 - Stevic 3,5, Zelic 3,5 , Borimirov 3, Ouakili 3 , Heldt 3,5 - Hobsch 2,5 , B. Winkler 3

Gladbach

Kamps 3 - Andersson 4, Klinkert 4, Hochstätter 3 - Paßlack 5, M. Schneider 4,5 , Witeczek 5, Lupescu 5, Effenberg 4 - Juskowiak 4, Pettersson 5,5

Schiedsrichter-Team

Edgar Steinborn Sinzig

3
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

30.300

Werner Lorant schickte zum vierten Mal in Folge die gleiche Anfangsformation ins Rennen. Sein Kollege Norbert Meier nahm gegenüber dem 0:0 gegen Bremen eine Änderung vor: Klinkert kam nach seiner Gelb- Sperre als Manndecker wieder in die Mannschaft. Dafür rückte Paßlack auf die rechte Außenbahn, Hoersen saß auf der Bank. Die taktischen Vorgaben auf beiden Seiten waren sehr ähnlich. In beiden Mittelfeldreihen gab es einen offensiven und einen defensiven Mittelfeldspieler. Die Pärchen: Effenberg/Zelic und Ouakili/Schneider. Lupescu und Stevic stellten eine Mischform dar. Beide Liberos agierten vor ihren Deckern, wobei Jeremies insgesamt leicht tiefer stand als Kollege Hochstätter, aber immer schnell den Zweikampf aufnahm, ihn häufig gewann und das Spiel dann immer wieder mit energischen und langgezogenen Sprints nach vorne trieb. Hochstätter bewegte sich immer weit vor seiner Abwehr und schaltete sich selten mit nach vorne ein. Aus einer solchen Situation entsprang die einzige Chance der Borussia, als Juskowiak mit einem Drehschuß nur die Oberkante der Latte traf (7. Minute). Dies blieb das einzige Lebenszeichen eines stark abstiegsbedrohten Teams, das sich kaum wehrte. Effenberg, von einer Magen-und-Darm-Erkrankung geschwächt, forderte bis zu seiner Auswechslung wenigstens die Bälle, bot sich an, arbeitete, blieb aber unter dem Strich ohne Effekt. Erschreckend die Defizite auf den Außenbahnen, wo besonders Witeczek eklatante Schwächen in der Rückwärtsbewegung demonstrierte, ohne diese durch gelungene Angriffsaktionen kompensieren zu können. So konnten die Münchner ihre Stärken gewinnbringend umsetzen, auch wenn sie nicht glänzen mußten, um sich gegen einen direkten Konkurrenten Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Borimirov flankte vor dem 1:0 von außen auf Hobsch, der knapp vor Klinkert an den Ball kam und direkt einschoß. Vor dem Freistoß, der zum 2:0 führte, wurde der Bulgare gefoult. Nach 25 Anfangsminuten, in denen 1860 noch nicht dominierte, aber auch nur einmal in Gefahr kam, wurden die Kräfteverhältnisse eindeutig. Jeder Spieler beherrschte seinen persönlichen Gegner klar, der TSV gewann mit weitem Abstand die meisten Zweikämpfe. Vor allem als Hochstätter verletzungsbedingt ausscheiden mußte (Lupescu übernahm die Rolle des Abwehrchefs, Wynhoff agierte halblinks offensiv), wurde die Überlegenheit der 60er eindeutig. Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können, wenn die Münchner ihre Kontermöglichkeiten in der Schlußphase konsequenter und präziser zu Ende gespielt hätten.