Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 27. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Dieter Eilts Mittelfeld

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Flo (45', A. Herzog)

2:0 Kunz (61')

2:1 Dammeier (64', Foulelfmeter, Meissner)

3:1 Flo (84', Trares)

Bremen

Reck 4 - Trares 3,5 , Wicky 3, Todt 3 - Eilts 2, Kunz 2,5 , Pfeifenberger 2,5, M. Bode 4, A. Herzog 3 - Frings 4 , Flo 2,5

Wolfsburg

U. Zimmermann 5 - Ja. Jensen 4, J. Keller 5, M. Kovacevic 2,5 - Kryger 3, Dammeier 3 , Stammann 4 , Kapetanovic 3,5, Reyna 5 - Stevanovic 4 , Präger 3

Schiedsrichter-Team

Jörg Keßler Höhenkirchen

2
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

31.363

Bremens Trainer Sidka brachte Kunz für den verletzten Frey auf der rechten Außenbahn und Wicky für Ramzy als Manndeker. Wolfsburgs Interimscoach Erkenbrecher setzte auf Keller, der seine Gelb-Sperre abgesessen hatte, als Libero. Kovacevic rückte wieder in die Manndekerposition. Der genesene Reyna löste Spies in der Spielmacherrolle ebenso ab, wie in vorderster Front Stevanovic Tyskiewicz. Für den kurzfristig ausgefallenen Ballwanz rückte Dammeier ins zentrale Mittelfeld. Seine Position auf der linken Seite übernahm Stammann, während rechts Kapetanovic Greiner ersetzte. Diese gegenüber dem KSC-Spiel völlig veränderte Mannschaft versuchte, die Bremer erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Dabei setzte Erkenbrecher auf Manndeckung. Jensen gegen Flo, Kovacevic gegen Frings, Kryger gegen Herzog und Dammeier gegen Pfeifenberger - die Aufgaben waren klar verteilt. Auf den Außenbahnen sollten rechts Kapetanovic und links Stammann die Offensivvorstöße Bodes und Kunz' unterbinden. Außerdem spielte Libero Keller oft vor der Abwehr, um das Abfangnetz für die Hanseaten noch engmaschiger zu knüpfen. Die Hausherren, angetrieben von Herzog und Pfeifenberger, waren optisch überlegen, doch kam der letzte Paß oft zu ungenau, um die Stürmer Frings und Flo in Szene zu setzen. Außerdem wurde anfangs das Flügelspiel noch zu sehr vernachlässigt. Das auf Spielkontrolle und Konterfußball ausgerichtete Konzept der Wolfsburger wirkte schlüssig, wurde aber durch individuelle Fehler (Torwart Zimmermann, Libero Keller) ausgehebelt. Durch Flos Führungstreffer wurde das Spiel interessanter, weil die Bremer nun mehr Räume bekamen. Wolfsburg drängte auf den Ausgleich und lockerte die Fußfesseln. Auch gestalteten die Bremer ihr Spiel jetzt mehr über die Außen. Bode und vor allem Kunz wurden viel öfter gesucht und damit das Abwehrgeflecht um Keller und Co. entzerrt. Die zeitweilig zu nervös agierenden Wolfsburger, die in Reyna einen überforderten Spielmacher besaßen, schöpften nach dem Anschlußtreffer Mut. Spies kam für Reyna, später Breitenreiter für Stevanovic. Dadurch erhöhte sich zwar der Druck, doch bis auf eine Freistoßchance durch Spies sprang nichts heraus. Reck, der während der gesamten Partie unsicher wirkte, parierte den Schuß und raubte den Wolfsburgern die letzte Hoffnung. Am Ende sorgte dann der überzeugende Flo (Frings fand nicht so recht ins Spiel) für die Entscheidung.