Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 26. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Andreas Menger Tor

2
Spielnote

3
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Köln

Menger 2 - K. Baumann 3, Bo. Schmidt 3 , D. Schuster 3 - Cichon 3,5, Thiam 4 , Tretschok 2,5, Munteanu 3, Münch 4 - Polster 3,5 , Azizi 3

Rostock

Pieckenhagen 2 - Rehmer 3 , Weilandt 3, Gansauge 5 - Bosz 3,5, T. Lange 2,5 , Dowe 3, Studer 5 , Barbarez 2,5 - Pamic 4,5 , Majak 4

Schiedsrichter-Team

Bernd Heynemann Magdeburg

4,5
Spielinfo

Stadion

Müngersdorfer Stadion

Zuschauer

27.000

Nulldiät im Müngersdorfer Stadion! Ein Remis, das beiden Teams kaum weiterhilft. Köln spürt weiterhin das Abstiegsgespenst im Nacken, während Rostock zwar Dortmund überholte, jedoch immer noch fünf Punkte Rückstand auf den letzten UEFA-Cup-Platz aufweist, den derzeit der VfB Stuttgart einnimmt. Kölns Trainer Lorenz Köstner mußte auf seinen Abwehrchef Hauptmann wegen einer Gelb- Roten Karte verzichten. Für den Kapitän rückte Baumann auf den Liberoposten, Cichon kam neu ins Team und spielte im defensiven Mittelfeld gegen Barbarez. Der hatte zuletzt (bei Hansas 1:2 gegen Leverkusen) im Angriff gespielt, wurde jedoch von Coach Lienen ins offensive Mittelfeld zurückgezogen. Barbarez agierte auf Micevskis Stelle, für den Majak ins Team genommen wurde, allerdings als Stürmer neben Pamic. Die beiden Hansa-Torjäger wurden wie Barbarez in direkte Manndeckung genommen. Schmidt wich nicht von Majak, Schuster nahm sich ausschließlich Pamics an. Und Baumann interpretierte den Liberoposten sehr defensiv, stand meist fünf, sechs Meter hinter seinen Manndeckern. Was sich positiv auswirkte: Immerhin war dies schon das dritte Spiel in Folge zu-Null! Die Rostocker Deckung zeigte sich ähnlich erfolgreich, aber variabler, übergab die beiden Kölner Angreifer Polster und Azizi. In den ersten 25. Minuten hatte Rostock klar mehr vom Spiel, ohne jedoch zu Chancen zu kommen. Die Hanseaten eröffneten meist über Rehmer das Spiel, trugen es über Lange und Barbarez nach vorne. Folge: Fast ausschließlich ging bei Rostock über rechts die Post ab, auch deshalb, weil Münch Defensivschwächen offenbarte. Zur Pause reagierte Lienen, nahm die schwachen Gansauge und Studer raus, brachte Micevski (halblinks als Offensiv- Pendant zu Barbarez) und Yasser (rückte auf die rechte Seite der Abwehrkette, Rehmer ging nach links). Dowe übernahm die linke Außenbahn, Weilandt rückte vor seine Decker, versuchte so Druck auszuüben. Rostock also insgesamt bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen. Das gelang nicht nur optisch, Rostock hatte alle Chancen nach der Pause. Mehr Mut war nach der ersten Halbzeit auch nötig, denn der FC hatte nach einem Schuß Tretschoks (25.) bis zum Wechsel klare Feldüberlegenheit. Selbst die erzwungene Einwechslung von Fensch (übernahm die rechte Seite für den am Knie verletzten Thiam) brachte den 1. FC Köln nicht aus dem Konzept. Pech für das Köstner-Team, daß ein korrektes Tor durch Polster wegen Abseits nicht anerkannt wurde.