Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jörgen Pettersson Sturm

2
Spielnote

3
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Gladbach

Kamps 2 - Paßlack 3, Andersson , Hochstätter 3 - M. Schneider 3, Lupescu 3,5, Hoersen 3,5, Witeczek 2,5 , Effenberg 2 - Juskowiak 4 , Pettersson 2

Bremen

Reck 2 - Trares 3, Ramzy 6, Todt 3,5 - Eilts 3 , D. Frey 4 , Pfeifenberger 5, M. Bode 4,5, A. Herzog 4 - Frings 5, Flo 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Markus Merk Otterbach

3
Spielinfo

Stadion

Bökelbergstadion

Zuschauer

28.000

Gladbach mit nur einer Umstellung gegenüber dem 5:2 in Karlsruhe: Für den gelbgesperrten Klinkert spielte Andersson. Werder-Trainer Sidka änderte sein Team vom 1:1 gegen Kaiserslautern auf vier Positionen. Rückkehrer Ramzy vertrat in der Abwehr den gesperrten Wicky; Bode, Frey und Frings ersetzten Skripnik, Kunz und Brand in der Anfangsformation. Von Beginn an setzten die Gladbacher die Norddeutschen gehörig unter Druck. Die Schaltstelle war Effenberg, dessen Aktionsradius das gesamte Spielfeld umfaßte. Der Gladbacher Lenker glänzte mit langen Pässen ebenso wie mit kurzen, die wie Nadelstiche den Bremer Dekungsverbund ein ums andere Mal in Verlegenheit stürzten. Weder Frey und Eilts abwechselnd noch Eilts alleine, der Effenberg später an die kurze Leine nahm, konnten den Regisseur effektiv stören. Auf der linken Außenbahn drang Witeczek ein ums andere Mal bis zur Grundlinie durch. Im Sturm arbeitete Pettersson mit großem Einsatz, war von Ramzy nicht zu halten. Bremen, mit Frings und dem etwas zurückgezogenen Flo eigentlich offensiv ausgerichtet, hatte große Probleme im Spielaufbau. Herzog, ohne direkten Gegenspieler, wich zwar immer wieder auf die Flügel aus, konnte dennoch nur wenige Impulse setzen. Neben dem indisponierten Ramzy leistete sich vor allem Pfeifenberger im rechten Mittelfeld einige Aussetzer. Nach dem Platzverweis für Andersson stellte Sidka um: Frey und Pfeifenberger tauschten die Position, ohne große erkennbare Wirkung. Auch in Überzahl legten die Bremer ihre pomadige Spielweise nicht ab, setzten mehr und mehr auf Konter, die aber nur selten zum Abschluß gebracht wurden. Spätestens nach Herzogs verletzungsbedingter Auswechselung ging jegliche Kreativität verloren. Brand konnte jedenfalls nicht in die Fußstapfen des Österreichers treten. Gladbachs enorme Zweikampfstärke glich die personelle Unterlegenheit locker aus. Trainer Meier beorderte nach Anderssons Notbremse gegen Frings Lupescu in die Abwehr, nahm mit Juskowiak einen Stürmer raus, brachte mit Pflipsen einen offensiven Mittelfeldspieler, der wenig Bindung zum Spiel fand, kaum Akzente setzen konnte. Phasenweise spielten die Borussen in der Folgezeit Alles oder Nichts. Auch Libero Hochstätter schaltete sich pausenlos in die Angriffe mit ein. Allerdings klaffte häufig eine zu große Lücke zwischen der Offensivabteilung (Pettersson, Pflipsen und Effenberg) und dem defensiven Mannschaftsteil. Und fast wäre der Schuß noch nach hinten losgegangen, aber Hoersen rettete bei einem Todt-Kopfball auf der Linie (80.). Ein Bremer Treffer hätte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.