Bundesliga Analyse

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Georg Koch Tor

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Leverkusen

Heinen 3 - Wörns 2,5, Happe 3, Nowotny 3 - Ramelow 3, Heintze 4 , Emerson 3 , Beinlich 4,5, Lehnhoff 4,5 - Rink 4, Kirsten 4

Bielefeld

G. Koch 2 - Stratos 4, G. Schäfer 3, A. Zafirov 3 - Meißner 3, R. Maas 3 , Reeb 2, Sternkopf 3 , Breitkreutz 4 - S. Kuntz 3 , Reina 3,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Markus Merk Otterbach

2
Spielinfo

Stadion

Ulrich-Haberland-Stadion

Zuschauer

22.500 (ausverkauft)

Leverkusen erstmals in diesem Jahr mit dem Brasilianer Emerson, für den Skammelsrud weichen mußte. Rink begann auf der Position des verletzten Meijer. Gleich mit fünf Änderungen wartete Bielefelds Trainer Middendorp auf, der seine Mannschaft zudem taktisch neu ordnete. Für Silooy, Gerber, Bagheri, Daei (Bank) und Rydlewicz (verletzt) brachte er Debütant Zafirov, Schäfer, Sternkopf, Breitkreutz und Reina. Die neue Rollenverteilung: Zafirov und Schäfer bildeten die Manndekung, Meißner und Maas besetzten das defensive Mittelfeld, Sternkopf (rechts) und Reeb (links) die Außenbahnen. Breitkreutz agierte in der Schaltzentrale hinter den Spitzen Reina und Kuntz. Leverkusen in der taktischen Autstellung wie gewohnt - allerdings schafften es die Platzherren nicht, dem Gegner ihr Konzept aufzuzwingen. Entscheidend: Bielefeld stellte geschickt die Flügel zu, Reeb gewann das Duell gegen Lehnhoff, Sternkopf beschäftigte Heintze mehr als dem lieb sein konnte. Einzig Christian Wörns und Emerson vermochten in der ersten Hälfte, über die rechte Seite Gefahr herauf zu beschwören. Weil von den Außen wenig kam und in der Mitte drangvolle Enge herrschte (Arminia verschaffte sich immer wieder Überzahl in Ballnähe durch geschicktes Einrücken von den Halbpositionen in die Zentrale), waren die Stürmer weitgehend vom Nachschub abgeschnitten, nur bei Standardsituationen gab es für Koch einige problematische Situationen zu meistern. Die Ostwestfalen verlegten sich freilich nicht nur auf das Zerstören Leverkusener Spielkultur, suchten ihrerseits den Weg nach vorne. Unterstützt von Reeb und Maas auf der linken Seite kreuzten Reina und Kuntz einigemale gefährlich vor Heinens Tor auf, auch Sternkopf gefiel rechts durch couragierte Flügelläufe. Mit zunehmender Spieldauer agierten die Leverkusener immer hektischer und unsicherer, stellten das Kombinationasspiel fast völlig ein, packten am Ende die Brechstange aus. Doch die meist hoch in den Strafraum geschlagenen Bälle waren meist sichere Beute der Arminia-Abwehr, die nach Zafirovs Feldverweis noch durch Stefan Kuntz verstärkt wurde. Für ihn stießen nun abwechselnd Reeb und Bagheri neben Reina und später Daei in die Spitze. Bielefelds Angriffsbemühungen waren zwar nicht von Erfolg gekrönt, stellten die mitunter konfusen Leverkusener aber mehr und mehr vor Probleme. Fazit: Ein Spiel, daß zumindestens in der ersten Halbzeit bewies, daß torlose Begegnungen nicht langweilig sein müssen. Die aufkommende Hektik nach der Pause übertünchte den guten Eindruck dann allerdings.