Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Thomas Linke Abwehr

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Linke (34', Látal)

1:1 Gravesen (70')

HSV

Butt 3 - Gravesen 2,5 , Panadic 4, Hertzsch 4 - Kmetsch 4, Wojtala 4 , A. Zeyer 3,5 , Hollerbach 4,5 , Spörl 3,5 - Dembinski 5 , Weetendorf 3

Schalke

Lehmann 3 - Thon 2,5, de Kock 3,5, Linke 2 - van Hoogdalem 4, Látal 3 , Nemec 3 , Büskens 4, Wilmots 3 - Max 4 , Eijkelkamp 2,5

Schiedsrichter-Team

Edgar Steinborn Sinzig

2
Spielinfo

Stadion

Volksparkstadion

Zuschauer

36.304

Ein unter dem Strich gerechtes Unentschieden, das beiden Mannschaften für das Erreichen ihres Saisonzieles nur unwesentlich weiterhilft: Schalke vergab die Chance, im Rennen um die UEFA-Cup-Qualifikation seinen Platz zu festigen, Abstiegskandidat Hamburg blieb im nunmehr siebten Heimspiel in Folge seit Mitte Oktober 1997 sieglos. Beim HSV ersetzte überraschend Wojtala auf rechts den verletzten Fischer, Weetendorf stürmte für den ebenfalls nicht einsatzfähigen Salihamidzic. Auf Schalker Seite nur eine Umstellung: Van Hoogdalem nahm wieder die Position von Müller im defensiven Mittelfeld ein. Schalke zunächst wie gewohnt zurückhaltend und mit dem Versuch, über viele Stationen Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bringen. Die Gastgeber bemühten sich zunächst ebenfalls, die eigene Verteidigung zu ordnen. Trainer Pagelsdorf setzte dabei auf klare Zuteilungen: Panadic gegen Eijkelkamp und Hertzsch gegen Max in der Abwehr, dazu Zeyer und Kmetsch im Mittelfeld gegen Nemec und Wilmots. Lediglich Spörl besaß als Gegenüber von Van Hoogdalem etwas Freiraum nach vorne. Aus dieser Statik heraus gelang den Hanseaten zunächst nur wenig Produktives. Etwas besser die Gelsenkirchener, die sich im Verlauf der ersten Halbzeit Feldvorteile erarbeiteten. Wenig Arbeit für die Verteidiger, von denen sich daher besonders Linke oft gekonnt in die Offensive einschaltete. Auch Libero Thon beteiligte sich, obwohl nicht ganz fit, am Aufbau, fand hierfür im Kombinationsspiel brauchbare Partner vor allem im laufstarken Nemec und dem hinter den Spitzen spielenden Wilmots, der seinen Bewacher Kmetsch klar ausstach. Dem Spiel fehlte dennoch, wohl auch bedingt durch den böigen Wind und die aufziehenden Schneeschauer im Volkspark, die Klasse. Spannend wurde es nur nach Standards, nicht zufällig daher auch das 0:1 ein Kopfballtor Linkes nach einem Freistoß von rechts. Die technische und spielerische Überlegenheit der Schalker schien bis in den zweiten Durchgang hinein für drei Punkte gegen die nervösen, angeschlagenen Hamburger auszureichen. Diese fanden zu keiner Zeit zu einem echten Spielfluß, setzten mit drei frischen Kräften aber mehr und mehr auf Kampf, wobei sich Libero Gravesen als Impulsgeber aus der allenfalls durchschnittlichen Mannschaftsleistung hervorhob. Mit Erfolg: Schalke, das den Kampf nicht aufnahm, ließ sich das optische Übergewicht nehmen und mußte nach dem Ausgleich sogar noch bangen.