München: Kroos plant nächsten Schritt

Butt wechselt zu den Bayern

Jörg Butt

Seine Rückkehr in die Bundesliga ist perfekt: Jörg Butt. imago

"Wir sind sehr glücklich über diesen Transfer, denn Jörg Butt passte mit seiner internationalen Erfahrung genau in unser Anforderungsprofil", so Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Zuvor war bekannt geworden, dass Butt seinen Vertrag mit Benfica in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst hatte. Damit ist der 34-Jährige ablösefrei. Butt, der in Lissabon nicht über die Reservistenrolle hinausgekommen war, hatte bei den Portugiesen ursprünglich noch einen Vertrag bis 2009, nun ist die Rückkehr in die Bundesliga perfekt. Insgesamt absolvierte Butt 324 Partien für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen, dabei war er 26-mal per Elfmeter erfolgreich. In München wird er nach Oliver Kahns Abschied als Nummer zwei hinter der neuen Nummer eins Michael Rensing benötigt. "Jörg Butt soll vor allem unseren jungen Torwart Michael Rensing in dessen Entwicklung unterstützen", bestätigte Rummenigge Butts Rolle bei den Münchnern. Butt ist damit der älteste Profi im neuen Kader des Meisters. Der jüngste wird wieder Toni Kroos sein. 18 ist er im Januar geworden und durfte unter Ottmar Hitzfeld in der vergangenen Saison in drei Wettbewerben immerhin 20-mal ran, 14-mal als Joker. "Es war ein super Jahr für mich", meint der Youngster. Es begann mit der U-17-WM in Südkorea, bei der er mit Deutschland Dritter und selbst zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Dann folgten die ersten Highlights im Klub: ein Tor und ein Assist in Belgrad, zwei Vorlagen zum Bundesliga-Debüt gegen Cottbus, das er als jüngster Bayern-Spieler aller Zeiten gab. Herausragende Technik, starke Pässe - der Spielmacher, als künftige Nummer 10 eingeplant, gefiel sofort.

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Jetzt aber solls erst richtig losgehen. "Natürlich gilt es für mich, im Training Gas zu geben", sagt Kroos brav. Ehrgeizige Ziele verfolgt er trotzdem: "Ich möchte mehr Einsätze, immer mehr, bis ich es zum Stammspieler geschafft habe." 2012 erst endet der aktuelle Vertrag des Greifswalders, bis dahin will er den großen Durchbruch geschafft haben. "Toni", prophezeit Hitzfeld schon jetzt, "wird irgendwann Nationalspieler. Er ist ein Vollblutfußballer mit einem sehr guten Instinkt. Er macht auf dem Platz immer das Richtige, ohne dass man ihm etwas sagen muss."

Dass es im ersten Klinsmann-Jahr bei der riesigen Konkurrenz im Mittelfeld nicht leicht wird, ist klar. Aber noch zeigt sich Kroos geduldig. Seine Einsätze soll er sich auch künftig in der zweiten Mannschaft holen, die in der 3.Liga starten wird. Zwölfmal war er 2007/08 in der Regionalliga am Ball. Drei Tore und einige gute Spiele hat er dort gemacht.