Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jens Lehmann Tor

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Hristov (9', Sforza)

1:1 van Hoogdalem (58')

Schalke

Lehmann 2 - Thon 3,5, de Kock 4, Linke 3 - van Hoogdalem 3,5 , Nemec 4, Büskens 4, Látal 3 , Wilmots 2,5 - Goossens 5 , Max 4,5

K'lautern

Reinke 5 - Kadlec 3, H. Koch 3, Schjønberg 2,5 - R. Lutz 3 , Roos 3, Reich 4,5 , Buck 4 , Sforza 4 - Marschall 4,5, Hristov 3

Schiedsrichter-Team

Winfried Buchhart Schrobenhausen

3,5
Spielinfo

Stadion

Parkstadion

Zuschauer

51.600

Huub Stevens brachte im rechten Mittelfeld wie erwartet Latal (nach Leistenoperation) für Held, vertraute in der Offensive aber auf die gewohnte Variante mit zwei Spitzen vor Wilmots. Goossens erhielt den Vorzug gegenüber Klujew, der nach der Vorbereitung an der Seite von Wilmots hinter nur einer Spitze eigentlich im Vorteil schien gegenüber dem Belgier. Otto Rehhagel überraschte mit der Nominierung von Lutz (nach Muskelbündelriß) als Sonderbewacher für Wilmots. Brehme blieb auf der Tribüne, die verletzten Wagner (Oberschenkelprobleme) und Kuka (Schnittwunde am Fuß) wurden von Hristov und Reich vertreten. Lauterns linke Seite war zunächst die Schwachstelle, weil Reich einige Male gegen Latal nicht aufpaßte. Schjönberg war in der Anfangsphase doppelt gefordert durch die Nachlässigkeiten seines Vordermannes. Unter den tückischen Bodenverhältnissen mit weichen und knallhart gefrorenen Stellen litten beide Teams gleichermaßen. Ein kontrollierter Spielaufbau war nicht möglich. Eine der wenigen Kombinationen schloß Hristov mit dem Führungstor ab, als Gegenspieler De Kock unentschlossen reagierte. Mit dem Vorsprung im Rücken erkämpfte sich der Tabellenführer in der ersten Hälfte ein leichtes Übergewicht. Die besseren Chancen aber hatte schon zu diesem Zeitpunkt der UEFA-Cupsieger. Doch Wilmots (4.) und Max (25., 35.) vergaben in aussichtsreicher Position überhastet. Schalke verstärkte mit Wiederbeginn die Offensivbemühungen, brachte die "Roten Teufel" nun gehörig in Bedrängnis. Und hatte Glück, als Lehmann gegen Hristov (52.) die Niederlage abwendete. Weil Lutz mit Gelb vorbelastet war, ersetzte Rehhagel den Routinier durch Talent Ballack. Gegen den U 21-Nationalspieler konnte sich Wilmots nun wesentlich besser entfalten. Kaiserslautern verlor aber nicht nur durch diese Umstellung vorübergehend völlig den Faden. Die Pfälzer fanden kein Mittel, durch Konter für notwendige Entlastung zu sorgen. Schalkes Ausgleich durch Van Hoogdalems haltbaren Hinterhaltschuß war hochverdient. Thon & Co. versäumten jedoch, nach dem 1:1 einem angeschlagenen Gegner durch energisches Nachsetzen den K. o. zu verpassen. Als Schjönberg dem enteilten Latal den Ball in letzter Sekunde vom Fuß spitzelte (67.), war es vorbei mit dem Angriffsschwung des Tabellenfünften. Der begnügte sich zu früh mit dem Teilerfolg, hätte für diese Einstellung beinahe noch die Quittung erhalten. Doch Sforza (89.) versprang bei freier Schußbahn im Strafraum der Ball auf dem rutschigen Geläuf. Vom Schweizer war ansonsten wenig zu sehen. An Sforza lief das Spiel ähnlich vorbei wie an Thon.