Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Andreas Thom Sturm

2
Spielnote

4,5
Tore und Karten

1:0 Thom (2', Karl)

Hertha

Kiraly 2,5 - Herzog 2, Karl 2,5, Sverrisson 2,5 - An. Schmidt 4, Veit 4, Mazingu-Dinzey 4, Covic 5 , Arnold 4 - Preetz 3,5 , Thom 2

Wolfsburg

U. Zimmermann 4 - J. Keller 4, Kryger 5 , M. Kovacevic 4,5 - F. Greiner 4, Dammeier 4, Novotný 5 , Kapetanovic 4,5, Reyna 3,5 - Präger 4,5, Breitenreiter 4,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

2,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

40.179

Durch den Ausfall von Libero Rekdal (Haarriß im Wadenbein) mußten die Berliner kräftig umbauen. Karl übernahm die Abwehrregie, während der zunächst nur für die Ersatzbank vorgesehene Andreas Schmidt wieder als Reyna-Bewacher ins Mittelfeld zurückkehrte. Vorne im Angriff gab Neueinkauf Thom sein (starkes) Debüt. Die Wolfsburger traten ebenfalls mit einem neuen Gesicht an. Der Ex-Hamburger Breitenreiter spielte als zweite Spitze neben Präger. Überdies gab Kapetanovic auf der rechten Außenbahn nach viermonatiger Verletzungspause sein Comeback. Greiner rückte dafür auf halbrechts. Deering und Stevanovic, im letzten Spiel vor der Winterpause noch in der Anfangself, blieben zunächst draußen. Die Schlüsselszene in der insgesamt an spielerischen Höhepunkten armen Auftaktpartie fand bereits in der zweiten Minute statt, als Karl die gesamte VfL-Abwehr mit einem Paß in die Tiefe übertöpelte und Thom den gegnerischen Versuch einer Abseitsfalle eiskalt bestrafte. Reimanns taktisches Konzept wurde so frühzeitig über den Haufen geworfen. Das Wolfsburger Spiel von hinten heraus war gerade in der Anfangsphase von zahlreichen Unsicherheiten (Kryger, Keller u.a.) geprägt. Herthas Abwehr ließ dagegen insgesamt kaum einmal nennenswerte Tormöglichkeiten zu. Herzog hatte Breitenreiter gut im Griff, der bezeichnenderweise seine stärkste Szene bei einem Paß aus dem Mittelfeld heraus hatte. Präger kam gegen Sverrisson ebenfalls nicht zum Zuge. Am Ende wechselte der quirlige VfL-Torjäger auf die andere Seite zu Herzog, wo er sich bessere Möglichkeiten ausrechnete. Die einzig echte Torchance besaß jedoch erst der eingewechselte Stevanovic (88.) mit einem Lattenschuß. Als weiteres Manko der seit fünf Spielen sieglosen Gäste erwies sich die Flügelschwäche. Rechts lieferte der durchaus eifrige Kapetanovic viel zu ungenaue oder zu kurze Flanken. Auf der linken Seite war von Novotny kaum etwas zu sehen - und wenn, dann wurde er freistehend oft schlichtweg von Reyna übersehen. Für Novotny brachte Reimann später Ballwanz auf halblinks, Dammeier übernahm dafür die Außenvertretung. Die Berliner verdienten sich bei ihrem insgesamt verdienten Heimerfolg Marke Arbeitssieg nicht gerade einen Schönheitspreis. Dazu fehlte beim Winterstart noch zu sehr eine erkennbare klare Linie - neben der überzeugenden Abwehrleistung funktionierte aber das Zusammenspiel mit Thom bereits überraschend gut. Der schnelle Antritt und die Kombinationsstärke des Ex-Leverkuseners deuteten bereits an, daß Hertha künftig in der Offensive schwerer auszurechnen sein wird.