Bundesliga Analyse

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Anton Polster Sturm

1
Spielnote

2,5
Tore und Karten

1:0 Polster (7', Munteanu)

2:0 Polster (17', Azizi)

2:1 Herrlich (20', Ricken)

2:2 Chapuisat (50', Heinrich)

3:2 Azizi (62', K. Baumann)

4:2 Polster (76', Munteanu)

Köln

Menger 2 - Hauptmann 2,5, Bo. Schmidt 3, Grassow 3,5 - Thiam 2,5 , K. Baumann 3, D. Schuster 3,5, Tretschok 3, Munteanu 3 - Azizi 2 , Polster 1

Dortmund

Klos 4 - S. Reuter 5, Feiersinger 5, Kree 5 - S. Freund 4, Ricken 3, Paulo Sousa 3, Heinrich 4, Möller 4 - Herrlich 3,5 , Chapuisat 4

Schiedsrichter-Team

Edgar Steinborn Sinzig

2
Spielinfo

Stadion

Müngersdorfer Stadion

Zuschauer

33.000

Der 1. FC Köln mit einer Änderung gegenüber der Vorwoche: Grassow debütierte in der Manndeckung, Baumann nahm die zentrale Position im defensiven Mittelfeld ein, Cichon mußte auf die Bank. Dortmund ersetzte aus der Mittwoch-Formation But, Kirovski und Reinhardt, für sie begannen Sousa, Heinrich und Chapuisat. Die Kölner zogen sich von Beginn an zurück, überließen dem Weltpokalsieger das Mittelfeld, suchten aus einer massierten Abwehr ihr Heil im Konterspiel. Die beiden Manndecker blieben strikt bei ihrem Gegenspieler (Grassow/Herrlich, Schmidt/ Chapuisat), Baumann beackerte Möller, Tretschok versuchte (nicht immer mit Erfolg) Sousas Kreise einzuengen, Thiam und Schuster verbauten auf den Außenbahnen Heinrich und Freund bzw. Ricken den Weg. Fußball aus der Mottenkiste also - aber effektiv. Die Kölner, begünstigt durch die frühe Führung (Zuordnungsfehler in der BVB-Abwehr bei Munteanus Eckball), zogen fortan ein Konterspiel im eigenen Stadion auf. Dabei glänzten Polster und der quirlige Azizi als Anspielstationen, die der Dortmunder Hintermannschaft bis zu ihren Auswechslungen schier unlösbare Probleme bereitete. Darüberhinaus ließen sich beide Angreifer bei Ballbesitz des Gegners tief in die eigene Hälfte fallen, verstärkten so den Defensivblock der Kölner, der sich leidenschaftlich gegen die spielerisch reiferen Dortmunder stemmte. Bei allem Eifer produzierten das Tabellenschlußlicht allerdings eine Menge Fehler und konnte von Glück sagen, daß die Dortmunder über weite Phasen nicht konsequent den Weg zum Tor suchten. Lediglich Sousa und Ricken (mit Freund im Wechsel auf der rechten Außenbahn) deuteten ihre Klasse mehrmals an, fanden jedoch zu selten den richtigen Adressaten. Zudem stellte sich Menger im Kölner Tor bis auf eine Unsicherheit souverän vor. Dortmund verpaßte es, den Schwung des Ausgleichs direkt nach der Pause in noch größeren Druck umzumünzen, litt dabei auch unter der schwachen Defensivleistung: Feiersinger spielte viel zu offensiv, leistete sich immer wieder Ballverluste im Aufbau. Reuter und Kree (machte Möllers Patzer vor dem 3:2 durch seinen Stellungsfehler erst richtig schlimm) bekamen Azizi und Polster nie in den Griff. So konnte sich der FC immer wieder befreien, konterte die Borussia schließlich klassisch aus, als alles mit einem Sieg der Gäste rechnete. So kam schließlich ein überraschender, zwar mit Fehlern behafteter, aber verdienter Sieg des FC zustande.