Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Roy Präger Sturm

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Präger (55', F. Greiner)

1:1 Barbarez (74', Handelfmeter)

Wolfsburg

U. Zimmermann 3 - J. Keller 3, Kryger 3, M. Kovacevic 3,5 - F. Greiner 3, M. Spies 4 , Reyna 3, Dammeier 3 , Novotný 3 - Präger 2 , Meissner

Rostock

Pieckenhagen 2,5 - Gansauge 4 , Zallmann 4 , Rehmer 3,5 - Ehlers 3 , T. Lange 4,5 , M. Groth 4 , Barbarez 3,5 , Studer 4 - Majak 3 , Neuville 3,5

Schiedsrichter-Team

Lutz Wagner Kriftel

5
Spielinfo

Stadion

VfL-Stadion

Zuschauer

17.854

Wolfsburgs Trainer Reimann baute auf die Anfangsformation, die in Mönchengladbach zu überzeugen wußte. Gäste-Coach Lienen verzichtete auf seine beiden noch in Karlsruhe beim 0:3 eingesetzten defensiven Mittelfeld-Akteure. Dowe (Muskelfaserriß in der Wade) und Yasser fielen aus dem Team, Studer und Ehlers begannen. Studer besetzte die linke Außenbahn, Majak rückte als hängende Spitze etwas nach vorn. Ehlers schließlich bekleidete die Dowe-Position im linken defensiven Mittelfeld. Reimann hatte eine offensiv ausgerichtete Elf versprochen. Seine Schützlinge setzten dieses Versprechen in die Tat um, obwohl Meissner bereits in der 17. Minute mit einem Innenbandriß im rechten Knie (voraussichtliche Pause zehn Wochen) vom Platz mußte. Wolfsburg sehr aggressiv, sehr druckvoll, und im Gegensatz zu den behäbig wirkenden Gästen auch mit der besseren Spielanlage. In der VfL-Abwehr waren die Rollen klar verteilt: Kryger beschattete Neuville, Kovacevic kümmerte sich um Majak. Überraschend die Rollenverteilung im Mittelfeld, wo es zu einem direkten Duell der beiden Spielmacher kam; Reyna gegen Barbarez. Wolfsburgs Regisseur Reyna setzte im ersten Abschnitt mehr Akzente als der untertauchende Barbarez. Reynas Strategiekünste, dazu die sehenswerten Vorstöße über die Flanken mit Novotny (links) und Greiner (rechts) sowie das quirlige und stets gefährliche Spiel von Präger sorgten für ein klares Übergewicht der Hausherren, was sich auch im Eckenverhältnis deutlich ausdrückte: 7:0 Ecken für den VfL zur Pause. Glück für die Rostocker, bei denen Zallmann im Abwehrzentrum mehrfach Unsicherheiten verriet. Insgesamt wirkte die Lienen-Truppe viel zu passiv und tat kaum etwas für das Offensivspiel. Lienen änderte dann, brachte Weilandt für Lange. Dieser rückt ins zentrale Mittelfeld, Groth übernahm die rechte Außenbahn. Mit dieser Änderung wurden die Rostocker zunächst aktiver und hatten mehr vom Spiel, bis es zu dem Schock der 1:0- Führung durch Präger kam. Ein sehr umstrittener Treffer. Schiedsrichter Wagner erkannte auf passives Abseits bei Präger, während sein Assistent Kammerer die Fahne gehoben hatte. Nur so kam Greiner frei durch und konnte den Torschützen Präger bedienen. Wütende Proteste der Rostocker, die von einer klaren Fehlentscheidung sprachen. Der Unparteiische spielte Schicksal. Nach Handspiel von Kovacevic, das kaum einer im weiten Rund gesehen hatte, verhängte er einen Strafstoß. Eine durchaus gerechte Punkteteilung, die sich die Rostocker wegen ihrer Steigerung verdienten.