Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Harald Spörl Mittelfeld

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Klinkert (16', Paßlack)

1:1 Spörl (68')

Gladbach

Kamps 4 - Paßlack 3,5, Andersson 4, Klinkert 3 - M. Schneider 3, Effenberg 4, Hoersen 4 , Wynhoff 3,5 , Pflipsen 3 - Pettersson 4 , Juskowiak 5

HSV

Butt 4 - Gravesen 2,5 , A. Fischer 3, Molata 3,5 - Böger 3,5 , Kmetsch 3, A. Zeyer 4, Hollerbach 4 , Spörl 2 , Salihamidzic 3,5 - Dembinski 4

Schiedsrichter-Team

Bernhard Zerr Ottersweier

4
Spielinfo

Stadion

Bökelbergstadion

Zuschauer

21.000

Gladbachs neuer Trainer Norbert Meier kippte die Abwehr- Viererkette und stellte eine Dreierformation mit Patrik Andersson als Organisator den Hamburger Angriffen entgegen. Umgestellt hatte er auch auf den beiden Außenpositionen: Wynhoff, zuletzt oft nur Ersatz, sollte anstelle von Witeczek über die linke Seite Dampf machen, Hoersen bei seinem ersten Saisoneinsatz auf dem rechten Flügel; beides gelang indes nur ansatzweise. Effenberg und Schneider übernahmen die defensiven Rollen in der Zentrale, und für Per Pedersen stürmte wieder Juskowiak von Anfang an, blieb dabei aber ähnlich blaß wie sein Kollege Pettersson. Änderungen auch beim HSV: Für die gesperrten Yeboah und Schopp kamen Molata und Spörl ins Team, wobei vor allem der glänzende Spörl viel Wirkung erzielte, weil er in zentraler Rolle sehr viel mehr ins Spiel eingebunden wurde und über 90 Minuten Akzente setzte, nicht nur mit seinem Fernschuß zum verdienten Ausgleich. Die Borussen begannen engagiert und sehr aggressiv in den Zweikämpfen, wenn auch gehemmt durch einige Fehlpässe im Aufbau, zurückzuführen auf übergroße Nervosität. Deutlich zu spüren war großes Engagement bei den Gastgebern, doch nur selten bekamen die Borussen das Geschehen wirklich in die Hand gegen eine geschickt gestaffelte Hamburger Mannschaft, die mit wesentlich besserer Abstimmung weitgehend Rhythmus und Richtung der Partie bestimmte. Gravesen als glänzender Deckungschef schaltete sich wiederholt ins Mittelfeld ein, schuf dort eine HSV-Überzahl, und vor allem über die rechte Seite (Spörl und der früh eingewechselte Trejgis) setzte der HSV einige Nadel- stiche gegen die nicht immer sichere Borussen-Deckung. Im Wechsel unterstützten Spörl und Salihamidzic die einzige Spitze Dembinski, der sich eifrig bemühte, aber nur selten zum Abschluß fand. Insgesamt wirkten die Gäste quirliger und entschlossener als die vor allem nach dem Wechsel zu ungeordnet angreifenden Gladbacher, bei denen vor allem die mangelnde Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen auffiel. Mit meist zu behäbigen Attacken bissen die Gladbacher gegen die aufmerksame HSV-Deckung immer wieder auf Granit. Ein großes Wagnis zum vielleicht entscheidenden Wurf gingen beide Mannschaften nach der Pause nicht ein; beide bemühten sich in erster Linie um Absicherung des eigenen Terrains, so daß sich nur wenig Strafraumszenen entwikelten und die Partie sich eher langweilig über die Runden mühte.