Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 17. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Torsten Frings Mittelfeld

2
Spielnote

2,5
Tore und Karten

1:0 Frings (61', Skripnik)

2:0 C. Brand (69', Frings)

2:1 Balakov (84', Foulelfmeter, Bobic)

2:2 Balakov (89', direkter Freistoß)

Bremen

Reck 3,5 - Wicky 3, Ramzy 3, Todt 5 - Eilts 2,5, Skripnik 3,5, Maksymov 4 , Frings 2 , C. Brand 2 - van Lent 4,5 , M. Bode 4

Stuttgart

F. Wohlfahrt 2 - Verlaat 3,5, T. Schneider 3,5 , Berthold 4,5 - Soldo 2,5, M. Yakin 5 , K. Djordjevic 3 , Balakov 2,5 , Poschner 4 - Bobic 3, Akpoborie 4

Schiedsrichter-Team

Georg Dardenne Nettersheim

3
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

29.200

Dramatik im Weserstadion. Eine rasante Schlußphase mit einem glücklichen Punktgewinn für die Stuttgarter dank Balakovs Stärke in Standardsituationen. Die Bremer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, die über eine Stunde dauernde Überzahl nicht genutzt und am Ende amateurhaft den Sieg verschenkt zu haben. Während die Gäste in der gewohnten Formation antraten, stellte Bremens Trainer Sidka gezwungenermaßen um: Für den verletzten Trares rückte Wicky erstmals auf den Libero-Posten. Im Mittelfeld feierte Maximow seine Premiere. Für Labbadia stürmte überraschend Van Lent. Das VfB-Spiel litt unter der frühzeitigen Hinausstellung des unbeherrschten Yakin. Bobic zog sich ins Mittelfeld zurück. Akpoborie blieb einzige Spitze. Lange fanden die Bremer trotz Überzahl kein Mittel gegen die kämpfenden Schwaben. Maximow spielte sehr unauffällig. Mehr Initiative ging da von Brand aus, der sich die kreative Arbeit mit dem Ukrainer teilen sollte. Zudem überzeugte Frings, zunächst im rechten Mittelfeld, nach der Pause in der Spitze neben dem glücklosen Bode, als Wolter über die rechte Flanke Druck erzeugen sollte. Auf der Gegenseite war Stuttgarts Schaltzentrale lahmgelegt: Eilts, in einem der besseren Saisonspiele, neutralisierte Balakov. Wicky sehr solide in neuer Rolle, ebenso Ramzy. Todt hingegen wurde zum Unsicherheitsfaktor: Verpatzter Rückpaß, der Akpoborie bald die Führung ermöglicht hätte, dazu den Elfmeter und den Freistoß vor dem 2:2 verschuldet. Werder sah gegen den dezimierten Widersacher wie der sichere Sieger aus, weil Frings und Brand mit schönen Einzelleistungen die Führung ermöglichten. Beim zweiten Treffer leistete Berthold mit einem haarsträubenden Fehler die Vorarbeit. In diesen Szenen war auch der gute Wohlfahrt machtlos, der weiteres Unheil verhinderte. Dennoch Vorwurf an die Bremer: Die Partie hätte eher entschieden sein müssen. Unverständlich in der Schlußphase die Nervosität der Hausherren, bei denen erstaunte, daß Labbadia auf der Bank blieb. So kamen die Stuttgarter zum nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich. Glänzende Moral des VfB und wie gesagt ein Künstler wie Balakov, der einen Freistoß in den Winkel zirkelte, wobei Reck zuschaute.