2. Bundesliga

2. Liga mit Sondereffekt: Beraterkosten steigen um 55 Prozent

Enorm erhöhter Personalaufwand wegen Schalke und Werder

2. Liga mit Sondereffekt: Beraterkosten steigen um 55 Prozent

Der FC Schalke bezahlte 2021/22 stolze 7,2 Millionen Euro an Agenten.

Der FC Schalke bezahlte 2021/22 stolze 7,2 Millionen Euro an Agenten. IMAGO/Sven Simon

Nämlich der Tatsache, dass in jener Spielzeit mit dem FC Schalke 04 und Werder Bremen zwei gewachsene Erstligisten im Unterhaus vertreten waren. Entsprechend heftig schlugen deren Gehaltsetats und Provisionen zu Buche. Werder wies fürs Personal 43,8 Millionen Euro aus, die Knappen sogar 78,5 Mio.; an Agenten flossen seitens der Hanseaten 1,95 Mio., aus Gelsenkirchen sogar 7,2 Mio. Euro.

Schalke weist damit jeweils die Spitzenwerte der 2. Liga 2021/22 aus, wobei die Königsblauen kalendarisch bilanzieren, also hier das Geschäftsjahr 2022 dargestellt ist, weshalb auch die Bundesliga-Hinserie 2022/23 zu den hohen Werten beiträgt. Bei den Beraterprovisionen wurde Werder "übertrumpft" vom Hamburger SV mit 2,35 Mio. Euro. In Sachen Personal belegten die Rothosen mit 39,2 Mio. Euro Rang drei, wo sie bekanntermaßen auch sportlich landeten. Hinter dem HSV folgten beim Personalaufwand, der neben dem Lizenzspieleretat auch Verwaltung, Management und Nachwuchsleistungszentrum berücksichtigt, Hannover 96 (31 Mio.), der FC St. Pauli (24,7 Mio.) und Fortuna Düsseldorf (24,2 Mio.).

Enorme Steigerung

Insgesamt flossen im Unterhaus 410,7 Mio. Euro ins Personal laut der kürzlich veröffentlichten DFL-Kennzahlen. Gegenüber der Spielzeit 2020/21 - damals lag der Wert bei 299 Mio. Euro - eine enorme Steigerung um rund 37 Prozent. Noch heftiger fällt der Zuwachs bei den Ausgaben für Berater aus: Diese stiegen von 14,5 auf 22,4 Mio. Euro, also um knapp 55 Prozent. Beides ist jedoch vornehmlich auf den Sondereffekt mit Werder und Schalke zurückzuführen, die 2022 den direkten Wiederaufstieg schafften. Zum Vergleich: Die Bundesliga-Absteiger 2022, Arminia Bielefeld und Greuther Fürth, lagen als Erstligisten beim Personalaufwand (30,1 Mio. bzw. 22,7 Mio.) deutlich unterhalb der damaligen Zweitligisten SVW und S04. Arminia (2,14 Mio.) bewegte sich bei den Provisionen auf Augenhöhe mit Werder (1,95 Mio.), Fürth jedoch war mit 1,63 Mio. meilenweit entfernt von den 7,2-Mio.-Schalkern.

Leicht verzerrt sind die Berechnungen ob der Tatsache, dass die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die jeweiligen Zahlen erst mit einem Jahr Verspätung ausweist und im Nachgang die Zahlen für beispielsweise zwischenzeitlich in die 3. Liga abgestiegene Klubs - exemplarisch seien hier der VfL Osnabrück, Erzgebirge Aue oder Kickers Würzburg - nicht mehr aufgeführt werden. Für diese Vereine sind Referenzwerte aus der jeweiligen Vorsaison eingeflossen in die Berechnung.

Benni Hofmann

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