Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jiri Nemec Mittelfeld

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Max (50', Thon)

2:0 Wilmots (90', Lehmann)

Schalke

Lehmann 3 - de Kock 3, Thon 2,5, Linke 3 - Büskens 3,5 , A. Müller 4, Nemec 2, Látal 3, Wilmots 4 - Max 2,5 , Eijkelkamp 3

TSV 1860

D. Hoffmann 3 - Gorges 3,5, Fach 3, Kientz 3,5 - Jeremies 3, Hofschneider 4 , P. Nowak 5 , Stevic 4,5 , Borimirov 4,5, M. Bender 5 - Cerny 4

Schiedsrichter-Team

Jörg Keßler Höhenkirchen

2,5
Spielinfo

Stadion

Parkstadion

Zuschauer

38.610

Bei Schalke rückten Thon, Latal und Max für den gesperrten Van Hoogdalem, Held und den angeschlagenen Goossens (Adduktorenzerrung) ins Team. De Kock übernahm mit Cerny die einzige Spitze der Gäste, Linke spielte auf links gegen Borimirov. Bei 1860 kamen Stevic, Nowak und Hofschneider für Heldt, Agostino und den gesperrten Malz. Cerny rückte von der rechten Außenbahn in die Spitze, Borimirov auf rechts. Nowak sollte die Regie im zentralen Mittelfeld übernehmen, Bender, Cerny im Angriff unterstützen, Jeremies nahm Schalkes offensiven Mittelfeldspieler Wilmots in Manndeckung. Die Grundausrichtung der Gäste war betont defensiv. Bei Schalker Angriffen griffen die Löwen erst weit in der eigenen Hälfte an, bauten zwei Sperrketten am und vor dem eigenen Strafraum auf. Zudem mußte Stürmer Cerny bei Thons Vorstößen den Schalker Libero übernehmen und bis zum eigenen Strafraum bewachen. Ergebnis dieser Taktik: Schalke setzte sich manchmal minutenlang in der Münchner Hälfte fest, spielte wie bei Handball vor dem Strafraum und wartete auf die Lücke. Und Lücken gab es genug. Denn in den wichtigsten direkten Duellen zogen die Gäste den Kürzeren. Cerny konnte Thon nicht wie erhofft kontrollieren, hatte den Schalker Kapitän vor allem bei der Vorbereitung zum 1:0 völlig aus den Augen verloren. Und Nowak war im Mittelfeld gegen den überragenden Nemec hoffnungslos überfordert, wurde viel zu spät ausgetauscht. Über Nemec lief nahezu jeder Angriff, der Tscheche fiel als starker Zweikämpfer und als kreativer Ideengeber auf. Lediglich Jeremies gestaltete das Duell gegen Wilmots positiv: In der ersten Hälfte hatte er den Belgier sehr gut im Griff, nach dem Seitenwechsel hatte Wilmots größere Freiheiten, spielte allerdings viel zu ungenau - lediglich in der 90. Minute, beim zweiten Treffer, konnte er den Münchner düpieren. Schalkes einziges Manko vor der Pause: Die Spieler gingen allzu leichtfertig mit den herausgespielten Torchancen um - Martin Max hätte schon nach zehn Minuten als zweifacher Torschütze auf der Anzeigetafel erscheinen können. Nach dem 1:0 gaben die Gäste ihre sture Defensive notgedrungen auf, durch die vor allem Bender und der total in der Luft hängende Cerny überhaupt nicht ins Spiel kamen. Nach den Einwechslungen hatten die Gäste sechs Offensivspieler auf dem Feld, spielten auch wesentlich öfter in Richtung des Schalker Tores. Das sah phasenweise gefällig aus, war aber kein bißchen effektiv: 1860 hatte nach dem Seitenwechsel nicht eine einzige Torchance.