Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jens Keller Abwehr

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 M. Spies (25')

1:1 Mar. Wagner (65', direkter Freistoß)

2:1 J. Keller (81', Foulelfmeter, Meissner)

Wolfsburg

U. Zimmermann 3,5 - J. Keller 2 , M. Kovacevic 2,5, Kryger 2,5 - F. Greiner 3, M. Spies 3,5 , Novotný 3,5 , Reyna 2, Dammeier 3 - Präger 3,5, Stevanovic

K'lautern

Reinke 5 - Kadlec 3 , H. Koch 4,5 , R. Lutz 4 - Roos 3,5, Sforza 4, Buck 3, Hristov 3,5, Reich 3 - Kuka 5, Rische 5

Schiedsrichter-Team

Hellmut Krug Gelsenkirchen

2
Spielinfo

Stadion

VfL-Stadion

Zuschauer

20.112

Wolfsburgs Trainer Reimann reagierte auf die jüngste Mißerfolgsserie personell, ersetzte Deering und Kleeschätzky durch Spies und Novotny, stellte seine Mannschaft deutlich offensiver auf als noch im letzten Heimspiel gegen Duisburg (0:2-Niederlage). Kollege Rehhagel wartete ebenfalls mit Veränderungen auf. Für den verletzten Marschall und den grippekranken Schjönberg stellte er Rische und Hristov in die Anfangsformation, zog Lutz in die Verteidigung zurück. Außerdem ließ er Martin Wagner zunächst auf der Bank, um die linke Außenseite mit Reich neu zu besetzen. Eine Maßnahme, die er allerdings später korrigierte: Wagner kam in der 46. Minute ins Spiel und avancierte - nicht nur wegen seines gekonnten Freistoßtores zum 1:1 - noch zum besten Pfälzer. Ansonsten gab es wenig Lichtblicke beim Tabellenführer. Die Angreifer Rische und Kuka waren bei Kovacevic und Kryger fast vollständig abgemeldet, im Mittelfeld konnte Sforza kaum Impulse geben, weil er sich weitgehend in der Bewachung des beweglichen VfL-Spielmachers Reyna verschliß, in der Abwehr zeigten erst Koch und später auch Lutz erhebliche Defizite gegen den schnellen und kraftvollen Meissner. Den größten Blackout leistete sich jedoch Torwart Reinke. Nach einer Rückgabe von Lutz bediente er mit einem verunglückten Schuß Spies maßgerecht, der Wolfsburger hatte anschließend keine Mühe, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Ähnlich überflüssig auch der 2:1-Siegtreffer des VfL: Lutz war auf dem besten Weg wieder einmal ein Duell gegen Meissner zu verlieren, wußte sich nur mit einem Ellbogencheck zu helfen. Den folgenden Elfmeter verwandelte Keller ganz sicher. Zwei Torgeschenke des Tabellenführers, der sich über die Niederlage beim Mitaufsteiger aber trotzdem nicht beklagen durfte. Denn die Wolfsburger waren in weiten Teilen des Spiels klar überlegen. Größerer Einsatz und deutlicheres Engagement gaben den Ausschlag dafür. Der VfL gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe, erspielte sich mehr und bessere Torchancen als die Pfälzer. Allein Meissner hatte drei gute Möglichkeiten, das Ergebnis klarer zu gestalten. Kaiserslautern schaffte es nicht, der Wolfsburger Kampfkraft entsprechend zu begegnen. Lediglich kurz nach der Halbzeitpause gab es ein Aufbäumen gegen die erste Auswärtsniederlage dieser Saison, doch weil eine erkennbare spielerische Linie fehlte, blieben Torchancen weiterhin Mangelware. Ohne die drei Stammspieler Marschall, Schjönberg und Ratinho präsentierten sich die Pfälzer als ein harmloses Team, das diesmal den Ansprüchen einer Spitzenmannschaft nicht genügte.