Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jens Jeremies Mittelfeld

1,5
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Heldt (9', Cerny)

1:1 Hamann (35', Elber)

2:1 B. Winkler (52', Walker)

2:2 Basler (54', direkter Freistoß)

TSV 1860

B. Meier 5 - Jeremies 1,5 , Kientz 3, Gorges 3 - Stevic 3 , Walker 3,5, M. Bender 4, Heldt 3 , Cerny 2,5 - Borimirov 4 , B. Winkler 2,5

Bayern

Kahn 2,5 - Helmer 3, Babbel 3,5 , Kuffour 4 - Hamann 2,5 , C. Nerlinger 3, Tarnat 4,5, Basler 4 , Scholl 3 - Jancker 3 , Elber 3

Schiedsrichter-Team

Hellmut Krug Gelsenkirchen

2,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

69.900 (ausverkauft)

Der FC Bayern begann in der Formation, die am Dienstag in Kaiserslautern gewonnen hatte. Werner Lorant stellte sein Team nach dem Sieg in Hamburg kräftig um. Die gesperrten Malz und Pelé vertraten Heldt und Walker, Jeremies spielte nicht Manndeker, sondern für den verletzten Fach Libero. Der genesene Winkler stürmte wieder, Cerny rückte ins rechte Mittelfeld. Die Sechziger kesselten die zaghaften, wenig aggressiven Bayern in der ersten halben Stunde nahezu ein. Nach 29 Minuten lautete das Eckenverhältnis 7:0. Vor allem über die Außenbahnen hatten die Löwen - während des gesamten Spiels - ein klares Plus. Auf rechts individuell: Der schnelle, flinke Cerny überlief und umdribbelte Tarnat immer wieder und flankte anschließend gefährlich. Auf links taktisch: Heldt schirmte auf der Halbposition Hamann ab, suchte aber in der Vorwärtsbewegung immer wieder das direkte Duell mit Basler an der Außenlinie, erfolgreich vor dem 1:0. Walker übernahm Basler, wenn dieser offensiv wurde. Auch im zentralen Mittelfeld hatte Lorant einen Spezialauftrag verteilt: Stevic schirmte den wieder ungemein engagierten und lauffreudigen Scholl ab. Für den offensiven Mittelfeldmann der Bayern sowie für die beiden Stürmer Jancker (manngedeckt von Gorges) und Elber (von Kientz beschattet) war es deswegen äußerst schwierig, das Spiel zu strukturieren, weil aus der Abwehr nahezu ausnahmslos die Bälle hoch und weit nach vorne gedroschen wurden, von Basler und Tarnat zuweilen diagonal. Der Rest der Bayern-Mannschaft konnte so nicht schnell und effektiv genug nachrücken. Nach einer furiosen ersten halben Stunde verlor 1860 jedoch die Ordnung. Bestes Beispiel: Vor dem 1:1 zogen Hamann und Basler nach innen, Walker und Heldt gingen mit. Über den verwaisten Flügel stieß Manndeker Babbel, dem kein Stürmer folgte, ungestört nach vorne. Seine Flanke legte Elber auf den von hinten kommenden Hamann quer. Stand der Ecken zur Pause: 7:5, äußeres Zeichen der starken Viertelstunde der Bayern. Ausgeglichen verlief die zweite Hälfte, bis Krug Kuffour vom Platz stellte. In Überzahl hatten die Löwen in der Endphase die besseren Chancen, auch wenn sie weder personell noch taktisch das allerletzte Risiko suchten. Stürmer Bodden kam für Stürmer Borimirov. Die drei Abwehrspieler Jeremies, Kientz und Gorges hielten weitgehend auch dann noch ihre Positionen, als die Bayern nach Elbers Auswechslung keinen Angreifer mehr auf dem Platz hatten, weil auch Zickler zurückgezogen spielte.