Bundesliga-Relegation 2013/14, Relegation

Hinspiel: 0:0

Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 1:1

17:14 - 14. Spielminute

Tor 0:1
Lasogga
Kopfball
Vorbereitung van der Vaart
HSV

17:30 - 31. Spielminute

Spielerwechsel
Mancienne
für Djourou
HSV

18:18 - 59. Spielminute

Tor 1:1
Fürstner
Rechtsschuss
Vorbereitung Stieber
Fürth

18:22 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Rincon
für Arslan
HSV

18:31 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Füllkrug
für Djurdjic
Fürth

18:34 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Tesche
für van der Vaart
HSV

18:37 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Sukalo
für Sparv
Fürth

18:48 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Mudrinski
für Brosinski
Fürth

FUE

HSV

Fürth in der Relegation auf Augenhöhe

Lasogga sichert das Überleben des Dino

Lasogga nickt zur Führung ein

Der Schock des frühen Rückstands: Pierre-Michel Lasogga (l.) bringt den HSV in Führung. Getty Images

Fürths Trainer Frank Kramer musste im Vergleich zum 0:0 im Hinspiel auf den gelbgesperrten Gießelmann verzichten. Baba rückte auf die Linksverteidigerposition, Stieber übernahm seine Position links im Mittelfeld. Neu im Team war Weilandt, der auf der rechten Mittelfeldseite zum Einsatz kam.

HSV-Coach Mirko Slomka nahm drei Personalwechsel vor: Für Mancienne, Tesche und Rincon (alle Bank) kamen Westermann, Arslan und Jansen (links offensiv) zum Zug. Adler musste wie schon im Hinspiel passen - der Stammkeeper laboriert an einem Bandscheibenvorfall.

Nach der schlechten Vorstellung in Hamburg begann der HSV in Fürth überraschend selbstbewusst, war in der Anfangsphase ballsicherer als die SpVgg, die sich zunächst zurückzog und auf Konter lauerte.

Die Slomka-Elf war wacher, gewann das Gros der Zweikämpfe, Arslan tat dem Spiel der Gäste im Zentrum als Stabilisator gut. Während die Fürther bei Konterversuchen nicht über Ansätze hinaus kamen, münzte der Bundesligist seine Feldvorteile in die Führung um.

Zunächst retteten der Pfosten nach Calhanoglus 22-Meter-Schuss und Hesl gegen den nachsetzenden Jansen, nach Arslans Distanzschuss gab es Ecke. Die brachte van der Vaart, Lasogga stieg hoch und nickte das Leder aus fünf Metern gekonnt hoch ins linke Eck (14.).

Stieber misslang sein Volleyschuss aus 20 Metern und damit die postwendende Antwort (16.), danach blieb das Offensivspiel der nervösen Fürther nur Stückwerk. Der konzentrierte Dino hatte die Partie unter Kontrolle, ließ routiniert Ball und Gegner laufen, während der SpVgg kaum eine Kombination über mehr als drei Stationen gelang, bis ein Stockfehler zum Ballverlust führte.

Die bessere Spielanlage der Hanseaten, die offensiv nicht einmal das letzte Risiko gingen, mündete automatisch in Chancen. Calhanoglus Freistoß flog drüber (26.), Hesl verhinderte nach Jansens Hackentrick gegen Lasoggas Flachschuss das 0:2 (35.). Zwischenzeitlich musste Djourou nach einem Luftduell raus, Mancienne kam für den Schweizer (31.).

Kurz vor der Pause folgte die beste Phase der Kleeblättler, die nun mehr Mut und Zug zum Tor entwickelten. Immer wieder ging es über die rechte Seite, und Azemi stand dicht vor dem Ausgleich, zirkelte aber einen halben Meter rechts vorbei (40.). Weil Weilandt nach Solo sein Visier falsch eingestellt hatte, blieb es zur Pause beim 0:1.

Die Relegations-Rückspiele

Ohne Personalwechsel ging es nach Wiederanpfiff weiter. Wer nun einen leidenschaftlichen Sturmlauf der Franken erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die SpVgg brachte zunächst kaum Struktur in ihr Spiel, stattdessen war die Slomka-Elf dem 2:0 nahe, das Hesl gegen Lasoggas Kopfball verhinderte (52.).

Die Mittel der Fürther waren unzureichend gewesen gegen einen stabilen HSV. Die Art und Weise des Ausgleichs, der aus dem Nichts fiel, zeigte, wie verwundbar die Gäste sind: Schnell ging es mit zwei Steilpässen vor das Tor, Stieber steckte auf Fürstner durch, der Drobny aus elf Metern das Nachsehen gab (59.).

Das 1:1 veränderte die Kräfteverhältnisse auf dem Platz. Fürth nun mit Rückenwind, die Hanseaten wackelten. Aber nur Stieber näherte sich per Fernschuss vielversprechend dem 2:1 an (62.), Drobny war auf dem Posten und auch durch Azemis zu unplatzierten 20-Meter-Schuss nicht zu gefährden (69.).

Die Partie bewegte sich spielerisch auf dürftigem Niveau, war dafür aber hochspannend. Zwar konnte sich die Slomka-Elf nur selten aus der Umklammerung der Kleeblättler befreien, hielt aber den zu durchsichtigen Attacken des Zweitligisten stand. Eine zwingende Torchance zur Entscheidung konnte sich die Kramer-Elf zunächst nicht erspielen.

Die Endphase brach an, Alles oder Nichts hieß nun das Motto. Fürth drückte wieder stärker, und Azemis Blackout verhinderte eine Großchance: Nach Füllkrugs Vorarbeit brauchte der "Bulle vom Ronhof" nur querzulegen auf Weilandt, kickte sich das Leder aber an den eigenen Fuß, so dass es nach hinten ins Niemandsland sprang (88.). Weil auch Sukalo einen Kopfball nicht genau genug platzieren konnte (90.), blieb es beim 1:1 und somit der Dino in der Liga.

Der 1. Spieltag der kommenden Bundesliga-Saison 2014/15 startet ab 22. August. Bereits ab 1. August beginnt die 2. Liga mit ihrer Spielzeit 2014/15.

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Bilder zur Partie SpVgg Greuther Fürth - Hamburger SV