2. Bundesliga

"Lachnummer" erzürnt Scherz

Köln: Gleich fünf Spielern droht eine Sperre

"Lachnummer" erzürnt Scherz

"Eine Lachnummer": Scherz findet die Hinausstellung durch Schiedsrichter Brych nicht lustig.

"Lachnummer": Scherz findet die Hinausstellung nicht lustig. dpa

In der Fairnesstabelle dagegen gibt der FC eine bessere, eine "aufstiegsreife" Figur ab. Knapp hinter dem SC Freiburg belegt die Elf von Trainer Christoph Daum souverän den zweiten Platz. Keine einzige Rote Karte haben die Kölner auf ihrem Konto, nur drei Spieler wurden bislang mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt.

Wobei Matthias Scherz in Aue jüngstes Opfer dieser Sanktion wurde - zu Unrecht. Mit einem Sprung über den herausstürzenden Tomasz Bobel verschaffte sich Scherz Platz, touchierte dabei den Keeper unabsichtlich. Das reichte Schiedsrichter Brych jedoch, den zuvor verwarnten Kapitän des Feldes zu verweisen. "Eine Lachnummer", so Scherz lapidar zum fünften Platzverweis seiner Karriere.

Warum es für Kölns Dienstältesten gar zum "Dilemma des Tages" wurde, verdeutlicht ein Blick auf seine "Kartensammlung". Viermal sah Scherz bislang den gelben Karton, folglich war er durch die erste Verwarnung für das Spitzenspiel gegen Hoffenheim ohnehin gesperrt. Durch die Gelb-Rote Karte bleibt diese Sperre zwar erhalten, im darauffolgenden Spiel in Augsburg geht er aber nun erneut vierfach verwarnt ins Spiel.

Diese Bürde teilt Scherz gleich mit fünf Spielern. Der gesamten Viererkette (Özat, McKenna, Mohamad, Matip) sowie Roda Antar droht beim nächsten Gelb die ein Platz auf der Tribüne. Um im "Aufstiegs-Endspiel" am vorletzten Spieltag gegen Mainz nicht gänzlich ohne Defensive aufzulaufen, wäre eine "Stallorder" deshalb denkbar, nach der sich ausgewählte Akteure bereits gegen Hoffenheim die fünfte Verwarnung "abholen", um die Sperre gegen Augsburg abzusitzen. "Alles Blödsinn", winkt Scherz jedoch ab, "daran haben wir nie gedacht." Jeder Spieler wisse, wenn ihm eine Sperre droht, "aber im Spiel kann man das nicht steuern."

So oder so: Im Aufstiegsrennen können gerade bei Köln Sperren am Ende den Ausschlag geben.