Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 12. Spieltag

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Dorinel Munteanu Mittelfeld

1,5
Spielnote

2,5
Tore und Karten

1:0 Vladoiu (2', Munteanu)

1:1 Poschner (9')

2:1 Tretschok (15', Thiam)

3:1 Vladoiu (39', Munteanu)

4:1 Rösele (67', Munteanu)

4:2 Raducioiu (75', Akpoborie)

Köln

Menger 2,5 - K. Baumann 2, Cichon 4,5, Bo. Schmidt 3 - D. Schuster 3, Thiam 3, H. Andersen 3, Tretschok 4 , Munteanu 1,5 - Vladoiu 2 , Polster 4,5

Stuttgart

F. Wohlfahrt 3 - Soldo 3 , Verlaat 4, Haber 5 - Schwarz 5 , Poschner 4,5 , Bochtler 5 , Hagner 4,5, Balakov 3,5 - Bobic 3,5, Akpoborie 3,5

Schiedsrichter-Team

Uwe Kemmling Kleinburgwedel

2
Spielinfo

Stadion

Müngersdorfer Stadion

Zuschauer

25.500

Dank einer kämpferisch famosen Leistung und einem 4:2-Erfolg über den VfB Stuttgart verließ der 1. FC Köln vorübergehend die Abstiegsplätze. Statt seiner rangiert dort nun der Karlsruher SC, am kommenden Wochenende Gastgeber der "Geißböcke". Köln spielte unverändert im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Bochum. Taktisch hatte Coach Köstner folgendes angeordnet: Cichon war als Manndecker zurückgezogen worden, war Gegner von Akpoborie. Schuster fungierte im Mittelfeld als "Kettenhund" für Balakov. Eine enorm wichtige Rolle für den Ex-Karlsruher, weil die Stuttgarter meist durch die Mitte kamen. Dies deshalb, weil beim VfB über Außen wenig ging. Hagner hatte über rechts einen schwachen Tag erwischt, Bochtler stand auf der anderen Seite in Thiams Schatten. Deshalb wechselte Löw schon zur Halbzeit, zog Hagner auf links, brachte Becker auf rechts und ließ Bochtler draußen. Bobic ließ sich zur Unterstützung Balakovs oft zurückfallen, fehlte dadurch natürlich im Zentrum. Die Schwaben mußten nach dem starken Europacup-Auftritt in Ekeren auf den Schweizer Yakin (Wadenprellung) verzichten. Für ihn war zunächst Bochtler ins Team gekommen. Weiterhin verzichten mußte Trainer Löw auf Berthold, wofür wieder Soldo als Decker (gegen Polster) ran mußte. Haber kümmerte sich verzweifelt um Vladoiu, der allerdings quirlig und torgefährlich wie selten auftrumpfte. Erstmals seit 7. Dezember 1996 (!) traf der Rumäne wieder mal ins Schwarze. Im Mittelfeld standen Poschner (gegen Tretschok) und Schwarz (gegen Munteanu). Köln machte die technischen Vorteile der Gäste mit enormem Einsatz mehr als wett. Die Aggressivität schmeckte dem VfB nicht, während wiederum der FC Probleme mit der Schnelligkeit hatte. Akpoborie wich häufig auf die Flügel aus, doch ohne zählbaren Erfolg. Der umsichtige Libero Hauptmann war meist rechtzeitig zur Stelle. Ein klares Plus hatten die Kölner auf ihrer linken Seite, auf der der überragende Munteanu und Andersen blendend harmonierten. Thiam dagegen war auf rechts zu sehr auf sich allein gestellt, weil Tretschok mehr und mehr in die Mitte tendierte. Deren Zusammenspiel klappte lediglich (aber immerhin) beim zwischenzeitlichen Führungstreffer zum 2:1. Pech für die Schwaben, daß Balakov nach einer knappen Stunde verletzt vom Platz mußte. Seinen Posten übernahm nahtlos Raducioiu, der damit als gelernter Stürmer hinter den Spitzen agierte.