Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Marc Wilmots Mittelfeld

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Wilmots (69', Látal)

2:0 Goossens (76', Büskens)

Schalke

Lehmann 3 - de Kock 3, Linke 3 - Thon 2, Büskens 4, van Hoogdalem 5 , Nemec 3 , Látal 2,5, Wilmots 2 - Goossens 3,5 , Eijkelkamp 3,5

Bochum

Gospodarek 3 - Stickroth 3,5 , Waldoch 2,5, Kracht 3 - A. Sundermann 4,5, Reis 5 , Peschel 5, Hofmann 3, Wosz 4, Bastürk 4,5 - Yuran 5

Schiedsrichter-Team

Dr. Franz-Xaver Wack Biberbach

2
Spielinfo

Stadion

Parkstadion

Zuschauer

47.640

Schalkes Trainer Stevens entschied sich diesmal auf der linken Seite wieder für den defensiveren Büskens statt Anderbrügge, um die Kreise von Bochums Peschel einzuengen. Kollege Toppmöller hatte sein Team personell und taktisch total umgekrempelt. Für Dickhaut, Schreiber, Mamic und Reichel standen die im UEFA-Cup gesperrten Waldoch, Reis und Juran sowie Bastürk (erstes Bundesliga-Spiel vom Anpfiff an) in der Anfangsformation. Gegenüber der Partie in Brügge vertraute Toppmöller diesmal nicht einer Vierer-Abwehrkette, sondern einem Libero (Stickroth) und zwei Manndeckern (Waldoch, Kracht), brachte mit Juran eine Spitze, dahinter sollten Bastürk und Wosz den Russen als offensive Mittelfeldspieler unterstützen. Sundermann wurde im Mittelfeld als Sonderbewacher für Wilmots abgestellt. Eine taktische Marschrichtung, die defensiv lange aufging, weil das Trio in der Innenverteidigung aufmerksam die Räume zustellte, den Schalkern im Strafraum kaum Entfaltungsmöglichkeiten ließ. Aber offensiv brachten die Bochumer außer einem Reis-Freistoß überhaupt nichts zustande. Juran hing in der Luft, Bastürk war überfordert, Wosz zog (meistens gegen Nemec) trotz großen und nimmermüden Engagements den Kürzeren, Peschel kam auf rechts nie durch. So blieben die guten Ansätze, die Hofmann auf der linken Seite zeigte, völlig wirkungslos, verpufften in der gut gestaffelten Schalker Abwehr, in der De Kock sich erfolgreich um Juran kümmerte, Linke Bastürk im Griff hatte, Thon als Regisseur im Mittelfeld spielte. Latal auf rechts und Wilmots in der Zentrale sowie die immer anspielbaren Stürmer verschafften Schalke Vorteile. Eine Standardsituation entschied diese Partie, als Sundermann nicht mit Wilmots hochsprang, der Belgier die ungewohnte Freiheit zum ersten Treffer nutzte. Allerdings lag, trotz guter Bochumer Abwehrarbeit, der Führungstreffer für die Schalker lange in der Luft. Nur fehlende Konzentration beim finalen Paß verhinderten vorher weitere Großchancen. Nach dem 1:0 verloren die Bochumer ihre Linie, hätten noch klar untergehen können. Auch die Umstellungen bei den Gästen nach der Pause brachten keinen Aufschwung. Schreiber übernahm die linke Außenbahn von Hofmann, der nach innen rückte, Mamic spielte zunächst im Mittelfeld, dann Libero für den verletzt ausgeschiedenen Stickroth. Dessen Übersicht fehlte in der letzten halben Stunde, die Ordnung im Bochumer Spiel ging mehr und mehr verloren.