Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jens Dowe Abwehr

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Dowe (18', M. Groth)

2:0 Barbarez (39', Foulelfmeter, Barbarez)

3:0 Neuville (59', Dowe)

3:1 Goossens (69', Wilmots)

4:1 Pamic (88', T. Lange)

Rostock

Bräutigam 3 - Rehmer 3, Weilandt 2,5, Yasser 2,5 - T. Lange 3, M. Groth 2, Dowe 2 , Studer 3 , Micevski 3 , Barbarez 3 - Neuville 2,5

Schalke

Lehmann 3,5 - de Kock 4,5, Thon 4,5, Linke 4,5 - Látal 4, Nemec 4,5, O. Held 5 , Büskens 5 , Wilmots 4,5 - Goossens 4 , Eijkelkamp 4,5

Schiedsrichter-Team

Winfried Buchhart Schrobenhausen

2,5
Spielinfo

Stadion

Ostseestadion

Zuschauer

18.000

In der Defensive kompakt, in der Offensive effektiv und taktisch äußerst variabel: Mit einer spielerisch überdurchschnittlichen Vorstellung hat Hansa Rostock Schalke 04, das vor der Partie die wenigsten Gegentore aller Bundesligisten aufwies, verdient bezwungen und dabei phasenweise vorgeführt. Hansa-Trainer Ewald Lienen vertraute der in Duisburg siegreichen Formation. Vor einem Sechser-Mittelfeld agierte Neuville als einziger Stürmer, Barbarez und Micevski stießen bei Ballbesitz abwechselnd in die Spitze vor. Schalke gegenüber dem Köln-Spiel mit einer Umstellung: Nemec kehrte nach abgesessener Gelb-Sperre für den verletzten Müller in die Mannschaft zurück. Rostock wurde schnell für seine Dominanz belohnt: Das frühe Führungstor bestärkte die Gastgeber in ihrem Bemühen, aus einer kompakten Abwehr überfallartige Konter zu starten. Ständige Positionswechsel, immense Laufbereitschaft und Aggressivität stellten Schalke vor unlösbare Probleme. Dem Spiel der Gäste hafteten vornehmlich zwei Makel an: Zum einen fehlte die Zuordnung im Mittelfeld, wo Hansa - nicht nur zahlenmäßig - ein klares Übergewicht besaß. Zum anderen geriet der letzte Paß in die Spitze selten präzise. Überraschungsmomente waren die Ausnahme, weil Wilmots gegen Groth den kürzeren zog und Held sowie Nemec überwiegend den Rückwärtsgang einlegen mußten. Weit weniger durchsichtig nahmen sich die Bemühungen der Hanseaten aus. Gefahr ging vor allem von den beiden Mittelfeldakteuren auf den Halbpositionen, Dowe und Groth, aus. Dowe überzeugte als Ballverteiler und Torschütze. Groth ließ sich immer dann zurückfallen, wenn ein Spieler der Dreier-Abwehrkette marschierte. Er setzte aber darüber hinaus auch in der Offensive Akzente, initiierte auf rechts mehrere gefährliche Angriffe. Nach der Pause forcierten die Gäste ihre Anstrengungen. Thon schob sich permanent ins Mittelfeld vor, De Kock rückte immer häufiger auf. Dafür sicherten Nemec und Held ab. Die Schalker verpaßten in jener Phase, als sie durchaus Raum und Zeit zum Kombinieren hatten, den Anschlußtreffer. Auch Anderbrügge, Mulder und Max gelang es nicht, die Durchschlagskraft zu erhöhen. Rostocks Konzept, sich noch weiter zurückzuziehen als in der ersten Spielhälfte, ging auf - Neuville versetzte Schalke nach knapp einer Stunde den Knockout.