Bundesliga Analyse

Bundesliga 1997/98, 11. Spieltag
Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Jörg Butt Tor

1
Spielnote

2,5
Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Bremen

Reck 2 - Trares 2,5, Wicky 3, Todt 4,5 - Eilts 3, D. Frey 3,5 , M. Bode 2,5, Pfeifenberger 3, C. Brand 3 - Labbadia 4 , Flo 4

HSV

Butt 1 - Böger 3, S. Schnoor 2,5 , Molata 4 - Gravesen 4,5 , A. Zeyer 2 , Schopp 4 , Salihamidzic 3, Cardoso 4,5 - Dembinski 3,5, Yeboah 2,5

Schiedsrichter-Team

Jürgen Aust Köln

5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

34.800

Das 25. Unentschieden im 67. Bundesliga-Duell der beiden Nord-Traditionsklubs - zweifellos ein 0:0-Spiel der besseren Sorte. Über die gesamten 90 Minuten hinweg gingen beide Teams ein hohes Tempo, lieferten sich einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen guten Chancen auf beiden Seiten. Werder nur auf einer Position gegenüber dem Wolfsburg-Spiel verändert: Frings blieb zunächst draußen, dafür bildete auf der halbrechten Position im Mittelfeld Pfeifenberger das Pärchen mit Frey. Links begannen wieder Bode und Brand, die die Hamburger Schopp (kam für den verletzten Spörl in das HSV- Team) und den diesmal nicht so gut aufgelegten Gravesen vor einige Probleme stellten. Über diese Seite entstand im ersten Durchgang eine Vielzahl der Bremer Möglichkeiten, vor allem boten sich Kopfballchancen für Bode und Flo. Weniger ging dagegen über die rechte Bremer Seite. Dorthin hatte HSV-Coach Pagelsdorf mit Salihamidzic einen Mann beordert, der Frey in der Defensive band und dabei von Zeyer ausgezeichnet unterstützt wurde. Auf Salihamidzics Platz im Sturm rückte Dembinski, der die Rolle hinter den Spitzen gegenüber dem KSC-Spiel wieder Cardoso überließ. Diese taktische Maßnahme ging nur zum Teil auf. Cardoso setzte sich gegen den formverbesserten Eilts selten in Szene. Dembinski konnte an der Seite des enorm zweikampfstarken Yeboah nicht an die Form aus der Partie gegen Karlsruhe anknüpfen. Auf beiden Seiten schalteten sich die Abwehrchefs Schnoor (HSV) und Trares (Werder) häufig in den Spielaufbau ein. Dieser führte hüben wie drüben allerdings häufig durch die Mitte, wobei die Hamburger zumindest im ersten Durchgang das Geschehen kontrollierten, auch sicherer kombinierten. Werder dagegen benötigte zunächst zu viele Stationen, agierte teilweise zu umständlich. Nach dem Wechsel steigerten die Gastgeber ihren Druck über außen, erhielten zudem einen weiteren Offensivschub durch den gut aufgelegten Frings. Aber spätestens nach der Gelb-Roten Karte für Todt mußte Werder das Heil auch im Kampf suchen. Für Todt zog sich Bode auf den Manndeckerposten zurück, dennoch gelangen gegen die nun voll auf Angriff spielenden Hamburger (mit Hollerbach, Weetendorf und Gümüs kamen weitere Offensivkräfte) weiterhin gute Konter mit Torszenen. Der HSV versäumte es, in Überzahl gegen einen Gegner, bei dem schließlich die Kräfte schwanden, einen Sieg einzufahren. Die klareren Möglichkeiten blieben sogar dem SV Werder vorbehalten, doch der souveräne Butt war hinter einer nicht immer sattelfesten HSV-Abwehr der Garant dafür, daß keine Treffer fielen.