Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Christian Hochstätter Mittelfeld

1,5
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Hochstätter (7', Andersson)

1:1 B. Winkler (34', Foulelfmeter, B. Winkler)

2:1 Hochstätter (37', Pflipsen)

3:1 Lupescu (62', Handelfmeter)

4:1 Pettersson (76', Villa)

5:1 Paßlack (79', Witeczek)

Gladbach

Kamps 3 - Hausweiler 5 , Klinkert 3 , Andersson 2,5, M. Schneider 3 - Hochstätter 1,5 , Lupescu 2 , Witeczek 2,5, Pflipsen 3,5 - Pettersson 4 , Juskowiak 5

TSV 1860

B. Meier 4 - Hofschneider 4,5, Gorges 4, Kientz 4 - Jeremies 3,5 , Stevic 4, Cerny 5, P. Nowak , Abedi Pelé 4 , Böhme 3 - B. Winkler 4,5

Schiedsrichter-Team

Uwe Kemmling Kleinburgwedel

4
Spielinfo

Stadion

Bökelbergstadion

Zuschauer

23.800

Ende einer Serie. Erstmals in dieser Saison erlitt der TSV München 1860 eine Auswärtsniederlage. Der zweite klare Gladbacher Saisonsieg (nach dem 4:1 gegen Köln), der erneut ohne Effenberg herausgespielt wurde. Mit dem 5:1 konnte sich Borussia ins gesicherte Mittelfeld vorarbeiten. 1860 klebt am Tabellenende fest. Zwei Änderungen mußte Borussias Coach Hannes Bongartz vornehmen. Für den verletzten Pedersen kam Juskowiak ins Team, für den gesperrten Effenberg (Gelb-Rot) durfte mal wieder Pflipsen beginnen. Neue Personen, die taktische Umstellungen nach sich zogen. Schneider rückte zurück in die Viererkette (auf die linke Seite), Witeczek vom Angriff ins Mittelfeld und für ihn stürmte Juskowiak. Münchens Trainer Lorant hatte Malz zunächst eine Pause gegönnt, dafür Jeremies (gegen Pflipsen) ins Mittelfeld beordert. Dessen Abwehrplatz übernahm Amateur Gorges. Stevic kümmerte sich um Witeczek. Allerdings hatten die Löwen gleich zu Beginn großes Pech. Nowak mußte gleich nach dem Rückstand mit Verdacht auf Muskelfaserriß im rechten Oberschenkel ausgetauscht werden. Seinen Part im halblinken Mittelfeld erledigte fortan Bender. Geschickt, wie Gladbach auf die Manndeckung ihrer offensiven Mittelfeldabteilung (Pflipsen/ Witeczek) reagierte. Weil sich Pflipsen des öfteren zurückfallen ließ und damit Jeremies aus dem Zentrum lockte, fand Hochstätter freien Raum, den er weidlich nutzte. Nicht nur zum 1:0, auch zum 2:1, mit dem die Borussia schnell auf den zwischenzeitlichen Ausgleich reagierte. Kein Münchner fühlte sich für Gladbachs Routinier zuständig. Auch deshalb, weil sich 1860 offensiv auf dem Bökelberg präsentierte, lieber den Vorwärts- als den Rückwärtsgang einlegte. Viel lief über die linke Seite, über Böhme, mit dem Hausweiler, der deshalb zur Pause gegen Paßlack ausgetauscht wurde, große Mühe hatte. Mit dem Austausch schloß Bongartz die Viererkette, erlaubte 1860 wesentlich weniger Freiheiten. Aber das Löwen-Risiko wurde auch deshalb nicht belohnt, weil das Paßspiel letztlich zu ungenau war. Am insgesamt variablen Gladbacher Spiel (Witeczek, Hochstätter und Lupescu schalteten sich abwechselnd nach vorne ein) muß lediglich bemängelt werden, daß gegen die in der Defensive anfälligen Löwen lange Zeit nicht energisch genug nachgesetzt wurde. Erst als die Münchner total aufmachten, fielen die Tore wie reife Früchte.