Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Oliver Reck Tor

1
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Flo (75', A. Herzog)

Bremen

Reck 1 - Trares 3, Wicky 4, Todt 4,5 - Ramzy 4 , Eilts 4 , Pfeifenberger 5 , Frings 4, C. Brand 4 - A. Herzog 3, Labbadia 5

Gladbach

Kamps 3 - Hausweiler 4, Klinkert 3, Andersson 3, M. Pedersen 3 - M. Schneider 3 , Lupescu 2,5, Hochstätter 3 , Effenberg 2,5 - Witeczek 3, Pettersson 2,5

Schiedsrichter-Team

Hermann Albrecht Kaufbeuren

3,5
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

35.622 (ausverkauft)

Nach dem dürftigen 1:1 im Heimspiel gegen den KSC wartete Gladbachs Trainer Bongartz mit einer stark umgekrempelten Formation auf. Wieder vier statt drei Spieler in der Abwehrkette, in die Pedersen und Klinkert zurückkehrten, während Fournier draußen blieb. Ins defensive Mittelfeld zog Lupescu ein, der dort zuletzt eingesetzte Witeczek rückte in den Angriff, weil Juskowiak aufgrund einer Länderspiel-Abstellung fehlte. Und hinter den Spitzen durfte allein Effenberg die Fäden ziehen, Pflipsen bekam nach zuletzt enttäuschenden Leistungen eine "Denkpause" auf der Reservebank verordnet. Werder-Trainer Sidka vertraute der Formation, die zuvor in Kaiserslautern auftrumpfte, fast komplett. Lediglich Wiedener mußte seinen Mittelfeldplatz für den wiedergenesenen Pfeifenberger räumen. Doch nicht die Bremer präsentierten sich als homogenes, eingespieltes Team, sondern die Gladbacher. Sie drückten dem Spiel von Anfang an ihren Stempel auf. Ein Verdienst vor allem von Effenberg, der das Geschehen ideenreich lenkte. Er nutzte die Freiheiten der "langen Leine", die sein Bewacher Eilts ihm gestattete. Viel für den Spielaufbau tat auch Hochstätter, dessen Aktionsradius erst später eingeengt wurde, als Ramzy seine Außenposition im Mittelfeld verließ und sich vorwiegend um den angriffsfreudigen Gladbacher kümmerte. Nicht nur die bessere Besetzung des Mittelfeldes gab den Ausschlag für eine deutliche Gladbacher Überlegenheit, sondern vor allem die Einstellung, mit der die komplette Gästemannschaft im Weserstadion aufwartete. Aggressiv wurden die Bremer bereits in ihrer eigenen Spielhälfte gestört, engagiert gewannen die Borussen die Mehrzahl der Zweikämpfe. Flott und schnörkellos ihre Offensivaktionen, denen allerdings der krönende Abschluß stets versagt blieb. Denn im Tor der Bremer glänzte Oliver Reck. Etliche sogenannte hundertprozentige Chancen von Hochstätter, Pettersson und Witeczek machte er gekonnt zunichte. Und zusätzlich hatte er das Glück des Tüchtigen, als Witeczek einmal nur den Pfosten traf (64. Minute). Von seinen Vorderleuten wurde Reck zuweilen arg in Stich gelassen. Werders Abwehrreihe wirkte insgesamt zu unbeweglich gegen Gladbachs schnelle Angriffe, die Manndecker Wicky und Todt bekamen ihre Gegenspieler Pettersson und Witeczek nicht in den Griff. Gladbachs solide Abwehrkette patzte nur einmal, allerdings entscheidend. Eine Bilderbuch-Kombination von Herzog und Flo schloß der gerade erst eingewechselte Norweger mit dem 1:0 ab. Ein Tor, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte.