Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Carsten Ramelow Mittelfeld

2
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Salou (5', U. Spies)

1:1 Hajto (11', Eigentor)

2:1 Happe (22', Lehnhoff)

Leverkusen

Heinen 2,5 - Lottner 2,5 , Wörns 3 , Happe 2,5 - Ramelow 2, Emerson 3,5 , Heintze 4, Lehnhoff 3,5, Beinlich 4,5 - Meijer 4,5 , Rink 5

Duisburg

Gill 2 - Wohlert 2,5, Emmerling 3,5 , Hajto 2,5 - Wolters 4, H. Steffen 3,5 , Hirsch 4,5 , Osthoff 4 , M. Zeyer 3,5 - Salou 3,5 , U. Spies 4

Schiedsrichter-Team

Herbert Fandel Kyllburg

5
Spielinfo

Stadion

Ulrich-Haberland-Stadion

Zuschauer

22.200

Weil er wieder auf die am vergangenen Mittwoch verletzten oder gesperrten Wörns, Beinlich und Ramelow zurückgreifen konnte, baute Christoph Daum sein Team mächtig um. Wörns spielte Manndecker für Robert Kovac, Beinlich im halblinken Mittelfeld für Nico Kovac, Ramelow defensiv zentral für Zivkovic. Außerdem stürmte Rink von Beginn an für Feldhoff. Nur eine Änderung beim MSV: Salou begann im Sturm, Skoog blieb zunächst auf der Bank. Die "Zebras" kamen weitaus besser aus den Startlöchern als Leverkusen, führten bereits nach fünf Minuten mit 1:0, als Spies Salou im Strafraum herrlich freispielte und der Heinen überlistete. Doch statt mit dieser Führung im Rücken das Geschehen auf dem Rasen zu bestimmen, gaben die Duisburger die Partie aus der Hand, ohne weiter entschlossen nach vorn zu spielen. Leverkusen entwickelte jetzt Druck schon bei Duisburger Ballbesitz in deren Hälfte, zwang den Gegner zu Fehlern. Weil die MSV-Stürmer bei jedem Bayer-Angriff in die Defensive rückten, fehlten Anspielstationen bei Befreiungsschlägen, die meist wie Bumerangs zurück kamen. Rund zwanzig Minuten dauerte die Sturm- und Drangphase der Leverkusener, die diese Zeit zwischen der 10. und 30. Minute allerdings sehr effektiv nutzte. Zwei Treffer fielen, bei denen beide Male Standardsituationen den Ursprung bildeten. Die ansonsten sichere MSV-Abwehr sah dabei beide Male nicht gut aus. Der erste Treffer entsprang einem Eigentor von Hajto nach Lehnhoff-Ecke, das zweite Tor verschuldete Hirsch, der Happe nicht eng genug markierte. Nach der Pause ließ Leverkusen sich zurückfallen, was einerseits am Kräfteverschleiß lag, andererseits am erhöhten Druck der Duisburger, die nun - mit einem vorgezogen operierenden Emmerling - wieder offensiver wurden. Leverkusens Defensivachse allerdings stand gut, sowohl Ramelow (bester Feldspieler) als auch Lottner sorgten immer wieder für Ordnung und Entlastung in den eigenen Reihen. Auch Emerson ließ einige Male seine Klasse aufblitzen. Der MSV verpaßte es, Druck über die Flügel zu entwickeln, um die zentral sicher stehende Bayer-Abwehr im Rücken auszuhebeln. So verpufften gut angelegte Angriffe meist schon vor dem Strafraum; zwei gute Gelegenheiten wurden durch Hajto und Salou überhastet vergeben. Bayer war nach rund 70 Minuten körperlich völlig platt, rettete den Sieg aber über die Zeit, weil dem MSV (der nach 80 Minuten den Libero auflöste, Komljenovic übernahm die Manndeckerposition, Hajto rückte nach vorne) einfach zu wenig einfiel.