Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Bayer begann mit der Mannschaft, die am vergangenen Mittwoch gegen den Hamburger SV 120 Minuten lang erfolgreich um den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale gekämpft hatte, lediglich Feldhoff begann für den verletzten Kirsten (Muskelfaserriß im rechten Oberschenkel). Auch Hansa mußte gegenüber dem Sieg gegen Hertha am vergangenen Wochenende nur auf einer Position ändern: Für den am Knie verletzten Ehlers spielte Weilandt auf der Position im defensiven Mittelfeld.

Spieler des Spiels

Marco Zallmann Abwehr

2
Spielnote

4
Tore und Karten

0:1 T. Lange (45')

1:1 Feldhoff (87', Lehnhoff)

Leverkusen

Heinen 2 - Lottner 4 , Wörns 5 , Happe 5 - Ramelow 3, Emerson 3, Heintze 5 , Lehnhoff 4, Beinlich 5 - Feldhoff 4 , Meijer 3,5

Rostock

Bräutigam 3,5 - Rehmer 3,5, Zallmann 2, Gansauge 3 - Studer 3,5, Weilandt 3,5 , T. Lange 3 , Yasser 3,5, Barbarez 4 - Micevski 4,5 , Majak 4,5

Schiedsrichter-Team

Hartmut Strampe Handorf

3
Spielinfo

Stadion

Ulrich-Haberland-Stadion

Zuschauer

21.000

Leverkusens Spiel war über 90 Minuten geprägt von einer Einfallslosigkeit, die es den Rostockern immer wieder ermöglichte, das Tempo zu beruhigen und das Spiel in die Leverkusener Hälfte zu tragen. Dabei kam Hansa einmal die fehlende Bindung der Bayer-Stürmer zu ihrem Nachschub zugute, auf der anderen Seite aber auch die Tatsache, daß jeder Abwehrspieler durchaus in der Lage war, den Ball kontrolliert zu spielen, nicht planlos nach vorne zu dreschen. Die Hausherren erspielten sich zwar eine optische Überlegenheit - zwingende Torchancen freilich blieben Mangelware. Weil bei Hansa die Laufarbeit sehr effektiv und ökonomisch gestaltet wurde, sahen sich die Leverkusener Offensivkräfte immer wieder zum Abbruch der Angriffsaktionen gezwungen, die Paßwege waren meist zugestellt, Ratlosigkeit bei Ballbesitz wurde zur Normalität. Auch die Führung der Gäste durch Lange nach bösem Schnitzer des angeschlagenen Wörns (blieb zur Halbzeit mit einer Zerrung in der Kabine) weckte die Leverkusener nicht auf. Zwar versuchte Christoph Daum nach einer Stunde, die Offensivabteilung weiter zu verstärken, brachte Rink für Libero Lottner (Ramelow orientierte sich etwas zurück), doch das gewünschte Ergebnis blieb aus. Bayer spielte hinten Risiko (Lienen brachte als Antwort auf Daums Maßnahme Pamic als dritten Angreifer) und vorne weiter planlos. Drangvolle Enge und Belagerungszustand im Rostocker Strafraum prägten die letzten Minuten, doch meist wurden die hoch auf Meijer (hervorragender Einsatz!) geschlagenen Bälle sichere Beute der Hansa-Abwehr, die sich in den letzten zehn Minuten nur noch zehn Bayer-Spieler erwehren mußte, weil Neuendorf verletzt ausschied und das Wechselkontignent erschöpft war. Es spricht für die gute Moral der Leverkusener, daß sie trotz dieses Handicaps den letztendlich glücklichen Ausgleich noch schaffte und ihren Heimnimbus wahrte - seit nunmehr 14 Monaten ist die Mannschaft im Ulrich-Haberland-Stadion ungeschlagen.