Bundesliga Analyse

Bundesliga

SPIELBERICHT

SPIELBERICHT

Spieler des Spiels

Andreas Herzog Mittelfeld

2
Spielnote

3
Tore und Karten

1:0 Todt (2', A. Herzog)

2:0 A. Herzog (23', Labbadia)

2:1 Ricken (40', Chapuisat)

Bremen

Reck 2,5 - Trares 2,5, Wicky 3, Todt 3 - Ramzy 3,5, Eilts 3, Skripnik 2,5, Pfeifenberger 2 , A. Herzog 2 - Labbadia 3, Flo 4

Dortmund

Klos 3 - Kohler 3 , Feiersinger 4 , Kree 4 - Paulo Sousa 3,5, P. Lambert 5 , K. Reinhardt 5 , Heinrich 4,5, Ricken 3 - Herrlich 4,5 , Chapuisat 3,5

Schiedsrichter-Team

Edgar Steinborn Sinzig

4
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

32.083

Werder-Coach Sidka ließ nach der 1:2-Niederlage in Duisburg das Personenkarussell rotieren, brachte vier neue Leute (Trares, Pfeifenberger, Skripnik, Flo). Mit Ramzy und Skripnik stellte er zwei "gelernte" Manndecker auf die Außenpositionen im Mittelfeld. Ein Schachzug, der erfolgreich war, denn Dortmunds "Außen", Heinrich und Reinhardt, waren zumeist zur Bedeutungslosigkeit verdammt. Neue Rolle auch für Pfeifenberger, der erstmals im zentralen Mittelfeld spielen durfte und dort neben Herzog zur spielbestimmenden Figur wurde. Den beiden Österreichern wurden ihre eindrucksvollen Auftritte allerdings auch leicht gemacht. Denn bei Borussia herrschte im defensiven Mittelfeld Notstand, das Fehlen von Freund machte sich bemerkbar. Lambert und Sousa erfüllten ihre Abwehraufgaben kaum, so daß die Bremer Spielgestalter zumindest in der ersten Halbzeit wenig Mühe hatten, schnelle, direkte und durchdachte Angriffsaktionen zu inszenieren. Nicht nur Freund fehlte den Dortmundern gegenüber dem Champions-League-Spiel vier Tage zuvor, auch der verletzte Cesar mußte ersetzt werden. Dafür waren aber die in Istanbul gesperrten Sousa und Ricken wieder dabei. Neu-Nationalspieler Ricken hatte es zumeist mit Alt-Nationalspieler Eilts zu tun, blieb oft nur zweiter Sieger, wartete aber dennoch mit einem "Traumtor" auf, knallharter Volleyschuß nach Flanke von Chapuisat. Doch zuvor hatten die Bremer bereits zweimal getroffen, zum erstenmal schon nach 105 Sekunden. Beflügelt durch dieses schnelle 1:0 dominierte Werder die erste Halbzeit eindeutig. Mit aggressivem, frühem Stören wurden langamtmige, umständliche Dortmunder Aufbaubemühungen im Keim erstickt, mit sicherem Kombinationsfußball eigene Offfensivaktionen vorgetragen. Eine dieser hervorragenden Szenen führten zum 2:0, bei dem Labbadia und Herzog die Borussen-Abwehr schlecht aussehen ließen. Erst nach dem Anschlußtreffer und der Pause gelang es Dortmund, der Partie einen eigenen Stempel aufzudrücken. Sousa vernachlässigte zwar weiterhin seine Defensivaufgaben, profilierte sich aber als Antreiber und Regisseur. Seine klugen Pässe sorgten für Angriffschwung. Die Borussen machten mächtig Druck, dominierten deutlich, doch überhastet und konzeptlos fanden sie keine Mittel, die von Libero Trares gut organisierte Werder-Abwehr abermals zu überwinden. So hatten auch in der zweiten Halbzeit die nur selten konternden Bremer die besseren Torchancen. Labbadia stand zweimal allein vor Klos, scheiterte jedoch am Borussen-Torwart.