3. Liga Analyse

3. Liga 2013/14, 35. Spieltag
14:31 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
R. Korte
Saarbrücken

14:47 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
D. Schmidt
Münster

15:04 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Stegerer
Saarbrücken

15:07 - 52. Spielminute

Tor 1:0
S. Benyamina
Rechtsschuss
Vorbereitung Piossek
Münster

15:19 - 64. Spielminute

Tor 2:0
Krohne
Rechtsschuss
Vorbereitung Piossek
Münster

15:25 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Mandt
für Chaftar
Saarbrücken

15:27 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Ishihara
für Rathgeber
Saarbrücken

15:33 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Kara
für Siegert
Münster

15:37 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Neupert
für Riedel
Münster

15:39 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Bischoff
für Krohne
Münster

15:46 - 90. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
P. Hoffmann
Saarbrücken

MÜN

SBR

Saarbrücken nach der 0:2-Pleite wohl abgestiegen

Benyamina und Krohne knipsen die Lichter aus

Jubel nach der 1:0-Führung: Torschütze Soufian Benyamina (2. v. li.) wird von den Kollegen geherzt.

Jubel nach der 1:0-Führung: Torschütze Soufian Benyamina (2. v. li.) wird von den Kollegen geherzt. Imago

Preußen-Coach Ralf Loose nahm im Vergleich zum 4:2-Sieg in Rostock vier Veränderungen vor: Schulze Niehues rückte für den verletzten Stammkeeper Masuch ins Team, Schmidt und Riedel liefen für Kirsch und Hergesell in der Viererkette auf und Piossek rotierte für Grote (Gelb-Rot-Sperre) rein. Sein Pendant Fuat Kilic stellte seine Mannschaft nach dem 3:0-Erfolg über Halle in der Vorwoche auf zwei Positionen um: Chaftar ersetzte Forkel, zudem gab Rathgeber nach Verletzungspause sein Comeback.

Standard-Flut des FCS

Zu Beginn nahmen die abstiegsbedrohten Saarbrücker gleich das Heft in die Hand, suchten ihr Heil in der Offensive. Vor allem bei Standards brachten die Gäste die wackelige Defensive der Münsteraner immer wieder in Verlegenheit. Nach einem Eckball von der rechten Seite fand Chaftar den Kopf von Pezzoni, doch der Mittelfeldmann köpfte das Leder über den Kasten (7.). Bezeichnend die nächste unglückliche Abwehr-Aktion der Gastgeber: Krohne trifft beim Klärungsversuch beinahe ins eigene Tor (9.). Die ersten zehn Minuten gehörten klar den Saarländern, in der Folge schienen die Preußen aber endlich aufgewacht. Doch der Freistoß von Routinier Kühne, der auf dem Tornetz landete, blieb die einzige und beste Möglichkeit der Gastgeber (14.).

Das erste echte Ausrufezeichen der Partie setzte Saarbrückens Korte. Mit einem Freistoß-Kracher aus über 30 Metern prüfte der 23-Jährige Preußen-Keeper Schulze Niehues, der das Leder nur noch an die Querlatte lenken konnte (23.). Der FCS drückte weiter auf den ersten eigenen Treffer, die Preußen mussten sich auf Entlastungsangriffe beschränken. Und fast wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt: In der 32. Minute ließ Benyamina das Zuspiel von Truckenbrod durch, Siegert stand rechts im Strafraum frei und legte per Hacke wieder auf Benyamina ab, der allerdings direkt auf Keeper Ochs zielte.

Der 35. Spieltag

Die entschlossenere Mannschaft blieben aber die Gäste. Nach einem tollen Solo von Hoffmann, der vier Gegenspieler stehen ließ, wäre der FCS beinahe in Führung gegangen, doch der Mittelfeldspieler fand in Schulze Niehues seinen Meister (36.). Anschließend plätscherte die Begegnung dann vor sich hin, ehe Schiedsrichter Florian Heft den äußerst durchwachsenen ersten 45 Minuten ein Ende setzte.

Benyaminas kalte Dusche, Krohne legt nach

Die erste gute Aktion im zweiten Abschnitt gehörte wieder den Gästen. Erneut versuchte es Wirbelwind Korte, doch der auffälligste Saarbrücker scheiterte mit einem Vollspannschuss am starken Schulze Niehues (50.). Im direkten Gegenzug dann die kalte Dusche für den FCS: Piossek trieb die Kugel nach vorne, wechselte am linken Strafraumeck die Seite - Benyamina zögerte nicht lange und schlenzte das Leder in die lange Ecke, wo das Spielgerät am Innenpfosten einschlug (52.). Und der Stachel saß tief, die Gäste wirkten durch die glückliche Münsteraner Führung wie gelähmt. Zumindest Rathgeber versuchte die Saarländer aus ihrer Lethargie zu reißen, doch sein Schussversuch aus spitzem Winkel war zu ungenau (63.).

Ganz anders die Gastgeber: Die zweite Torchance münzten die Preußen im Gegenangriff zur Vorentscheidung um. Kühne steckte auf links auf Piossek durch, der die Kugel einfach in die Mitte abprallen ließ, wo Krohne nicht lange nachdachte und aus sieben Metern flach einschob - 2:0 (64.). Anschließend schien der Wille der Saarländer gebrochen, zudem mussten die Gäste dem aufopferungsvollen Kampf Tribut zollen. Der FCS rannte sich vorne immer wieder fest, die Preußen schalteten aber auch einen Gang runter und nutzten die Räume nicht konsequent. In der Schlussviertelstunde ließen beide Mannschaften das Spiel ausklingen, die Saarbrücker beugten sich ihrem Schicksal und sind mit der 0:2-Niederlage wohl nicht mehr zu retten.

Nächsten Samstag (14 Uhr) ist Münster bei den Stuttgarter Kickers zu Gast, zeitgleich empfängt Saarbrücken den SV Wacker Burghausen.