3. Liga Analyse

3. Liga 2013/14, 22. Spieltag
14:22 - 22. Spielminute

Tor 1:0
Schnatterer
Rechtsschuss
Vorbereitung Morabit
Heidenheim

14:36 - 36. Spielminute

Gelbe Karte
Semmer
Chemnitz

14:44 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
Morabit
Heidenheim

15:04 - 48. Spielminute

Gelbe Karte
Pusch
Chemnitz

15:07 - 52. Spielminute

Spielerwechsel
Mauersberger
für Pusch
Chemnitz

15:21 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Thurk
für Mayer
Heidenheim

15:22 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
A. Fink
für Semmer
Chemnitz

15:30 - 75. Spielminute

Tor 2:0
Schnatterer
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Schnatterer
Heidenheim

15:32 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Pfeffer
für Kegel
Chemnitz

15:32 - 77. Spielminute

Tor 3:0
Schnatterer
Rechtsschuss
Vorbereitung Thurk
Heidenheim

15:35 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
S. Sökler
für Bagceci
Heidenheim

15:41 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Niederlechner
für Schnatterer
Heidenheim

HDH

CFC

Heidenheim mit zehn Spielen ohne Niederlage

Genialer Schnatterer macht den Unterschied

Marc Schnatterer

Am Ball ein wahrer Genuss: Marc Schnatterer narrte den CFC im Alleingang. picture alliance

Heidenheims Trainer Frank Schmidt tauschte sein Personal im Vergleich zum 2:2 gegen Duisburg vor der Winterpause auf zwei Positionen: Wittek und Bagceci ersetzten Göhlert (Gelbsperre) und Strauß. CFC-Coach Karsten Heine genügte nach dem 2:0-Sieg in Osnabrück dagegen ein Wechsel: Semmer rückte für Makarenko (krank) in die Startelf.

Mit zuletzt weniger guten Testspielergebnissen kehrten die in der Liga starken Heidenheimer aus der Winterpause zurück. Klar, dass der Fokus der besten Abwehr sowie des besten Angriffs der Liga direkt wieder auf den Ausbau der eigentlichen Serie gerichtet wurde: Seit neun Pflichtspielen hatten die Ostalbstädter nämlich keine Niederlage mehr kassiert. Die abstiegsbedrohten Gästen, die immerhin ein 0:0 im Test gegen Kaiserslautern einfuhren, hofften dagegen ihrerseits, dass die Rückrunde besser verlaufen möge. Trainer Heine im Vorfeld: "Nach diesem Spiel wissen wir, wo wir stehen."

Der Kapitän zeigt seine Klasse

Der ohnehin starke CFC-Defensivverbund positionierte sich zu Beginn der Partie in der Voith-Arena ordentlich, ließ für die Hausherren keine Lücken aufklaffen. Die Folge: Der FCH suchte sein Heil mit Freistößen von außerhalb, die vornehmlich von Kapitän Schnatterer getreten wurden. Einer davon fand gar den Kopf von Abwehrmann Endres, der das Leder über die Querlatte bugsierte (7.). Die Fans warteten lange auf die erste Großchance, die es dann allerdings direkt in sich hatte und zeigte, warum der FCH am sonnigsten Platz des Tableaus rangiert. Bochums Leihgabe Morabit steckte hier einen perfekten Pass durch die Abwehr der Himmelblauen und bediente damit den durchstartenden Schnatterer. Der ließ aus spitzem Winkel mit einem geschlenzten Abschluss Torhüter Riederer keine Abwehrchance - 1:0 (22.).

Ansonsten verlief die erste Halbzeit im Grunde sehr überschaubar. Der CFC stand gut, lauerte auf Gegenschläge. Einen davon hatte Außenverteidiger Birk zu verbuchen, als er sich stark in den Strafraum vorarbeitete. Sein Gewaltschuss schnellte jedoch weit drüber (39.). Warum FCH-Torhüter Sabanov zu den besten seiner Zunft in der 3. Liga gehört, zeigte sich noch kurz vor der Pause: Hensel wuchtete einen Kopfball stark auf das Gehäuse, wo der Schlussmann schließlich die Kugel per Reflex an die Querlatte lenkte (45. +1). Mit einer etwas schmeichelhaften Führung marschierten die Hausherren demnach in die Kabine.

CFC-Druck von Anbeginn

Der 22. Spieltag

Ohne Wechsel kamen die Teams wieder aus dieser heraus, begannen den zweiten Durchgang direkt mit etwas mehr Härte. CFC-Akteur Pusch sah prompt die Gelbe Karte (48.). Seinen Mannen schien dies zu helfen, weil sich der Gastgeber folglich etwas durcheinander bringen ließ. Kegel scheiterte erst mit einem abgefälschten Schussversuch aus dem Strafraum, die folgende Ecke wurde gerade noch von der Linie gekratzt (52.). Und der Turbo der Himmelblauen lief weiter: Garbuschewski setzte einen direkten Freistoß von halblinks an die Querlatte - der zweite Alu-Treffer in diesem Spiel (67.).

Schnatterers dreifacher Antritt

Im Gegenzug erlief Schnatterer im Vollsprint einen langen Schlag noch knapp vor Torhüter Riederer. Sein direkter Lupfer segelte letztlich jedoch schräg am Tor vorbei (72.). Wenig später zog der Kapitän von rechts in den Strafraum, zog gegen den grätschenden Birk einen klaren Elfmeter, den er selbst verwandelte (75.). Nur zwei Minuten später trieb er erneut das Leder, spielte mit Thurk und der Hacke den gesamten Defensivverbund aus und schnürte seinen Dreierpack (77.). Die Himmelblauen waren geschlagen, auch wenn sie lange Zeit den Hausherren absolut Paroli geboten haben. Bitter sicherlich, doch ganz klar zeigte sich einfach auch der Unterschied in der individuellen Klasse. Die Ostalbstädter bleiben somit klar auf Zweitligakurs und marschieren zudem seit zehn Partien ohne Niederlage durch die 3. Liga. Der CFC muss dagegen weiterhin mit der Abstiegsangst leben, auch wenn die Leistung durchaus stimmte.

Am nächsten Samstag (14 Uhr) reist Heidenheim zum BVB II, Chemnitz empfängt zeitgleich den Jahn aus Regensburg.