Bundesliga 2013/14, 34. Spieltag
15:36 - 6. Spielminute

Tor 1:0
Matip
Kopfball
Vorbereitung M. Meyer
Schalke

15:50 - 20. Spielminute

Spielerwechsel
Colak
für Feulner
Nürnberg

15:59 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Pachonik
Nürnberg

16:05 - 36. Spielminute

Gelbe Karte
Nilsson
Nürnberg

16:15 - 45. Spielminute

Tor 2:0
Neustädter
Rechtsschuss
Schalke

16:44 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Stark
Nürnberg

16:48 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Tekerci
für Balitsch
Nürnberg

16:54 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Frantz
Nürnberg

16:57 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Mak
für Hlousek
Nürnberg

16:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Kirchhoff
für Szalai
Schalke

17:01 - 75. Spielminute

Tor 3:0
Draxler
Linksschuss
Schalke

17:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Höwedes
für Hoogland
Schalke

17:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Obasi
für M. Meyer
Schalke

17:18 - 90. + 2 Spielminute

Tor 4:1
Obasi
Rechtsschuss
Schalke

17:17 - 90. + 1 Spielminute

Tor 3:1
Drmic
Linksschuss
Vorbereitung Angha
Nürnberg

17:16 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Tekerci
Nürnberg

S04

FCN

Club nach achtem Gang ins Unterhaus Rekordabsteiger

Matip leitet das Schicksal des FCN früh ein

Schalke und Torschütze Matip jubeln

Joel Matip (M.) ebnete den Weg zum ungefährdeten Schalker Sieg. Getty Images

Schalkes Trainer Jens Keller musste nach dem 2:0 in Freiburg auf die gesperrten Felipe Santana und Huntelaar verzichten. Kolasinac rückte als Linksverteidiger ins Team und verschob Ayhan nach innen, ganz vorne kam Szalai zum Zug.

Auch Nürnbergs Interimscoach Roger Prinzen hatte im Vergleich zum 0:2 gegen Hannover mit Chandler, Pinola und Plattenhardt drei Gelbsünder aus der etatmäßigen Viererkette nicht an Bord, zudem musste Schlussmann Schäfer (Schulterverletzung) passen. Rakovsky hütete das Tor, Angha, Stark und der aus dem Mittelfeld zurückgezogene Hlousek bildeten mit Nilsson die Abwehrreihe. Ebenfalls neu in der Startelf: Hasebe, Pachonik (Startelfdebüt) und Feulner. Für Kiyotake blieb nur die Bank, Pekhart war nicht im Kader - wie auch Pogatetz.

Schalke begann stark, verlagerte das Geschehen direkt in die Hälfte der Gäste, ließ Ball und den tiefstehenden Gegner laufen. Die frühe Führung resultierte aber aus einem Standard: Meyers Ecke flog in den Fünfer, wo Matip im Getümmel hart bedrängt von Nilsson zum Kopfball kam und ins linke Eck einnickte (6.).

Die Königsblauen hatten die Partie auch in der Folge stets sicher im Griff. Präsenter in den Zweikämpfen, ballsicherer, mit einem klaren Spielaufbau. Dieser krankte beim FCN, weite Pässe auf die einzige Spitze Drmic waren kein probates Mittel, um die Defensive der Hausherren zu erschrecken. S04 zeigte nach wie vor die besseren Ansätze, ging offensiv aber nicht das letzte Risiko.

Bei den Franken musste Feulner früh raus, Nachwuchstalent Colak kam (20.). Gelungene Offensivaktionen blieben aufgrund vieler persönlicher Fehler ein Fremdwort beim Abstiegskandidaten, der zudem leicht zu verteidigen war. Die erste (und im ersten Durchgang einzige) ernsthafte Bedrohung des gegnerischen Tores entsprang denn auch dem Zufall: Anghas Flanke über Fährmann hinweg mutierte zum Torschuss und sprang vom Innenpfosten ins Feld zurück - zum 25. Mal Aluminium in dieser Spielzeit für den FCN (26.).

Der Tabellendritte entwickelte direkt danach wieder mehr Zielstrebigkeit. Zweimal wurde Boateng frei kombiniert, zweimal war Rakovsky auf dem Posten (27., 29.), und Neustädter schoss aus der Ferne vorbei (32.).

In fast allen Spielsituationen war die bessere individuelle Qualität der Königsblauen erkennbar, die Sekunden vor dem Pausenpfiff noch einmal zuschlugen: Meyers schöne Verlagerung fand Goretzka am rechten Flügel. Der Youngster, der Hlousek mehr als einmal entwischte, blieb diesmal am Tschechen hängen. Den Abpraller erwischte allerdings Neustädter und schoss von halbrechts aus neun Metern mit dem rechten Außenrist flach ins rechte Eck ein.

Der 34. Spieltag

Nach Wiederanpfiff war das Personal unverändert - die Kräfteverhältnisse auf dem Platz blieben es ebenso. Goretzka (49.) und vor allem Meyer (Pfostenknaller, 51.) näherten sich dem dritten Tor an. Zwar sendete Frantz auf der Gegenseite ein Lebenszeichen (52.), die Keller-Schützlinge hatten aber ansonsten kaum Mühe, die durchsichtigen Angriffe der Gäste auszubremsen.

Der Club konnte nicht, Schalke tat nur das Nötigste. Viel passierte nicht in der Folge. Etliche Freistöße aus aussichtsreichen Situationen blieben ungenutzt, die Partie plätscherte mehr oder minder ereignislos ihrem Ende entgegen.

Erst in der Schlussviertelstunde zogen die Gastgeber die Zügel wieder an. Draxler erzielte per Fernschuss sein zweites Saisontor (75.), danach vergaben Boateng, Draxler, Obasi und Höwedes teilweise große Chancen, das Resultat in die Höhe zu schrauben, ehe Drmic mit Saisontreffer 17 wenigstens Ergebniskosmetik betreiben durfte (90.+1).

Doch vom Anspiel weg schlug auch S04 noch einmal zu. Fast ein Sinnbild war der Schlusspunkt des Spiels aus Sicht der Franken: Obasis Schuss sprang vom Pfosten an den Rücken Rakovskys und von dort ins Netz (90.+2).

Am Ende jubelte Schalke nach 36 Rückrundenpunkten über die erneute Teilnahme an der Königsklasse, Nürnberg befindet sich nach dem achten Abstieg im Tal der Tränen und vor einem Neuaufbau.

Die Liga geht in die Sommerpause. Die Saison 2014/15 beginnt am 22. August.

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Bilder zur Partie FC Schalke 04 - 1. FC Nürnberg