Bundesliga 2013/14, 31. Spieltag
15:46 - 16. Spielminute

Tor 0:1
Spahic
Rechtsschuss
Vorbereitung Boenisch
Leverkusen

15:56 - 26. Spielminute

Tor 1:1
Plattenhardt
Linksschuss
Nürnberg

16:34 - 47. Spielminute

Gelbe Karte
Plattenhardt
Nürnberg

16:35 - 48. Spielminute

Tor 1:2
Boenisch
Rechtsschuss
Vorbereitung Toprak
Leverkusen

16:38 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Donati
Leverkusen

16:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Colak
für Kiyotake
Nürnberg

16:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Hilbert
für Brandt
Leverkusen

16:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Rolfes
für Castro
Leverkusen

17:07 - 80. Spielminute

Tor 1:3
Spahic
Rechtsschuss
Vorbereitung Son
Leverkusen

17:13 - 87. Spielminute

Tor 1:4
Hilbert
Rechtsschuss
Leverkusen

17:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Derdiyok
für Kießling
Leverkusen

FCN

LEV

FCN mit vier Pleiten in Folge - Boenischs erstes Saisontor

Spahic kommt auf den Geschmack

Sebastian Boenisch und Emir Spahic (re.) bejubeln die Leverkusener Führung

Komm in meine Arme: Sebastian Boenisch und Emir Spahic (re.) bejubeln die Leverkusener Führung. Getty Images

Nürnbergs Trainer Gertjan Verbeek musste im Vergleich zur 1:4-Schlappe in Wolfsburg auf Feulner (Oberschenkelprobleme) und Hlousek (Gelb-Sperre) verzichten und brachte dafür Campana und Pinola, der so zu seinem 200. Bundesligaeinsatz kam. Bayers Übungsleiter Sascha Lewandowski verzichtete derweil nach dem 2:1-Sieg gegen Hertha auf personelle Änderungen.

Beide Mannschaften hatten offensichtlich Feinheiten in ihrer Spielweise verändert: Nürnberg, das zuvor oftmals für seine Angriffslust kritisiert worden war, agierte defensiver, zeigte sich stark darum bemüht, die Räume im Mittelfeld zu verdichten und über schnelle Konter für Gefahr zu sorgen (Drmic, 7.). Auf der anderen Seite Bayer, das die gesamte Breite des Feldes nutzen wollte, häufig über die Flügel kam und auf die Weise auch in Führung ging: Boenisch wuselte sich auf der linken Seite durch und bediente - unfreiwillig - Spahic, der volles Risiko ging und am Ostersonntag per Direktabnahme sehenswert vollendete (16.).

Der 31. Spieltag

Ein Sonntagsschuss hatte den Rheinländer also die Führung beschert, doch der Club bewies Moral und drängte mit viel Leidenschaft umgehend auf den Ausgleich - mit Erfolg, wie sich zeigen sollte: Zwar brachten Campana (23.) und Kiyotake (24.) zunächst keine zwingenden Abschlüsse zustande, doch dann trat Plattenhardt zum Freistoß an und versenkte das Runde aus etwa 25 Metern halbrechter Position im linken unteren Eck (26.).

Die Zeiger waren wieder auf null gestellt, allerdings hatten beide Mannschaften nun Blut geleckt und auf Offensive geschaltet. Sehenswerte Offensivaktionen waren die Folge. Die qualitativ hochwertigeren Chancen hatte allerdings Bayer: Topraks Kopfball nach Castro-Freistoß knallte an den rechten Pfosten (28.), während Bender (33.) und Kießling (39.) an Schäfer scheiterten. Weil zuvor in der 35. Minute auf der anderen Seite Kiyotakes Distanzversuch knapp drüber gegangen war, ging es mit 1:1 zum Pausentee.

Debütantenball in Nürnberg: Boenisch und Hilbert jubeln

Nürnbergs Plattenhardt jubelt mit den verletzten Chandler und Nilsson (v.li.).

Komm: Nürnbergs Plattenhardt jubelt mit den verletzten Chandler und Nilsson (v.li.). Getty Images

Ohne personelle Änderungen ging es in den zweiten Durchgang, der binnen weniger Wimpernschläge von Null auf Hundert kam. Zuerst rettet Leno zweimal reaktionsstark gegen Drmic und anschließend gegen Kiyotakes Abstauber (47.), dann klingelte es auf der Gegenseite. Wieder wirkte der Club bei einem ruhenden Ball instabil, was die Leverkusener gnadenlos ausnutzten: Nach Frantz' missglückter Abwehraktion landete der Ball bei Toprak, der im gegnerischen Sechzehner das Auge für den freistehenden Boenisch hatte. Dieser bedankte sich und vollendete ins lange Eck (48.).

Das saß, denn danach verfielen die Franken in eine Art Schockstarre. Das kam den Gästen freilich zupass, die das Zepter nun endgültig in die Hand nahmen und das Spiel fortan abgeklärt kontrollierten. Bayer zog sich dabei tiefer in die eigene Hälfte zurück und setzte punktuell über Konter immer wieder Nadelstiche. Der wesentliche Unterschied nun war, dass die Gäste im Gegensatz zu Durchgang eins die Mehrzahl der Zweikämpfe für sich entscheiden. Lewandowski unterfütterte die nun defensivere Grundausrichtung seiner Elf mit der Hereinnahme von Rolfes und Hilbert, die für Castro und Brandt kamen (70.).

Die Partie verflachte zusehends, ehe sich der Club bei einer eigenen Ecke das nächste Ei fing: Nach Ballgewinn zündete Son den Turbo, rannte über das halbe Feld und legte abschließend überlegt quer auf den mitgelaufenen Spahic. Der Bosnier, der zuvor sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt erzielt hatte, war auf den Geschmack gekommen und schob locker zum 3:1 ein (80.). Damit nicht genug, denn Bayer konterte erneut erfolgreich: Son scheiterte noch mit seinem tückischen Fernschuss an Schäfer, ehe Plattenhardt unfreiwillig für Hilbert auflegte. Aus spitzem Winkel markierte der ehemalige Fürther wie schon Boenisch und Spahic zuvor sein erstes Saisontor und stellte so den 4:1-Endstand her (87.).

Die heiße Schlussphase der Bundesliga ist längst eingeläutet und geht für beide Teams am kommenden Samstag in die nächste Runde: Der 1. FCN ist dann in Mainz gefordert (15.30 Uhr), ehe die Rheinländer die Dortmunder Borussia empfangen (18.30 Uhr).

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Bilder zur Partie 1. FC Nürnberg - Bayer 04 Leverkusen