Bundesliga 2013/14, 30. Spieltag
15:42 - 12. Spielminute

Tor 0:1
Didavi
Linksschuss
Vorbereitung Werner
Stuttgart

15:43 - 13. Spielminute

Gelbe Karte
Schwaab
Stuttgart

15:55 - 25. Spielminute

Gelbe Karte
Werner
Stuttgart

15:55 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Gruezo
Stuttgart

15:57 - 28. Spielminute

Gelbe Karte
Korb
Gladbach

16:49 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Leitner
für Didavi
Stuttgart

16:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
G. Xhaka
für Kramer
Gladbach

16:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Hrgota
für Herrmann
Gladbach

16:57 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Ibisevic
für Werner
Stuttgart

17:08 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Younes
für Nordtveit
Gladbach

17:16 - 89. Spielminute

Tor 1:1
Arango
Kopfball
Vorbereitung Kruse
Gladbach

17:18 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Cacau
für Harnik
Stuttgart

BMG

VFB

Traore trifft die Latte

Arango bestraft die Abschlussschwäche des VfB

Fertigmachen zum Jubeln: Didavi hat soeben die Führung erzielt und dreht ab. Ter Stegen und Jantschke haben das Nachsehen.

Fertigmachen zum Jubeln: Didavi hat soeben die Führung erzielt und dreht ab. Ter Stegen und Jantschke haben das Nachsehen. imago

Gladbach-Coach Lucien Favre sah nach dem 2:0-Auswärtserfolg in Nürnberg keinen Grund, seine Formation umzustellen. Er schickte die siegreiche Elf aus der Vorwoche auf den Rasen. Stuttgarts Trainer Huub Stevens hingegen nahm im Vergleich zum 2:0-Derbysieg gegen Freiburg zwei Änderungen vor: Niedermeier (nach abgesessener Rotsperre) und Werner begannen für Sakai und den zuletzt formschwachen Ibisevic (beide Bank).

In einer gemächlichen Anfangsphase attackierten die Gäste die Fohlen erst ab der Mittellinie. So schob sich die Favre-Truppe oft den Ball hin und her, ohne im roten VfB-Bollwerk eine Lücke ausfindig zu machen. Bei Ballgewinn schwärmten Werner, Traore & Co. schnell aus, so kam auch Gentner erstmals in Schussposition, als er aus der Distanz verzog (6.). Nach elf Minuten durfte Schwaab gegen unsortierte Gladbacher aus dem Halbfeld unbedrängt flanken und leitete so die Gäste-Führung ein. Werner traf den Ball nicht richtig, wodurch die Kugel Didavi vor die Füße rollte. Der fackelte nicht lange und schoss aus sechs Metern mit links hoch ein. Für Didavi war es das erste Bundesliga-Tor seit April 2012.

ter Stegen glänzt gegen Harnik

Das spielte den Gästen in die Karten, die sich die Arbeit gegen den Ball in vorderster Front clever aufteilten. Harnik, Traore, Didavi und Werner tauschten ständig Positionen und störten die Heimelf im Spielaufbau. Doch die Favre-Truppe biss sich förmlich in die Partie, erhöhte die Schlagzahl und tauchte durch Kramer zweimal gefährlich im Strafraum auf (25., 27.). Richtig zwingend waren die Gladbacher Bemühungen aber nicht - und wenn doch, dann war Ulreich zur Stelle. Erst parierte er Arangos Kopfball, dann Herrmanns Nachschuss (37.). Im direkten Gegenzug hatte Harnik das zweite Tor auf dem Fuß, brachte das Leder aus acht Metern aber nicht an ter Stegen vorbei (37.).

Der 30. Spieltag

In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurden die Gäste aktiver, während die Heimelf gedanklich schon in der Pause schien. Arango servierte Werner das Spielgerät auf dem Silbertablett, das VfB-Talent scheiterte aber erst an ter Stegen, dann am Außennetz (45.). Als Didavi eine Traore-Flanke per Kopf nur Zentimeter neben das Fohlen-Tor setzte, wäre auch ter Stegen machtlos gewesen (45. +2). Zur Halbzeit führte Stuttgart verdient gegen eine vorne einfallslose und hinten fehlerhafte Borussia.

Entschlossen kam die Elf vom Niederrhein aus der Kabine. Nordtveit (47.), Dominguez (51.) und Herrmann (53.) versuchten es allesamt aus der zweiten Reihe, zielten aber nicht gut genug. Während sich vor allem Raffael aufschwang, das Offensivspiel seiner Farben anzukurbeln, wirkte die Defensive um Brouwers und Jantschke nicht sattelfest. Die Stuttgarter – dirigiert von Gruezo - brachten die VfL-Struktur immer wieder mit einfachsten Mitteln durcheinander. So klare Möglichkeiten wie im ersten Abschnitt spielte sich die Stevens-Truppe aber nicht heraus.

Stuttgart macht den Sack nicht zu

Favre reagierte auf die Einfallslosigkeit seiner Männer und brachte Hrgota und Xhaka für Kramer und Herrmann in die Partie (70.). Doch es blieb dabei: Die Stuttgarter brachten immer ein Abwehrbein dazwischen und Raffael (75.) & Co. zum Verzweifeln. Weil aber der VfB den Sack nicht zumachte (Beispiel: Traores Freistoß an die Latte in der 87. Minute), blieb es bis zum Schluss offen.

Und tatsächlich: Die unstrukturierte, aber entschlossene Schlussoffensive der Heimelf führte spät noch zum Erfolg. Kruse flankte zum x-ten Mal von rechts mit links ins Zentrum, wo Arango das Leder per Kopf (!) in die lange Ecke verlängerte (89.). Wieder einmal verspielte der VfB eine Führung, wieder einmal brachte sich die Stevens-Truppe um den verdienten Lohn für ein gutes Spiel. Gladbach geht im Rennen um Platz vier immerhin nicht gänzlich leer aus.

Spieler des Spiels

Marc-André ter Stegen Tor

2
Spielnote

Zunächst mit einigen Längen und spielerisch mäßig, in der Schlussphase zwar nicht mitreißend, aber wenigstens spannend.

4
Tore und Karten

0:1 Didavi (12', Linksschuss, Werner)

1:1 Arango (89', Kopfball, Kruse)

Gladbach

ter Stegen 2 - Korb 5 , Jantschke 3,5, Brouwers 4, Alvaro Dominguez 3 - Nordtveit 4 , Kramer 5 , Herrmann 4,5 , Arango 4 - Raffael 3,5, Kruse 3,5

Stuttgart

Ulreich 2 - Schwaab 4 , Rüdiger 3, Niedermeier 4, Boka 3 - Gentner 2, Gruezo 3 , Traoré 3, Didavi 3 , Harnik 4 - Werner 4,5

Schiedsrichter-Team

Florian Meyer Burgdorf

2
Spielinfo

Stadion

Borussia-Park

Zuschauer

53.560 (ausverkauft)

Nächsten Samstag (15.30 Uhr) treten die Fohlen in Freiburg an. Die Stuttgarter erwarten tags darauf (17.30 Uhr) den FC Schalke.

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - VfB Stuttgart