Bundesliga 2013/14, 27. Spieltag
20:09 - 6. Spielminute

Tor 0:1
Kroos
Rechtsschuss
Vorbereitung T. Müller
Bayern

20:17 - 14. Spielminute

Tor 0:2
M. Götze
Kopfball
Vorbereitung Schweinsteiger
Bayern

21:15 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Mandzukic
für T. Müller
Bayern

21:16 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Ribéry
für Robben
Bayern

21:25 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Thiago
für Schweinsteiger
Bayern

21:25 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Niemeyer
für Kobiashvili
Hertha

21:27 - 66. Spielminute

Tor 1:2
Ramos
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Ramos
Hertha

21:30 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Skjelbred
Hertha

21:32 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Ronny
für Mukhtar
Hertha

21:40 - 79. Spielminute

Tor 1:3
Ribéry
Linksschuss
Vorbereitung M. Götze
Bayern

21:48 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Wagner
für Ramos
Hertha

BSC

FCB

Kroos, Götze und Ribery treffen zum 19. Dreier in Serie

Der verdienteste Meister aller Zeiten

Toni Kroos

Seht her, hier jubelt der Meister: Das dachte sich womöglich schon Toni Kroos nach seinem frühen 1:0. getty images

Hertha-Trainer Jos Luhukay reagierte auf die klare 0:3-Pleite in Gladbach mit fünf personellen Veränderungen: Langkamp (5. Gelbe Karte), Allagui, Ben-Hatira (beide nicht im Kader), Ronny und Niemeyer (beide Bank) bekamen für Kobiashvili, Janker, Mukhtar, Skjelbred und Schulz neuerliche Bewährungschancen. Cigerci (Reha nach Muskelfaserriss) musste gänzlich passen. Bayern-Coach Pep Guardiola brachte nach dem 2:0-Auswärtssieg in Mainz drei neue Akteure: Martinez, Ribery und Mandzukic machten Platz für Rafinha, Dante und Götze. Taktgeber Thiago saß nach auskurierter Oberschenkelprellung zunächst auf den Bank.

Kroos steht blank

Die Partie begann, anders als noch in Mainz, mit etwas ängstlichen Berlinern. Die erste Torschussannäherung verzeichnete Müller. der im Zentrum rund 20 Meter vor dem Gehäuse an das Spielgerät kam und für Robben durchsteckte. Der Niederländer konnte sich von seinem Gegenspieler aber nicht entscheidend lösen (2.). Die Angst des BSC zeigte sich auch in den LIVE!-Daten nach rund zehn Minuten: Die Hausherren hatten hier gerade einmal 23 Pässe gespielt, die Münchner bereits 108! Den vielen Kurzpässen wurden aber auch stets präzise Steilpässe angefügt, so auch beim frühen 1:0. Schweinsteiger schickte über die linke Strafraumkante Müller, der einen Haken schlug und ins Zentrum spielte. Janker fälschte den Pass etwas unglücklich in den Rückraum ab, wo Kroos komplett frei stand und trocken einschob (6.).

"Kopfballungeheuer" Götze

Die Bayern wussten wenig später auf das vorentscheidende 2:0 zu erhöhen: Lahm hatte das Feld vor sich, spielte Robben an, der Rafinha rechts mitnahm. So ging das weiter und weiter, bis Kroos einen Diagonalball auf Rafinha schlug, der am Sechzehnereck Schweinsteiger fand. Dessen direkte Flanke landete bei Götze, der per Kopf (!) vollstreckte (14.). In der Folge verflachte das Spiel dann etwas. Mit einigen Lupfern und Hackentricks ließen die Bayern etwas den Schlendrian einkehren. Das jedoch brachte die eingeigelten Hauptstädter nicht dazu, die aufgebaute Mauer aus neun (!) Akteuren vor dem Strafraum aufzulösen. Sturmtank Ramos wirkte komplett auf verlorenem Posten.

Die letzten Minuten vor der Pause verliefen ereignisarm, weil das Pressing der Münchner perfekt funktionierte und der Ball demnach direkt wieder erobert wurde. Der FCB-Express begnügte sich mit den beiden frühen Toren. Immerhin bot FCB-Torhüter Neuer noch Sehenswertes: Die deutsche Nummer Eins blieb nach einem zu kurzen Rückpass von Dante extrem kühl und überlupfte den anstürmenden Ramos schier kinderleicht (40.). Zwei Minuten vorher köpfte Müller außerdem noch den Ball an die Querlatte. Wahnsinn: Nach 45 Minuten hatten die Bayern satte 80 Prozent Ballbesitz, die Passquote lag bei 93 Prozent.

Der 27. Spieltag

Direkt mit Wiederbeginn zeigten die Münchner auf, wer hier wirklich der Herr im Haus war. Götze nahm an der Strafraumkante die Hacke zur Hilfe, legte so für Robben ab. Der zog alleine auf Kraft zu, doch erstens konnte dieser parieren, zweitens ertönte ein Pfiff: Abseits (46.). Die Hauptstädter standen schnell wieder mit ihrem blau-weiß gestreiften Mauerverbund um den Strafraum. Weil die Luhukay-Elf dann mal etwas forscher in den Zweikämpfen agierte, sank der Unterhaltungswert nahe der Null. Warum? Weil die Münchner das Leder an der Viererkette und den defensiven Mittelfeldspielern entlangzogen und die Berliner nicht herausrückten.

Ramos verkürzt

Nach weiteren Minuten schalteten die Bayern dann wieder einen Gang hoch. Pekarik konnte nach einer schönen Stafette über Götze und den frischen Ribery noch per Grätsche vor dem Franzosen klären, Joker Mandzukic prüfte wenig später Krafts Fußreaktionsgeschwindigkeit, ehe Alaba aus der Distanz übers Tor abschloss (60., 61. und 62.). Dennoch ließen die Gäste gerade in der Defensive die Zügel etwas schleifen, was Berlin erfolgreich auf den Plan rief: Nach einer Flanke von rechts stieß Rafinha Ramos mit beiden Händen leicht in den Rücken, der das "Geschenk" gerne annahm. Es gab Elfmeter - eine harte, aber auch vertretbare Entscheidung (65.). Der Gefoulte trat selbst an und verlud Torwart Neuer gekonnt (66.). Nun fassten die Herthaner neuen Mut, Trainer Luhukay brachte deswegen prompt Ronny für den blassen Mukhtar (71.).

Ribery macht den Meisterdeckel drauf

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Die Hoffnung auf einen überraschenden Punktgewinn wurde allerdings jäh durchkreuzt. Erstens, weil der Rekordmeister keine Lücken mehr preisgab, zweitens, weil das 3:1 fiel. Janker verstolperte bei der Ballannahme das Spielgerät, Götze konnte so Tempo aufnehmen und schlussendlich den mitlaufenden Ribery auf links bedienen. Der blickte in Richtung des herauseilenden Schlussmanns Kraft, hob über diesen das Leder ins Tor (79.). Das Spiel beziehungsweise die Meisterschaft war damit endgültig entschieden. Die restlichen Minuten verliefen ohne große Aktionen. Wenn es derzeit etwas beim FCB zu bemängeln gibt, dann den Fakt, dass die Guardiola-Elf in den letzten fünf Bundesliga-Partien vier Mal nicht zu Null spielen konnte. Dafür sicherten sich die Süddeutschen in Berlin und zur Meisterschaft, der insgesamt 24., den 19. Dreier in Serie im Oberhaus.

Am Freitag spielt die Berliner Hertha auf Schalke vor (20.30 Uhr), die Bayern erwarten tags darauf in der Allianz-Arena die TSG 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr).

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Mega-Bayern: Meister im März