Bundesliga 2013/14, 26. Spieltag
18:43 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Kramer
Gladbach

18:58 - 28. Spielminute

Tor 1:0
Arango
Linksschuss
Vorbereitung Herrmann
Gladbach

19:02 - 32. Spielminute

Tor 2:0
Kruse
Kopfball
Vorbereitung Arango
Gladbach

19:10 - 40. Spielminute

Tor 3:0
Raffael
Rechtsschuss
Vorbereitung Kruse
Gladbach

19:49 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Langkamp
Hertha

19:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
G. Xhaka
für Kramer
Gladbach

19:57 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Janker
für Hosogai
Hertha

19:59 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Younes
für Herrmann
Gladbach

20:02 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Wagner
für Ramos
Hertha

20:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Rupp
für Arango
Gladbach

BMG

BSC

Zwölf Minuten reichen der Borussia

Arango, Kruse und Raffael hieven Gladbach auf Rang 5

Juan Arango & Raffael

Zwei Männer, zwei Tore: Gladbachs Juan Arango (li.) traf zum 1:0, Raffael (re.) zum 3:0. Getty Images

Massiertes Mittelfeld

Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre musste nach dem 2:1-Achtungserfolg in Dortmund auf den Gelb-Rot-gesperrten Nordtveit verzichten und beorderte dafür den wieder genesenen Jantschke (nach Fußprellung) ins zentrale Mittelfeld. Hertha-Coach Jos Luhukay griff im Vergleich zur 0:3-Heimpleite gegen Hannover personell durch und tauschte seine Startelf auf vier Positionen: Allagui, Ben-Hatira, Brooks und van den Bergh erhielten den Vorzug vor Holland, Schulz, Skjelbred (alle Bank) und Kobiashvili (geschwächt nach Infekt).

Die Borussia begann mit viel Ballbesitz und verzeichnete schon früh die erste gute Torchance: Raffael schickte Herrmann am rechten Flügel steil. Dessen Flanke verpasste in der Mitte erst Arango, dahinter kam Kruse am linken Fünfmetereck zum Abschluss, traf aber nicht ins leere Tor, sondern nur ans Außennetz (5.). Danach ließen die Fohlen die Zügel aber überraschend schleifen und agierten kaum noch druckvoll nach vorne. Zaghafte Angriffsversuche erstickten die Berliner mit aufmerksamer Zweikampfführung schon im Keim. Also überließ Gladbach das Heft des Handels zeitweise den Gästen. Doch auch die "Alte Dame" schaffte es nur äußerst selten in den gegnerischen Strafraum. Die einzige Chance ließ Ben-Hatira sträflich ungenutzt, als er eine flache Ramos-Flanke aus elf Metern am Tor vorbeischob (20.).

Drei Tore in zwölf Minuten

Der 26. Spieltag

Vor allem Mönchengladbach operierte immer wieder mit Quer- und Rückpässen, baute das Spiel immer wieder geduldig in der Viererkette auf. Die Folge waren kaum Raumgewinne und nur wenig Durchschlagskraft. Wurde das Spielgerät aber einmal in die Tiefe gespielt, flammte sofort Gefahr auf: Stranzl schickte den flinken Herrmann an die rechte Strafraumkante, wo der Flügelflitzer van den Bergh überholte und artistisch nach innen flankte. Aus 16 Metern halblinker Position feuerte Arango einen Dropkick unhaltbar in die Maschen (28.).

Der Führungstreffer gab den Fohlen viel Selbstvertrauen. Nur vier Minuten später legten die Hausherren nach: Arango zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, wo Kruse den Ball über den Scheitel rutschen ließ. Die Kugel traf Berlins Ramos unglücklich am Kopf und vom Hertha-Stürmer prallte die Kugel ins Netz. Die Hauptstädter wären nach einem ter-Stegen-Fehlpass beinahe wieder heran gekommen, doch Ronny ließ die Chance zum Anschlusstreffer kläglich liegen (35.). Dies wurde postwendend bestraft: Raffael und Kruse spielten einen doppelten Doppelpass, sodass der Brasilianer frei vor Kraft auftauchte und per Lupfer auf 3:0 erhöhte (40.). Nun war die Borussia im Fahrersitz und ließ bis zum Halbzeit-Pfiff Ball und Gegner souverän laufen.

Stranzl trifft den Pfosten

Julian Korb

Gladbachs Julian Korb (Mitte) will Mitspieler Patrick Herrmann (2.v.l.) in Szene setzen. Getty Images

Im zweiten Durchgang fiel den Fohlen das Fußballspielen nun merklich leichter. Mit vielen direkten Passstafetten kombinierte Gladbach teilweise sehenswert nach vorne und blieb dadurch gefährlich. Stranzl setzte das nächste Ausrufezeichen, als er eine Raffael-Ecke an den Pfosten köpfte (52.). Von der "Alten Dame" kam hingegen nur wenig - meist liefen die Gäste nur hinterher, was sie sowohl physisch als auch psychisch zermürbte.

Folglich fiel einzig die Borussia durch gelegentliche Torchancen auf: Arango trat einen Freistoß aus fast 40 Metern direkt aufs Tor. Kraft drehte den Aufsetzer gerade noch um den Pfosten (64.). Nach einer Weile sendete dann aber auch Berlin mal wieder ein Lebenszeichen: Ronny steckte für Allagui durch, doch der Angreifer schoss vom rechten Fünfmetereck knapp links am Pfosten vorbei (69.).

Schonen für die englische Woche

In der Schlussphase war freilich nur noch wenig Druck auf dem Kessel. Die Hausherren schalteten wohl auch aufgrund der anstehenden englischen Woche ein, zwei Gänge zurück und beschränkten sich auf das Verwalten des Vorsprungs. Auch die Hauptstädter ließen es ruhiger angehen und kamen nicht mehr entscheidend nach vorne. So plätscherte die Partie zu Ende, es blieb beim 3:0.

Mönchengladbach ist am Mittwoch (20 Uhr) auswärts bei Eintracht Frankfurt gefordert. Hertha BSC empfängt tags zuvor (20 Uhr) den Spitzenreiter FC Bayern.

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Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - Hertha BSC