Bundesliga 2013/14, 25. Spieltag
16:02 - 31. Spielminute

Tor 0:1
Raffael
Rechtsschuss
Vorbereitung Herrmann
Gladbach

16:10 - 40. Spielminute

Tor 0:2
Kruse
Linksschuss
Vorbereitung Arango
Gladbach

16:47 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Lewandowski
Dortmund

16:49 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Jojic
für Kehl
Dortmund

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Ducksch
für Piszczek
Dortmund

16:56 - 69. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Nordtveit
Gladbach

17:01 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Marx
für Kruse
Gladbach

17:03 - 77. Spielminute

Tor 1:2
Jojic
Rechtsschuss
Dortmund

17:06 - 79. Spielminute

Spielerwechsel
Rupp
für Herrmann
Gladbach

17:08 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Schieber
für Aubameyang
Dortmund

17:15 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Brouwers
für Raffael
Gladbach

BVB

BMG

Klopp muss auf die Tribüne - Fohlenelf beendet Negativserien

Raffael und Kruse mit feinem Füßchen

Kruse düpiert Piszczek und Weidenfeller

Ganz starke Aktion: Max Kruse düpiert Lukasz Piszczek und BVB-Keeper Roman Weidenfeller und trifft zum 2:0. Getty Images

Dortmund-Trainer Jürgen Klopp musste im Vergleich zum 1:0-Arbeitssieg in Freiburg auf Mkhitaryan (Gelbsperre) verzichten, für den Hofmann ins Team rückte. Wieder dabei war Lewandowski nach Kreuzbanddehnung. Der Pole verdrängte Schieber auf die Bank.

Gladbachs Coach Lucien Favre tauschte gegenüber der 1:2-Heimpleite gegen Augsburg einmal Personal aus: Für Jantschke (Fußprellung) kam Kramer nach abgesessener Gelbsperre zum Zug.

Der BVB sah sich in der Anfangsphase einer mutigen Gladbacher Elf gegenüber. Der VfL lief die Klopp-Schützlinge früh an, störte das Aufbauspiel des Kontrahenten und machte sich nach Ballgewinn zielstrebig auf Richtung gegnerisches Tor.

Dortmund gelang es zunächst selten, sich durch das Mittelfeld zu kombinieren, tauchte aber nach einem Konter erstmals gefährlich vor ter Stegen auf (Hofmann, 6.). Dies konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gäste das bessere Team waren. Zweikampfstärker, ballsicherer, beweglicher, nicht zuletzt gefährlicher: Herrmann hatte gute Chancen zur Führung (12., 19.).

Der BVB, der in der gegnerischen Hälfte sehr fehlerhaft agiert hatte, kam Mitte des ersten Durchgangs besser ins Spiel und übernahm Zug um Zug das Kommando. Ter Stegen machte bei Hummels' tollem Solo rechtzeitig die Tür zu (23.), Kramer fälschte Sahins Schuss von der Strafraumgrenze zur Ecke ab (24.). Aubameyang stand ganz dicht vor der Führung, als er nach Lewandowskis Zuspiel aus 14 Metern am Querbalken scheiterte (29.).

Die beste Phase der Schwarz-Gelben fand dann ein jähes Ende: Raffael trieb das Leder per Sololauf durchs Mittelfeld, der Brasilianer nahm rechts Herrmann mit. Dessen erste Hereingabe klärte Schmelzer zunächst, aber hellwach setzte der Flügelflitzer nach und Raffael im Zentrum ein, der das Leder aus sechs Metern ins rechts Eck streichelte (31.).

Der Gegentreffer zeigte Wirkung bei der Klopp-Elf, die den Faden verlor. Und erneut in einen Konter lief. Der quirlige Herrmann spielte Arango im Zentrum an, der Venezoelaner passte nach halblinks in den Strafraum zu Kruse. Der Nationalspieler düpierte mit einem starken Dribbling sowohl Piszczek als auch Keeper Weidenfeller und markierte aus acht Metern die 2:0-Pausenführung (40.).

Der 25. Spieltag

Personell unverändert ging es weiter, Raffael setzte gleich wieder einen Nadelstich (48.). Die Favre-Elf blieb aktiv, presste zeitweise früh. Fand der sichtlich bemühte BVB den Weg an den gegnerischen Strafraum, standen die Gäste kompakt und präsentierten sich zweikampfstark.

Die Intensität des Duells nahm zu, es ging hin und her. Kruse (53.) sowie Aubameyang und Großkreutz auf der anderen Seite (56.) bedrohten das gegnerische Tor, ganz gefährlich war es bei einem Konter Gladbachs, den Herrmann mit einem Volleyknaller abschloss - knapp drüber (60.).

Dortmunds Attacken wurden Mitte des zweiten Abschnitts wütender, die Gäste kamen immer mehr in Bedrängnis, ter Stegen parierte famos gegen Lewandowski (66.). Und dann musste Nordtveit mit der Ampelkarte vom Platz, der den wie Jojic eingewechselten Ducksch gefoult hatte (69.).

Der BVB warf alles nach vorne, Aytekin ließ nach Duckschs Knaller und Daems' Abwehraktion mit Brust und Hand weiterlaufen (74.). Dann aber Jojic verkürzte mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze - nur noch 1:2 (77.) - ein Powerplay der Westfalen in der Schlussphase folgte.

Favre hatte sich im Interview vor dem Spiel optimistisch geäußert: "Alles ist möglich", hatte der Gäste-Coach geunkt. Und er sollte am Ende recht behalten, denn ein Treffer von Ducksch zählte wegen vorangegangenem Foul von Lewandowski gegen ter Stegen nicht (88.). Referee Aytekin schickte den zu stark reklamierenden Klopp auf die Tribüne, dann war nach hektischer Schlussphase und vier Minuten Nachspielzeit Schluss.

Gladbach beendete somit seine neun Spiele anhaltende Sieglos-Serie. Mit dem ersten Dreier nach zwölf Partien (zwei Unentschieden, zehn Niederlagen) durchbrach der VfL zugleich auch eine lange Negativserie in Dortmund.

Der BVB erwartet am Mittwoch (20.45 Uhr) im Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse Zenit St. Petersburg. Die Gladbacher empfangen in der Bundesliga am kommenden Samstag Hertha BSC (18.30 Uhr).

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Bilder zur Partie Borussia Dortmund - Bor. Mönchengladbach