Bundesliga 2013/14, 24. Spieltag
19:03 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Bargfrede
Bremen

19:04 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Obraniak
Bremen

19:10 - 39. Spielminute

Tor 0:1
Di Santo
Rechtsschuss
Vorbereitung Hunt
Bremen

19:17 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Junuzovic
Bremen

19:34 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Rakovsky
für R. Schäfer
Nürnberg

19:41 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Angha
Nürnberg

19:48 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Makiadi
für Petersen
Bremen

19:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Pekhart
für Mak
Nürnberg

19:54 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Hlousek
Nürnberg

19:56 - 68. Spielminute

Tor 0:2
Bargfrede
Rechtsschuss
Bremen

20:00 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Gebre Selassie
für Obraniak
Bremen

20:02 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Campana
Nürnberg

20:04 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Colak
für Campana
Nürnberg

20:08 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Fritz
für Ignjovski
Bremen

20:11 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Caldirola
Bremen

FCN

BRE

Hunt nimmt Elfmeter-Geschenk nicht an

Di Santo: Erst Aluminium, dann in die Maschen

Franco di Santo

Torschütze Franco di Santo (2.v.r.) freut sich mit den Kollegen Aaron Hunt, Zlatko Junuzovic und Nils Petersen (v.l.n.r.). Getty Images

Club macht Druck, di Santo trifft die Latte

Nürnbergs Coach Gertjan Verbeek tauschte im Vergleich zum 0:3 in Dortmund zweimal Personal: Campana und Mak standen für Feulner (5. Gelbe) und Pekhart (Bank) in der Startelf. Bremens Trainer Robin Dutt musste nach dem 1:0-Derbysieg gegen den Hamburger SV auf den verletzten Garcia (Innenbandverletzung im Knie) verzichten und brachte dafür Caldirola.

Der Club hatte von Anfang an viel Ballbesitz und trat vor heimischem Publikum durchaus dominant auf. Werder überzeugte aber mit einer guten Raumaufteilung und stellte Passwege und Anspielstationen zu. Die Franken kamen deshalb nur selten durch und wussten mit der Kugel nur wenig anzufangen. Die Hanseaten setzten auf lange Bälle, brachten diese aber nur selten auch bei den Mitspielern an. Aufgrund vieler Fehlpässe neutralisierten sich beide Mannschaften deshalb lange im Mittelfeld. Für abwechslungsreiche Momente sorgten Hlousek mit einer gefährlichen Flanke von links, die Kiyotake in der Mitte nur knapp verpasste (12.), sowie auf der anderen Seite di Santo, der aus 20 Metern zentraler Position die Kugel an die Latte donnerte (22.).

Hunt nagelt die Kugel ans Kreuzeck, di Santo staubt ab

Der 24. Spieltag

Bevorzugt operierte der FCN über die linke Flanke, wo Hlousek und Plattenhardt mit Flanken immer wieder für Gefahr sorgten. Bremen stand aber relativ sicher und gewann viele Zweikämpfe. Offensiv fand Werder hingegen überhaupt keinen Zugriff und enttäuschte vor allem spielerisch.

Ein Gewaltschuss von Hunt stellte dann aber den Spielverlauf auf den Kopf: Der Kapitän feuerte aus 25 Metern aufs Tor und traf das rechte Kreuzeck. Von dort prallte der Ball vor die Füße von di Santo, der technisch sehenswert direkt aus der Drehung abnahm und das Spielgerät in die Maschen drosch (39.). Diese 1:0-Führung nahm der SVW mit in die Pause.

Bargfrede fängt ab und erhöht

Assani Lukimya, Josip Drmic & Sebastian Prödl

Kein Durchkommen: Nürnbergs Josip Drmic gegen Bremens Assani Lukimya (li.) und Sebastian Prödl (re.). picture alliance

Zur Halbzeit musste Club-Keeper Schäfer wegen einer Verletzung am Hüftbeuger in der Kabine bleiben. Ersatzmann Rakovsky stand in den zweiten 45 Minuten zwischen den Pfosten. Der Schlussmann blieb - abgesehen von einem Junuzovic-Freistoß (53.) - zunächst aber nahezu beschäftigungslos. Stattdessen zogen die Nürnberger ein regelrechtes Powerplay auf und bombardierten den Bremer Strafraum mit zahlreichen Flanken, die aber nicht verwertet wurden. Zwingend wurde nur Campana, der Wolf gleich zweimal prüfte (58.).

Auf die Anzeigetafel schaffte es aber nicht Nürnberg, sondern erneut Werder: Campana spielte einen folgenschweren Fehlpass im Mittelfeld. Bargfrede fing den Ball ab und trieb das Spielgerät Richtung Strafraum. Aus 20 Metern zog der Mittelfeldmann dann ab. Sein Schuss wurde noch tückisch von Pinola abgefälscht und landete im rechten Eck zum 2:0 ein (68.).

Fair Play von Hunt: Kapitän nimmt Elfmeter-Geschenk nicht an

Dieser Treffer kam einer Entscheidung gleich. Beinahe wäre es für die Franken noch dicker gekommen, als Hunt im Strafraum zum Boden ging und Schiedsrichter Manuel Gräfe auf den Punkt zeigte. Der SVW-Kapitän gab aber von sich aus zu, dass kein Foul vorlag, sodass die Entscheidung zurückgenommen wurde (75.). Auch di Santos Schuss, den Pinola im eigenen Sechzehner an die Hand bekam, reichte nicht für einen Strafstoß aus (79.). Die Schlussphase bot ansonsten nur noch wenige Höhepunkte. Die beste Club-Chance generierte Drmic, der eine Angha-Flanke auf die Latte köpfte (85.). Auch Bargfrede verzeichnete noch eine Möglichkeit (90.). Danach war Schluss.

Spieler des Spiels

Franco Di Santo Sturm

2
Spielnote

Das lange Zeit intensive, interessante Duell zweier völlig unterschiedlicher Spielphilosophien verflachte nach Bremens Tor zum 0:2 deutlich.

3
Tore und Karten

0:1 Di Santo (39', Rechtsschuss, Hunt)

0:2 Bargfrede (68', Rechtsschuss)

Nürnberg

R. Schäfer 3 - Angha 3 , Petrak 3, Pinola 4, Plattenhardt 4 - Campana 4,5 , Frantz 3,5, Mak 3 , Kiyotake 2,5, Hlousek 4 - Drmic 4

Bremen

Wolf 3 - Ignjovski 4 , Prödl 2, Lukimya 3, Caldirola 3,5 - Bargfrede 2,5 , Junuzovic 3,5 , Obraniak 3,5 , Hunt 2,5 - Di Santo 2 , Petersen 5

Schiedsrichter-Team

Manuel Gräfe Berlin

4,5
Spielinfo

Stadion

Grundig-Stadion

Zuschauer

40.608

Für beide Teams steht in einer Woche das nächste Abstiegs-Endspiel an: Am Sonntag (15.30 Uhr) ist Nürnberg beim Hamburger SV gefordert. Tags zuvor (15.30 Uhr) genießt Bremen Heimrecht gegen den VfB Stuttgart.

Bilder zur Partie 1. FC Nürnberg - Werder Bremen