Bundesliga 2013/14, 22. Spieltag
16:12 - 42. Spielminute

Tor 1:0
Jiracek
Kopfball
Vorbereitung Lasogga
HSV

16:33 - 46. Spielminute

Gelbe Karte
Rincon
HSV

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Reus
für S. Bender
Dortmund

16:42 - 55. Spielminute

Gelbe Karte
Aubameyang
Dortmund

16:45 - 58. Spielminute

Tor 2:0
Lasogga
Rechtsschuss
Vorbereitung Arslan
HSV

16:54 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Ducksch
für Lewandowski
Dortmund

17:01 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Dortmund)
Hofmann
für Großkreutz
Dortmund

17:13 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Zoua
für Lasogga
HSV

17:12 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Zoua
HSV

17:17 - 90. + 1 Spielminute

Tor 3:0
Calhanoglu
Rechtsschuss
HSV

17:17 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Reus
Dortmund

HSV

BVB

Hamburg: Sieg nach sieben Niederlagen in Serie

3:0! Slomka feiert Traumeinstand

Petr Jiracek

Gleich klingelt's: Petr Jiracek (2.v.l.) köpft zum 1:0 ein. picture alliance

Der neue HSV: Kompakt, sicher, zweikampfstark

Hamburgs neuer Trainer Mirko Slomka krempelte die HSV-Elf bei seinem Debüt kräftig um. Im Vergleich zur bitteren 2:4-Niederlage in Braunschweig brachte er sechs Neue: Arslan, Badelj (nach Bänderriss), Calhanoglu, Djourou, Jiracek und Rajkovic begannen für Bouy (Grippe), Diekmeier (Magen-Darm-Infekt), John (Bank), Ilicevic (Oberschenkelzerrung), Sobiech (Bank) und van der Vaart (Bänderriss). Dortmunds Coach Jürgen Klopp sah nach dem deutlichen 4:0-Heimsieg gegen Frankfurt nur Grund für einen personellen Wechsel: Bender verdrängte Kehl auf die Bank.

Slomka wollte seine verunsicherte Mannschaft vor allem defensiv stabilisieren und weniger Risiken eingehen. Taktisch ordnete er ein 4-4-2-System an, sodass die Hanseaten mit zwei Viererketten sehr kompakt standen. In der Vorwärtsbewegung setzte der HSV dann auf schnelle Konterangriffe. Jiracek verzeichnete erste gute Möglichkeiten, zielte aber jeweils genau auf Weidenfeller (2., 16.).

Schwaches Abwehrverhalten: Jiracek trifft

Der 22. Spieltag

Der Borussia fiel hingegen nur wenig ein und prallte an der gut geordneten HSV-Defensive immer wieder wirkungslos ab. Klopp ließ zwar aggressives Pressing spielen, doch Hamburg behielt die Nerven, spielte überraschend abgeklärt und setzte den Dortmundern mit intensiver Zweikampfführung zu. So brachte der BVB seinen gefürchteten Vollgas-Fußball gar nicht erst auf die Straße. Die schnellen Flügelflitzer Großkreutz und Aubameyang fanden kaum statt - auch Lewandowski hing lange wirkungslos in der Luft. Mkhitaryan (19.) und Lewandowski (29.) sorgten zumindest für ein wenig Gefahr.

Ansonsten spielte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld ab. Dortmund hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste damit aber nur wenig anzufangen. Stattdessen ging der HSV - begünstigt durch ein schülerhaftes Abwehrverhalten der Borussia - kurz vor dem Pausenpfiff in Führung: Westermann flankte von rechts in den Strafraum, wo Lasogga den Ball gegen Friedrich und Schmelzer behauptete und von der Grundlinie von rechts nach innen flankte. Vor dem Tor ließen Piszczek und Aubameyang Jiracek unbewacht. Der Tscheche bedankte sich und köpfte aus fünf Metern zum 1:0 ein (42.).

Lasogga erhöht und Adler hält den Sieg fest

Tolgay Arslan & Henrikh Mkhitaryan

Hart am Mann: Hamburgs Tolgay Arslan (li.) grätscht gegen Dortmunds Henrikh Mkhitaryan (re.). Getty Images

Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte Klopp Reus und erhoffte sich neue offensive Impulse. Hamburg hielt aber nach wie vor voll dagegen, kämpfte um jeden Zentimeter Rasen, warf sich regelrecht in jeden Zweikampf und zog den Borussen so den Zahn. Dortmund hatte zudem Glück, ab der 55. Minute nicht in Unterzahl spielen zu müssen: Aubameyang sprang in einem Luftkampf Arslan mit offenen Stollen auf die Brust - sah aber nur Gelb. Kurz darauf hatte der HSV die passende Antwort parat: Sahin verlor die Kugel leichtsinnig in der Vorwärtsbewegung gegen Calhanoglu. Arslan übernahm und steckte für Lasogga durch. Der Stürmer tauchte frei vor Weidenfeller auf und schob lässig zum 2:0 ein (58.).

Dortmund antwortete daraufhin mit wütenden Angriffen und drängte druckvoll nach vorne. Jetzt rückte Adler in den Vordergrund, der mehrfach sehenswert parierte: Erst nahm Aubameyang eine Flanke direkt ab, doch Adler entschärfte mit einem Reflex (64.). Der eingewechselte Ducksch feuerte nach einer Ecke aus kurzer Distanz, doch der HSV-Keeper war erneut zur Stelle (70.). Die nächste Glanzparade lieferte der Nationaltorwart nur eine Zeigerumdrehung später, als er einen Piszczek-Kopfball gerade noch ans Kreuzeck lenkte (71.).

Das i-Tüpfelchen: Calhanoglu mit einem Traumtreffer

Nun war die Partie temporeich und es ging munter hin und her. Großchancen sprangen dabei aber nicht mehr heraus. Immer wieder biss sich der BVB die Zähne an den Hanseaten aus. In der Schlussphase setzte der HSV dann sogar noch einen oben drauf: Calhanoglu trat einen zentralen 40-Meter-Freistoß direkt aufs Tor. Der Ball flatterte und donnerte schließlich in den linken Winkel (90.+1) - 3:0, der Endstand!

Spieler des Spiels

René Adler Tor

1,5
Spielnote

Die Partie lebte vor allem von Hamburgs Leidenschaft gegen Dortmunder Dominanz.

3
Tore und Karten

1:0 Jiracek (42', Kopfball, Lasogga)

2:0 Lasogga (58', Rechtsschuss, Arslan)

3:0 Calhanoglu (90' +1, direkter Freistoß, Rechtsschuss)

HSV

Adler 1,5 - Westermann 3,5, Djourou 3, Rajkovic 2, Jansen 3 - Rincon 4 , Badelj 2,5, Arslan 2,5, Jiracek 3 - Calhanoglu 2,5 , Lasogga 2

Dortmund

Weidenfeller 4 - Piszczek 4, Friedrich 5, Sokratis 4, Schmelzer 4 - S. Bender 4,5 , Sahin 4, Aubameyang 5,5 , Mkhitaryan 4,5, Großkreutz 5 - Lewandowski 5

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

4
Spielinfo

Stadion

Imtech-Arena

Zuschauer

57.000 (ausverkauft)

Für Hamburg steht am nächsten Samstag (15.30 Uhr) das Nord-Derby in Bremen an. Dortmunder ist schon am kommenen Dienstag (18 Uhr) in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg gefordert. In der Bundesliga geht es für die Borussia am Samstag (15.30 Uhr) gegen Nürnberg weiter.

Bilder zur Partie Hamburger SV - Borussia Dortmund