Bundesliga 2013/14, 22. Spieltag
15:34 - 5. Spielminute

Tor 0:1
Kobiashvili
Rechtsschuss
Vorbereitung Ramos
Hertha

16:15 - 45. Spielminute

Tor 1:1
Boka
Linksschuss
Stuttgart

16:39 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Allagui
Hertha

16:54 - 67. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Cacau
für Abdellaoue
Stuttgart

17:03 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Yalcin
für Khedira
Stuttgart

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Wagner
für N. Schulz
Hertha

17:11 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Brooks
für M. Ndjeng
Hertha

17:14 - 87. Spielminute

Tor 1:2
Wagner
Kopfball
Vorbereitung Cigerci
Hertha

17:21 - 90. + 4 Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Haggui
für Schwaab
Stuttgart

17:19 - 90. + 1 Spielminute

Gelb-Rote Karte
Wagner
Hertha

17:20 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Niemeyer
für Ramos
Hertha

VFB

BSC

VfB mit sieben Niederlagen in Folge - Joker sieht Ampelkarte

Wagners Achterbahnfahrt der Gefühle

Herthas Kobiashvili (5.v.re) trifft zur Berliner Führung.

Mitten ins Stuttgarter Herz: Herthas Kobiashvili (5.v.re) trifft zur Berliner Führung. picture alliance

Stuttgarts Trainer Thomas Schneider musste nach der 1:4-Derbypleite in Hoffenheim auf Leitner (Gelb-Rot) verzichten und ließ zudem Traoré auf der Bank schmoren. Dafür standen Sakai und Maxim in der Startelf und bildeten die runderneuerte linke Seite der Schwaben. Boka bezog auf der Doppel-Sechs neben Khedira Stellung. Hertha-Coach Jos Luhukay beließ es im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen Wolfsburg bei einer Änderung: Für Skjelbred (Infekt) kam Schulz von Beginn an zum Zug.

"Wir müssen uns unbedingt steigern", hatte VfB-Flügelflitzer Harnik im Vorfeld der Partie gefordert und wurde kurz nach dem Anpfiff eines Besseren belehrt: Im Anschluss an die erste Berliner Ecke präsentierten sich die Schwaben defensiv ungeordnet und bekamen den Ball nicht entscheidend geklärt: Ramos bediente Kobiashvili, der trocken ins linke Eck vollendete (5.).

Der 22. Spieltag

Es war ein Start ganz nach dem Geschmack der "Alten Dame": BSC hatte die erste Chance eiskalt genutzt, sich damit gehörig Respekt bei den Schwaben verschafft und kontrollierte fortan das Geschehen auf dem Rasen. Der Aufsteiger machte dabei nicht mehr als nötig und beschränkte sich auf Ergebnisverwaltung. Gegen sichtlich verunsicherte Stuttgarter reichte das allerdings völlig aus. Dem VfB fiel rein gar nichts ein, sodass Kraft lange Zeit einen weitgehend beschäftigungslosen Nachmittag verlebte.

Es war kein attraktives Fußballspiel, dafür fehlte es an Tempo, Spielwitz und Überraschungsmoment. Die Partie lebte im Grunde von Zweikämpfen, um sich gegen Ende des ersten Durchgangs wieder zu steigern. Das lag primär an den Schwaben, die ihre offen zur Schau gestellte Verunsicherung ein wenig ablegten, nun konsequenter nach vorne agierten und belohnt wurden: Kraft faustete eine Ecke genau vor die Füße von Boka, der aus 18 Metern mit einem fulminanten Gewaltschuss den nicht unverdienten 1:1-Pausenstand markierte (45.).

Verschiedene Meinungen in Stuttgart: Elfmeter oder nicht?

Boka (Mi.) bejubelt sein 1:1

Mit Gewalt zum Ausgleich: Boka (Mi.) bejubelt sein 1:1. Getty Images

Nach dem Seitenwechsel wurde es in der Mercedes-Benz-Arena lebhafter, auch weil nun gestritten werden durfte: Zweimal forderten die Stuttgarter Fans Strafstoß, zuerst bei einem Zweikampf von Schulz gegen Maxim (51.) und dann bei einem vermeintlichen Handspiel von Hosogai (58.) - Schiedsrichter Robert Hartmann bewertete beide Szenen als nicht elfmeterwürdig.

Ungeachtet dieser beiden Szenen, war es nun ein ansehnlicheres, weil flotteres Spiel. Zwar mussten beide Trainer weiterhin mit fehlender Passgenauigkeit hadern, dennoch war das Bemühen weder den Schwaben noch den Berlinern abzusprechen. Das führte dazu, dass Abschlüsse innerhalb der Strafräume nicht zu sehen waren. Anders verhielt es sich bei Fernschüssen: Boka (69.) und Sakai (78.) hatten aber ebenso wenig Abschlussglück wie auf der Gegenseite Cigerci (70.).

In der Schlussphase kochten dann die Emotionen hoch, vor allem bei VfB-Sportdirektor Fredi Bobic. Was war passiert? Zum Unmut des 42-Jährigen hatte Hartmann ein vermeintliches Foulspiel an Werner nicht geahndet, im Gegenzug foulte dann Boka Langkamp. Aus dem daraus folgenden Freistoß entsprang die neuerliche Führung der Gäste: Cigerci brachte den Ball in die Gefahrenzone, wo sich der kurz zuvor eingewechselte Wagner im Kopfballduell gegen Schwaab durchsetzte und zum 2:1 einnickte (87.). Der Joker erlebte danach eine Achterbahnfahrt der Gefühle, da er nach seinem vielumjubelten Tor binnen weniger Minuten gleich zweimal Gelb sah und folgerichtig mit der Ampelkarte vom Platz musste (90.+2). Am Berliner Auswärtssieg änderte sich freilich nichts mehr.

Spieler des Spiels

Levan Kobiashvili Abwehr

2,5
Spielnote

Weil Stuttgart oft verunsichert wirkte und Hertha kein hohes Risiko ging, gab es einige langatmige Phasen.

4
Tore und Karten

0:1 Kobiashvili (5', Rechtsschuss, Ramos)

1:1 Boka (45', Linksschuss)

1:2 Wagner (87', Kopfball, Cigerci)

Stuttgart

Ulreich 3,5 - Schwaab 4,5 , Rüdiger 3,5, Niedermeier 3, G. Sakai 5 - Khedira 3,5 , Boka 2,5 , Harnik 4, Werner 4, Maxim 4,5 - Abdellaoue 5

Hertha

Kraft 3,5 - Pekarik 3,5, Langkamp 3, Kobiashvili 2,5 , van den Bergh 4,5 - Hosogai 3, M. Ndjeng 4 , Cigerci 3,5, N. Schulz 5 - Ramos 4 , Allagui 4,5

Schiedsrichter-Team

Robert Hartmann Wangen

5
Spielinfo

Stadion

Mercedes-Benz-Arena

Zuschauer

45.700

Während Hertha BSC den kommenden Spieltag am Freitag (20.30 Uhr) gegen den SC Freiburg vor eigenem Publikum eröffnet, sind die Stuttgarter am darauffolgenden Sonntag (15.30 Uhr) bei der Frankfurter Eintracht gefordert.

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - Hertha BSC