Bundesliga 2013/14, 10. Spieltag
15:51 - 22. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Sobiech
für Djourou
HSV

16:07 - 37. Spielminute

Tor 0:1
Beister
Linksschuss
Vorbereitung Badelj
HSV

16:09 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Sobiech
HSV

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Freis
für Fernandes
Freiburg

16:34 - 47. Spielminute

Tor 0:2
Lasogga
Rechtsschuss
Vorbereitung van der Vaart
HSV

16:49 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Schuster
für Krmas
Freiburg

16:50 - 63. Spielminute

Tor 0:3
van der Vaart
Linksschuss
Vorbereitung Beister
HSV

17:00 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Coquelin
Freiburg

17:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Ilicevic
für Calhanoglu
HSV

17:09 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Diagne
Freiburg

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Pilar
für Günter
Freiburg

17:10 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Rudnevs
für Lasogga
HSV

SCF

HSV

Freiburg bleibt sieglos - Djourou verletzt

Baumanns rabenschwarzer Sonntag

Hamburgs Beister (Mi.) schiebt nach Baumanns Patzer ins leere Tor ein

Strafe: Hamburgs Beister (Mi.) schiebt nach Baumanns Patzer ins leere Tor ein. Getty Images

Freiburgs Trainer Christian Streich mischte seine Startelf nach dem 1:1 gegen Estoril in der Europa League kräftig durch und brachte mit Sorg, Krmas, Diagne und Günter eine komplett neue Viererkette. Hedenstad, Höhn, Lorenzoni und Schuster mussten dafür weichen. Dieser Schachzug des Trainers hatte auch Folgen für Ginter, der nach vorne auf die Doppel-Sechs neben Fernandes rückte. Neuzugang Darida feierte damit sein Bundesliga-Debüt, während Baumann den SC als Kapitän aufs Feld führte.

Deutlich gelassener ging HSV-Coach Bert van Marwijk seine Personalpolitik an. Beister hatte sich mit seinem starken Joker-Auftritt beim 3:3 gegen Stuttgart für die Startelf empfohlen und verdrängte auf der rechten Außenbahn Zoua. Ansonsten verzichtete der Niederländer auf weitere Wechsel.

Der 10. Spieltag

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw legten die Freiburger, die endlich den ersten Saisonsieg einfahren wollten, mutig los und erspielten sich rasch optische Vorteile. Der SC war sichtlich engagiert, hatte nach einer halben Stunde mehr Ballbesitz und mehr gewonnene Zweikämpfe vorzuweisen (jeweils 60 Prozent) - mehr aber auch nicht. Das Problem der Hausherren war zweifellos, dass sie gegen die zweitschlechteste Abwehr der Liga (22 Gegentore) zu wenig Druck entwickelten und kaum zu klaren Chancen kamen. Lediglich Ginter (3., 13.) und Coquelin (18.) sorgten im ersten Durchgang für Abwechslung.

Deutlich mehr Zug zum Tor hatte da der überwiegend auf Konter lauernde HSV, der ab der 22. Minute allerdings ohne Djourou auskommen musste. Der Schweizer hatte sich über Schmerzen beklagt und musste gegen Sobiech ausgewechselt werden. Am Spielverlauf änderte sich freilich nichts, Hamburg agierte abgeklärter, zielstrebiger und kam öfter zur Torabschlüssen - van der Vaart (7.), Badelj (12.) und Lasogga (24., 28., 36.) hatten jedoch kein Abschlussglück.

Baumann patzt vor und nach der Pause

Augen zu und durch: Krmas im Luftduell mit Hamburgs Lasogga (re.). picture alliance

Doch dann kam den Hanseaten Baumann zu Hilfe: Der Schlussmann verschätzte sich böse bei Badeljs langem Pass und unterlief außerhalb des eigenen Strafraums den Ball. Beister bedankte sich, entwischte und schob locker aus spitzem Winkel ins leere Tor zur nicht unverdienten 1:0-Halbzeitführung des HSV ein (37.).

Streich reagierte in der Pause und brachte Freis für Fernandes. Das hatte auch eine Systemumstellung zur Folge, da die Hausherren fortan im 4-4-2 agierten. Alle Überlegungen waren aber kurz nach Wiederanpfiff Makulatur, denn Baumann patzte erneut: Bei einem langen Ball von van der Vaart rutschte dem Schlussmann, der weit vor seinem Tor gestanden hatte, der Ball äußerst unglücklich durch die Arme. Lasogga hatte darauf spekuliert und urplötzlich absolut freie Bahn - 2:0 (47.).

Das war der endgültige Nackenschlag für die Breisgauer, die danach völlig geschockt wirkten und nur noch über den Platz trotteten. Leichtes Spiel für den HSV, der fortan ziemlich abgeklärt das Spielgeschehen kontrollierte und nach 63 Minuten endgültig alle Zweifel aus dem Weg räumte - und wieder war Baumann beteiligt. Der 23-jährige Keeper ließ einen an sich ungefährlichen Beister-Distanzversuch direkt vor die Füße von van der Vaart prallen, der aus fünf Metern auf 3:0 stellte. Danach passierte nicht mehr viel: Freiburg spielte zwar pro forma weiter nach vorne, trat offensiv aber gar nicht mehr in Erscheinung, während die Hanseaten den verdienten Dreier souverän über die Zeit brachten.

Spieler des Spiels

Rafael van der Vaart Mittelfeld

2
Spielnote

Flottes Tempo, unterhaltsam, aber durch eklatante Fehler früh entschieden.

3
Tore und Karten

0:1 Beister (37', Linksschuss, Badelj)

0:2 Lasogga (47', Rechtsschuss, van der Vaart)

0:3 van der Vaart (63', Linksschuss, Beister)

Freiburg

Baumann 6 - Sorg 4, Krmas 4 , Diagne 3,5 , Günter 4 - Ginter 4, Fernandes 4,5 , Schmid 4,5, Coquelin 4 , Darida 4,5 - Mehmedi 3

HSV

Adler 3 - Westermann 3, Tah 3, Djourou , Jansen 3,5 - Badelj 3, Arslan 4, Beister 2,5 , van der Vaart 2 , Calhanoglu 3,5 - Lasogga 2,5

Schiedsrichter-Team

Peter Gagelmann Bremen

3
Spielinfo

Stadion

Mage-Solar-Stadion

Zuschauer

24.000 (ausverkauft)

Beide Mannschaften müssen am kommenden Samstag um 15.30 Uhr wieder ran: Freiburg gastiert dann in Nürnberg, Hamburg empfängt die Mönchengladbacher Borussia.

Blackouts, Rekordflut und Vehs verregneter Sonntag

Bilder zur Partie SC Freiburg - Hamburger SV